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Tipps für die Radtour: Neue Strecken und Rundwege in ganz Deutschland

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 19.05.2020 Julia Stanek

Deutschland hat weit mehr zu bieten als den Elberadweg: Sightseeing in Berlin, Mountainbiken im Erzgebirge, Meerblick an der Ostsee - die neuen Radtouren aller Bundesländer im Überblick.

© Steven Ritzer

Mit dem Frühling kommt die Lust aufs Draußensein, mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen vergrößert sich der Bewegungsradius. Was aber tun, wenn man Menschenansammlungen weiter meiden möchte? Rauf aufs Rad - und was Neues ausprobieren: Ob auf der Schwäbischen Alb, in Strandnähe oder mitten in der Stadt - hier sind die neuen Radtouren aller Bundesländer.

Baden-Württemberg: Löwentrails und Weingüter

Für Mountainbiker wird es in diesem Jahr im Landkreis Göppingen interessant. Dort sind in den vergangenen Jahren zahlreiche zertifizierte Qualitätswege des Deutschen Wanderverbands entstanden: die sogenannten Löwenpfade. Sie sollen nun für Mountainbiker erweitert werden.

Neu auch: der 460 Kilometer lange Badische Weinradweg. Er führt von Grenzach-Wyhlen bei Basel bis zur hessischen Landesgrenze nach Laudenbach an der nördlichen badischen Bergstraße. Diese und sechs weitere Weinregionen sind nun per Radweg miteinander verbunden: Markgräflerland, Kaiserstuhl, Tuniberg, Breisgau, Ortenau und Kraichgau. Eigentlich sollten Weingüter, Winzergenossenschaften und andere weintouristische Highlights zu den Etappenzielen gehören.

Noch ist nicht klar, ob dort in dieser Saison Besucherinnen und Besucher empfangen werden dürfen. Die Coronakrise hat bereits die Umsetzung des Weinradwegs verzögert. Es könne daher "an ein paar wenigen Stellen noch Lücken oder Fehler in der Beschilderung geben", heißt es auf der Website zur Route. "Bitte nutzen Sie daher aktuell zusätzlich eine digitale Routenplanung." Auch wird geraten, derzeit in Weil am Rhein zu starten, um die ersten Kilometer durch die Schweiz zu vermeiden.

Nur 75 Kilometer sind es bis in die Eiszeit: Wer etwas für Höhlen und Archäologie übrig hat, den könnte der 2019 eröffnete Eiszeittäler-Radweg interessieren. Er führt durch das Unesco-Welterbe "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb", zu Museen mit Originalfunden und zum Archäopark Vogelherd bei Niederstotzingen. Unterwegs erfährt man Wissenswertes über die ältesten Kunstwerke der Menschheitsgeschichte, die vor rund 40.000 Jahren entstanden.

Bayern: Ein Zoigl in der Oberpfalz

500 Kilometer lang ist die Hauptroute: Im Oberpfälzer Wald gibt es unter dem Titel "Oberpfälzer Radl-Welt" ein neues Ziel für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. Es verspricht ein achttägiges "abwechslungsreiches Radl-Erlebnis auf ehemaligen Bahntrassen, entlang von Flüssen oder durch anspruchsvolle Mittelgebirgslandschaften", wie das örtliche Tourismuszentrum schreibt.

Es wirbt mit sechs sogenannten Erlebniswelten, die das Mittelgebirge an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen sollen: Da wären unter anderem die "Wald & Täler"-Tour, die "Sagen & Geschichten"-Tour sowie die "Zoigl & Fisch"-Tour.

Berlin: Holocaust und Hochbahnanlage

Hier präsentiert die Stadt Berlin Strecken, die besonders im Sommer zu einer Tour einladen. Zu den neueren zählen laut VisitBerlin die Dahlem-Route, die Nikolassee-Route sowie die Wannsee-Babelsberg-Route. Grüner wird’s nicht in der Hauptstadt.

Die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus ist das Thema auf einer neuen Route durch Berlin. Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai hat die Stadt eine Radtour mit geschichtsträchtigen Etappen veröffentlicht, darunter der Mahnort Kurfürstenstraße, das Mahnmal Gleis 17 und das Haus der Wannseekonferenz. Ein Tipp für die Vorbereitung: In der kostenlosen App "About Berlin" sind Zeitzeugeninterviews im Video abrufbar sowie eine Audiokollage aus Tagebucheinträgen.

