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Mehr als 100.000 Covid-19-Tote in Brasilien

Brasilien hat als weltweit zweites Land nach den USA die Marke von 100.000 Covid-19 -Toten überschritten. Das geht aus Berechnungen lokaler Medien hervor. Die Zahl der Infizierten nähert sich demnach der Marke von drei Millionen. Marco Antonio do Nascimento gedenkt mit seinem Sohn Lucas Cruz am Strand von Copacabana zwischen 100 schwarzen Kreuzen im Sand der Opfer der Corona-Pandemie. Er hat einen Sohn verloren: "Ich übe meine Staatsbürgerrechte aus. Es tut mir weh, hier zu sein und den Menschen zu zeigen, dass er morgen am Vatertag nicht an meiner Seite sein wird - ich kann nur an ihn denken. Und es tut mir sehr weh, dass Leute vorbeigehen und behaupten, dass das ``'Fake news' sind." Die hohe Opferzahl führt laut Beobachtern nicht dazu, etwas gegen die Ausbreitung des Virus zu unternehmen. Bisher hat die Regierung zudem kein nationales Notfallkomitee einberufen, um Maßnahmen landesweit zu koordinieren. Als Ergebnis gibt es in manchen Regionen widersprüchliche Anweisungen von Bürgermeistern, Gouverneuren und der Justiz. in der Bevölkerung herrscht Verwirrung, welche Regeln zu Hygiene- und Distanzvorschriften gelten. Schauspieler versuchen, Menschen dazu zu bringen, Masken zu tragen. Aber Präsident Jair Bolsonaro , der selbst infiziert war, steht politisch gut dar. Er hat es geschafft, dass viele Brasilianer glauben, 100.000 Corona-Tote, eine tiefe Wirtschaftskrise und die Zerstörung des Regenwaldes hätten nichts mit dem Präsidenten zu tun. Zwischenzeitlich hatten Tausende Brasilianer ihrem Unmut über den laxen Umgang des Präsidenten mit dem Coronavirus Luft gemacht; eine neue Demokratiebewegung, angeführt von Fußballfans, bildete sich. Aber viele, die Bolsonaro kritisch sehen, haben Angst, sich bei Demonstrationen anzustecken und bleiben zu Hause.
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