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Bei einer Konstellation droht der Losentscheid: So kommt Deutschland ins Achtelfinale

kicker-Logo kicker 27.11.2022

Weil Costa Rica Japan überraschte, konnte Deutschland am Sonntag bei der WM 2022 definitiv nicht ausscheiden. Die Nationalelf trennte sich am Abend von Spanien 1:1 und holte ihren ersten Punkt. Die neue Konstellation in der Gruppe E.

Entscheidet am Ende eine Gelbe Karte über das Weiterkommen der DFB-Elf? © IMAGO/SNA Entscheidet am Ende eine Gelbe Karte über das Weiterkommen der DFB-Elf?

Regelwerk der FIFA sieht ungewöhnliche Maßnahme vor

Die wichtigste Erkenntnis nach dem 1:1 gegen Spanien: Das Team von Bundestrainer Hansi Flick hat noch eine passable Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Die neue Konstellationen im Überblick:

Deutschland kommt sicher weiter ...

... mit einem Sieg gegen Costa Rica, sollte Spanien gegen Japan gewinnen.

... wenn Spanien und Japan Remis spielen und Deutschland mit mindestens zwei Toren Differenz gegen Costa Rica gewinnt. Die DFB-Elf würde dann vor den punktgleichen Japanern ins Achtelfinale einzuziehen. Gewinnt Deutschland mit einem Tor Differenz, könnte Flicks Team ebenfalls weiterkommen, wenn es insgesamt mehr Tore geschossen hat als Japan (aktuell beide zwei).

Bei einer Konstellation wird es kompliziert

Gewinnt Japan gegen Spanien und Deutschland gegen Costa Rica, käme es dagegen zwischen Deutschland und Spanien auf die bessere Tordifferenz an, bei der die Spanier durch den 7:0-Auftaktsieg klare Vorteile haben. So richtig kompliziert wird es bei einer ganz bestimmten Konstellation, für die ein Blick ins Regelwerk der FIFA lohnt.

Denn in Kapitel zwölf des FIFA-Reglements zur Weltmeisterschaft ist das Vorgehen bei Punkt- und Torgleichheit vermerkt. Verliert Spanien im dritten Spiel mit 1:2 gegen Japan und Deutschland besiegt im Parallelspiel Costa Rica mit 7:0, haben Deutschland und Spanien vier Punkte, eine Tordifferenz von +6 und eine identische Anzahl an Toren und Gegentoren auf dem Konto, wodurch das dort im zweiten Schritt vermerkte Vorgehen greift.

Der direkte Vergleich ist ausgeglichen

  • Der Rechner zur WM 2002: Wer kommt wie weiter?
  • Die WM-Gruppe E

Zunächst kommt es dann auf die Direktbegegnung zwischen den beiden punktgleichen Mannschaften - also Spanien und Deutschland - an. Weil das direkte Duell 1:1 endete und beide Teams damit gleich viele Punkte geholt, Tore erzielt und Tore kassiert haben, kann anhand dieser Kriterien kein eindeutiger Sieger festgestellt werden.

Das darauf folgende sechste Kriterium sieht vor, mit der Fair-Play-Wertung die Entscheidung über das Schicksal der beiden Mannschaften zu entscheiden. Für jede Gelbe Karte sammelt ein Team einen Minusunkt, bei einer Gelb-Roten derer drei. Für eine Rote Karte gibt es vier Punkte, bei einer zuvor erteilten Gelben Karte sind es gar fünf Zähler Abzug.

Deutschland liegt in der Fair-Play-Wertung zurück

Bei den jeweiligen Auftaktbegegnungen kamen sowohl die Spanier als auch die Deutschen ohne Verwarnung davon, beim Aufeinandertreffen im zweiten Spiel sahen beim DFB drei Spieler Gelb (Kehrer, Goretzka und Kimmich), bei Spanien wurde nur Sergio Busquets verwarnt. Zwei Punkte hat Deutschland daher nun Rückstand und würde bei aktuellem Stand die Wertung verlieren und beim genannten Szenario den Kürzeren ziehen.

Zieht Spanien aber nach und holt zum Abschluss der Gruppenphase zwei Minuspunkte mehr als die DFB-Elf, wäre auch mittels der Fair-Play-Wertung kein klarer Vorteil zu ermitteln.

Beim achten und letzten Kriterium greift die FIFA daher zu einer unorthodoxen Methode und lässt das Glück über das Weiterkommen entscheiden. Per Losentscheid wird dann entschieden, welches Team im Achtelfinale der WM 2022 steht - und welches Team denkbar bitter die frühzeitige Heimreise antreten muss.

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