Unter dem Motto "Warmes Licht und kühles Bier" entdecken Radler spannende Orte der Berliner Industriekultur. Die 24 Kilometer lange Strecke startet und endet am äußerst sehenswerten Deutschen Technikmuseum.

Und dann: Geht es an weit über hundert Jahre alten Brauereien und Fabriken vorbei, an Umspannwerken und am Gasometer Fichtestraße von 1884. Im Prenzlauer Berg dann bitte Kopf in den Nacken und die Hochbahnanlage Schönhauser Allee bestaunen! Warum diese einst den Spitznamen "Magistratsschirm" erhielt, kann man im Flyer zur Route nachlesen.

Brandenburg: Happy birthday, Elberadweg!

Schon seit einem Vierteljahrhundert wird er von Aktivurlauberinnen und Urlaubern frequentiert: der Elberadweg. Er zählt zu den beliebtesten Radfernwegen Deutschlands - und führt in Brandenburgs Norden auf einer Länge von 146 Kilometern durch die Prignitz und das Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg.

Insgesamt verfügt das Bundesland über ein touristisches Radwegenetz von mehr als 7000 Kilometern. "Das Konzept sieht vor, nicht immer neue Wege zu eröffnen, sondern die bestehenden durch die Knotenpunktwegweisung miteinander zu verbinden", sagt Birgit Kunkel, Pressesprecherin der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH.

Die Verknüpfung werde 2020 auch im Süden des Landes vollständig sein - gute Radlernachrichten für die Regionen Lausitzer Seenland, Elbe-Elster-Land, Dahme-Seenland und Cottbus. "Damit ergeben sich Hunderte neue Tourenmöglichkeiten", sagt Kunkel.

Bremen: Kajen, Kaffee und Worpswede

821 Kilometer Radwege gibt es in Bremen - und bis 2025 soll sich die Alte Neustadt in eine sogenannte Fahrradzone verwandeln: Die norddeutsche Hansestadt zelebriert sich gern als radlerfreundlich, sie rangiere europaweit auf dem dritten Platz der Fahrradstädte, heißt es auf ihrer Website. Was ist dran an den Versprechungen? Am besten einfach ausprobieren: auf unterschiedlichen Touren, für die hier interaktive Karten zur Verfügung stehen.  

Die noch recht neue 15 Kilometer lange Tour "Kaffee, Kajen und Kultur" führt durch die alten Hafenanlagen, zu historischen Schuppen und Speichern und bringt Radler in die Bremer Überseestadt, eines der größten städtebaulichen Projekte Europas.

"Die alte Kajenmeile am Europahafen ist heute eine lebendige Promenade, die in den Abendstunden in das orangerote Licht der untergehenden Sonne taucht", schreibt Maike Bialek, Leiterin der städtischen Tourismuskommunikation. Wie viel derzeit wirklich dort los ist, hängt natürlich auch von den Entwicklungen in der Corona-Pandemie ab.

Ins Grüne dagegen führt die ebenfalls neu ausgetüftelte Radroute "Stadt, Land, Kunst". 62,4 Kilometer lang ist die Tour durch Bremens Umland, sie führt vorbei an Kanälen, Flüssen und Wiesen.

Als Ausflugs­lokale bieten sich Melchers Hütte oder der Hof Bavendamm mit hausgemachtem Kuchen an. Höhepunkt der Radroute: das Künstlerdorf Worpswede, mitgegründet von Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. Hier gibt es ein ganzes Jahrhundert an Kunst und Kultur zu entdecken.

Hamburg: Auf Velorouten durch die Stadt

Deutschlands zweitgrößte Stadt will fahrradfreundlicher werden. Seit 2016 gibt es das "Bündnis für den Radverkehr" - und inzwischen eine Website, auf der die sogenannten Velorouten der Hansestadt verzeichnet sind. Es handelt sich dabei um 14 stadtweite Routen mit einer Gesamtlänge von etwa 280 Kilometern. Eine Karte stellt dar, wie sich das im Ausbau befindliche Netz entwickelt.

Ende diesen Jahres soll der größte Teil vollendet sein, neue Schilder werde es bis spätestens 2021 geben. "Noch bestehen die Hamburger Fahrradwege vielerorts aus einzelnen Abschnitten", heißt es auf der Internetseite. Mit den Velorouten wollte man sie zu einem lückenlosen Wegenetz verbinden. Immerhin: Zwölf Routen gibt es schon, die das Zentrum mit den äußeren Stadtteilen verbindet.

"Die Velorouten verlaufen vielfach im Nebenstraßennetz sowie teilweise auch in Grün- und Landschaftsbereichen", teilt die Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) mit. "Wegen der vorhandenen Hamburger Stadtgeografie - mit sternförmig auf das Zentrum ausgerichteten Straßenverläufen - ist aber auch die Führung entlang stärker befahrener Straßen teilweise unumgänglich."

"Ich persönlich kann viele Routen empfehlen, um die Stadt noch einmal neu zu entdecken - auch als gebürtige Hamburgerin", sagt Gianna Niemeyer von der BWVI. Schön sei die Route 4 an der Alster entlang, den Leinpfad hoch Richtung Alsterdorf.

"Ansonsten lohnt sich auch immer ein Abstecher nach Wilhelmsburg auf der Velo 11 und von dort zurück durch den Hafen/Elbtunnel oder über die Elbbrücken (Velo 10) – oder andersherum. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf den Hafen und das Wasser."

Hessen: Bergstraße und Kirschbäume

Mit der 2019 eröffneten Rheinschleife hat Hessen eine Verbindung geschaffen zwischen zwei bereits vorhandenen Radrouten der Bergstraße. Die neue 39 Kilometer lange Strecke führt den Radler entlang an fruchtbaren Feldern, von Lorsch über Einhausen und Bürstadt nach Lampertheim an den Altrhein. 

"Auf dem Weg zu einem der größten Naturschutzgebiete Hessens warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, gastronomische Angebote und Freizeitaktivitäten", teilt Hessen Tourismus mit. Der Radführer Bergstraße steht hier als Download zur Verfügung.

Ebenfalls seit einem guten Jahr gibt es den 22 Kilometer langen Kirschradweg rund um Witzenhausen im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. "Da Kirschen gern am Berghang liegen, empfehlen wir wegen zweier starker Steigungen ein E-Bike", sagt Claudia Lewerenz von Hessen Tourismus. Die beste Reisezeit: "Sicherlich vor allem zur Ernte, aber auch zur feurig leuchtenden Laubfärbung, wie natürlich im kommenden Frühjahr auch wieder zur schneeweißen Blüte." ​​

Mecklenburg-Vorpommern: Rad-Romantik und Grabower Küsschen

Neun Radfernwege und 21 Rundtouren führen kreuz und quer durch Mecklenburg-Vorpommern. Der letzte Neuzugang, eine schöne Tagestour, ist die Romantik-Route zwischen Greifswald und Wolgast. "Ein sehr dünn besiedelter Landstrich und in diesen Zeiten sehr zu empfehlen", sagt Katrin Hackbarth, Pressesprecherin des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern.

"Die aus Vorpommern stammenden Romantiker Caspar David Friedrich, Friedrich August von Klinkowström, Karl Gottlieb Lappe und Philipp Otto Runge stehen im Mittelpunkt der Themenradroute, die auf insgesamt 54 Kilometern wichtige Lebens- und Motivstationen dieser Protagonisten passiert." 

Rund um Ludwigslust gibt es seit zwei Jahren acht sogenannte Entdeckerrouten, die Radlerinnen und Radler per App erkunden können. Sie führen durch die Barockstadt im Südwesten Mecklenburgs und in die umliegenden Orte Grabow und Neustadt-Glewe. Auf der "Grabower Handwerkertour" kommt man an der alten Pfeffernussfabrik vorbei, in der heute berühmte Süßwaren herstellt werden - die Grabower Küsschen.

Die App zeigt die jeweiligen Routenverläufe, gibt Hintergrundinformationen zu Ausflugszielen entlang der Strecke sowie zu An- und Abreise mit der Bahn.

Niedersachsen: Etappenziel Hofladen

Radeln macht hungrig - aber auf diesen Routen brauchen Sie wahrlich kein Proviant mitzunehmen: Rund um das Steinhuder Meer gibt es seit 2018 die sogenannte Hofladentour, die an rund 20 landwirtschaftlichen Betrieben vorbeiführt. "Das Konzept verbindet eine Radtour mit einem gesunden, klimabewussten Einkauf", schreibt das niedersächsische Tourismusmarketing.

Um bei der Tour durch idyllische Landschaften auch noch den Wocheneinkauf erledigen zu können, bräuchte man zwar mindestens einen leeren Fahrradanhänger. Aber vielleicht ist es auch schon reizvoll, eine Fahrradtasche mit regionalen Produkten direkt vom Erzeuger - etwa Eier, Milch, Fleisch oder Marmelade - vollzupacken.

Eine ganz andere Attraktion bietet Ostfriesland: In Norden-Norddeich führt ein 33 Kilometer langer Rundkurs per Smartphone-App und Geokoordinaten zu vier Stationen, an denen Radfahrer Krimi-Kurzgeschichten des Autors Klaus-Peter Wolf hören können. "Das interaktive Konzept stellt in rund 90 Minuten den kriminalistischen Spürsinn der Teilnehmer selbst auf die Probe", heißt es in der Beschreibung zur "Krimiküsten"-Tour. Eigentlich wollte das Nordseeheilbad Ende Mai zu geführten Krimi-Radtouren einladen, bei der Drehorte und Schauplätze des "Ostfriesenkillers" angesteuert werden. Diese finden jedoch bis auf Weiteres nicht statt. Die Radtouren in Eigenregie sind dagegen möglich.

Nordrhein-Westfalen: Radeln zwischen Pott und Apfelbäumen    

Stahlküche, Grubenfahrt, Bahntrassenradeln: Wie könnte eine Radtour durch das Ruhrgebiet ohne Industriekultur auskommen? Mit den 15 sogenannten RevierRouten bietet Nordrhein-Westfalen spannende Strecken für Anfänger und Profis. Hier lässt sich "die Geschichte des Ruhrgebiets per Rad entdecken", wie es auf der Webseite heißt.

Kulturlandschaft und Landwirtschaft statt Industriegeschichte gibt es dagegen auf der Rheinischen Apfelroute: 120 Kilometer weit geht es durch die größte Obst- und Gemüseanbauregion Nordrhein-Westfalens. Der Rhein hier, die Höhenzüge der Eifel da - die Strecke führt unter anderem nach Bornheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg.

Die Wege? Verkehrsarm und gut asphaltiert, wie es heißt. Die Highlights? Blühende Obstplantagen, saftige Gemüsefelder, außerdem Obsthöfe, Hofläden und Cafés.

Rheinland-Pfalz: Dorfschönheiten und Dreifelder Weiher

"In Dreifelden lohnt sich der kurze Abstecher zur Brücke am See, die mir einen wunderbaren Blick über den Dreifelder Weiher bietet." Diesen Tipp schreibt Maja Büttner, Mitarbeiterin der Westerwald TouristikService, über den Radrundweg Seenplatte. Er ist einer von zwei neuen thematischen Rundwegen in der Mittelgebirgsregion.

Startpunkt ist Steinebach an der Wied, dann folgen knapp 20 Kilometer Strecke, die auch gut für Familien mit Kindern geeignet ist. "Ein Highlight ist der große Abenteuerspielplatz bei Steinen-Dreifelden. Dieser Waldspielplatz lockt den Nachwuchs zu stundenlangem Spiel: eine schöne Belohnung nach der halben Tour."

Die zweite neue Route im Westerwald ist die 14 Kilometer lange AHRound-Tour mit Start und Ziel in Hahn am See - "eine schöne kleine Runde über alte Dörfer", wie es in der Beschreibung heißt. Sie liegt zwischen Selters und Dornburg, Wirges und Westerburg. "Besonders erwähnenswert sind die Fachwerkbauten, aber auch manch alte Kapelle", schreibt Maja Büttner. "Die kleine Kapelle von Eisen, ein Ort, der zu Meuth gehört, ist besonders hübsch." 

Saarland: Radeln und lauschen 

Rund 700 Kilometer Radwege gibt im Saarland, der Großteil verläuft abseits der Verkehrsstraßen. "Besonders der SaarRadweg ist als Flussradtour sehr beliebt", sagt Susanne Renk, Pressereferentin der Tourismus Zentrale Saarland. Die Route ist familienfreundlich und führt völlig eben entlang des Saarufers von Sarreguemines in Frankreich bis nach Konz, wo Saar und Mosel aufeinander treffen.

Neu ist dort die Lauschtour - ein kostenloser Audioguide per App. Per Smartphone erfahren Radlerinnen und Radler an 15 sogenannten Lauschpunkten entlang des SaarRadwegs mehr über Land und Leute. Das Angebot verspricht "unterhaltsame und persönliche Geschichten von vor Ort", Infos zu Sehenswürdigkeiten, außerdem kommen Menschen aus der Region zu Wort. Nähert man sich dann einem der Punkte, vibriert das Smartphone. "Dann heißt es: kurz anhalten, hören und schauen!"

"Seit es E-Bikes gibt, ist auch der Saarland-Radweg gut zu fahren", sagt Renk. "Vorher waren es nur sportlich Tourenfahrer, die sich diese schöne Radtour ausgesucht haben."

Sachsen: Heizen im Erzgebirge

Mitten durch das Erzgebirge führt die Mountainbike-Tour "Stoneman Miriquidi". Sie ist 162 Kilometer lang, führt über 4400 Höhenmeter und neun Gipfel und ist - eigentlich - ein grenzüberschreitendes deutsch-tschechisches Abenteuer.

Wegen der Coronakrise und der geschlossenen Grenze musste sich jedoch der Tourismusverband Erzgebirge etwas einfallen lassen - und hat spontan eine neue Streckenführung hinzugefügt: die Stoneman c-Edition: "Mit neuen Trails, mehr Wasser, neuen Ausblicken", heißt es auf der Webseite. Was Mountainbiker erwartet: "55 neue Kilometer zwischen Eibenstock im Westen und Rittersgrün im Osten. Dazu die Highlight-Gipfel Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg, Auersberg und Fichtelberg."

Sachsen-Anhalt: Startpunkt Schleuse

Von der Doppelsparschleuse Hohenwarthe bis zum Großen Wusterwitzer See: Die neueste Strecke in Sachsen-Anhalt ist der 69 Kilometer lange Elbe-Havel-Radweg. Ansonsten listet das Land regionale Touren auf seiner Website.

Neu sei beispielsweise das Knotenpunktnetzsystem im Elb-Havel-Winkel, teilt die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mit. Die Rundkurse verbinden die überregionalen Radwege Elberadweg, Havel-Radweg und Altmarkrundkurs und bieten Halb- oder Ganztagestouren mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten - von Kultur bis Natur.

Schleswig-Holstein: Aufsatteln und Meer sehen

Ob Wasservogel-Route, Tour zu Gutshäusern oder Familienausflug mit Stopp im Hochseilgarten - an der schleswig-holsteinischen Ostsee wird es Radlerinnen und Radlern nicht langweilig. Schöne Strecken gibt es dort schon lange. Aber nun wurden sie zu Rundtouren zwischen 14 und 65 Kilometern zusammengefasst. Die Strecken liegen im Gebiet zwischen Glücksburg und Travemünde sowie in der Holsteinischen Schweiz und sind unterteilt in "Weitblick-Touren","Binnenland-Touren" und "Ostsee-im-Blick-Touren". DieÜbersicht gibt es online.

Wer lieber richtig Strecke macht, der greife einfach auf den Ostseeküstenradweg zurück. 430 Kilometer weit führt er durch Deutschlands nördlichstes Bundesland - von der Flensburger Förde an der Grenze zu Dänemark über die Eckernförder Bucht und Hohwachter Bucht bis in die Lübecker Bucht. 

Thüringen: Burgen, Barock, Barbarossahöhle

Das neueste Radler-Update in Thüringen ist ein Streckenabschnitt des Unstrut-Werra-Radwegs: Der 113 Kilometer lange Radweg verbindet die Unstrut und die Werra miteinander, verläuft fast ausschließlich auf ehemaligen Bahntrassen, führt an Burgen und Schlössern vorbei und durch die Landschaften von zwei Naturparks. Ausgangspunkt ist Artern, der Endpunkt Diedorf. 

Prädikat "noch nicht so bekannt", sagt Mandy Neumann von der Thüringer Tourismus GmbH. Die Highlights sind unter anderem: die Barbarossahöhle, das Kyffhäuserdenkmal, Schloss Sondershausen, Fachwerkstädte wie Treffurt und Mühlhausen sowie das Barockdorf Bendeleben mit Gutspark und Orangerie. Es zählt zu den ältesten Landschaftsparks in Deutschland und ist Außenstandort der Bundesgartenschau.

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