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1:3 in Hoffenheim: Pleite für den FC – Uth verschießt erneut Elfmeter

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 27.05.2020 Christian Löer
Kann es nicht fassen: FC-Flügelspieler Dominick Drexler © dpa Kann es nicht fassen: FC-Flügelspieler Dominick Drexler

Der 1. FC Köln wartet weiter auf den ersten Sieg nach der Corona-bedingten Pause. Am Mittwochabend unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol nach einem Vortrag ohne Struktur und Geschick  der TSG Hoffenheim mit 1:3 (0:1) Toren. Zwar erwiesen sich die Kölner, die nach der Roten Karte gegen Verteidiger Sebastiaan Bornauw (26.) lange Zeit in Unterzahl spielen mussten, als körperlich wie kämpferisch ebenbürtiger Gegner.

Der verlorene Plan

Doch scheiterten sie wie  zuletzt gegen Mainz und Düsseldorf am Versuch, zurück zu ihrer in der Phase vor der Unterbrechung so effektiven Spielweise zu finden. Nach Baumgartners  Treffern in der elften und 46. Minute hatte Zuber (48.) auf 3:0 erhöht, Florian Kainz nach einer Stunde nur noch den Kölner Ehrentreffer geschafft. Mark Uth vergab in der 77. Minute einen Handelfmeter, bereits am Sonntag gegen Düsseldorf hatte der Angreifer vom Punkt versagt – ein Kuriosum, das zu diesem Abend passte. „Das war die entscheidende Szene. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles versucht“, sagte FC-Keeper Timo Horn.

Gisdol hatte eine überraschende Maßnahme vorgenommen und seinen Kapitän aus der Startformation genommen. Jonas Hector hatte zuletzt Formschwierigkeiten offenbart und machte in Sinsheim Platz für Elvis Rexhbecaj. „Jonas ist nicht bei 100 Prozent. Wir haben vor dem Spiel miteinander gesprochen und gemeinsam entschieden, dass ein Einsatz von Beginn an keinen Sinn macht“, sagte Gisdol vor dem Anpfiff.

5FA176005D40A5E5 (1) © dpa 5FA176005D40A5E5 (1)

Nach den trüben Partien im leeren Heimstadion hatten die Kölner gehofft, es bei der TSG passiver angehen zu können, um zurückzufinden zum etwas zynischen Spiel der Phase vor der Corona-Pause. Doch diese Hoffnung zerstob früh, als Hoffenheim 1:0 in Führung ging. Hübner schlug den Ball auf die rechte Kölner Abwehrseite, wo Kingsley Ehizibue den Raum geöffnet hatte. Bruun Larsen flankte ins Zentrum, wo Baumgartner ohne Begleitung erschien – Skhiri hatte ihn ziehen lassen. Der Österreicher traf durch Horns Beine zum 1:0. Das war schlecht, und es wurde nicht besser. In der 24. Minute sah Sebastiaan Bornauw die Gelbe Karte für einen üblen Tritt auf Baumgartners Wade, doch nach einem Blick auf den Bildschirm am Spielfeldrand musste Felix Brych erkennen, dass das zu wenig war. Der Schiedsrichter zeigte dem Belgier glatt Rot – die richtige Entscheidung, so bitter sie für Köln und den Verteidiger auch war.

Köln stellte auf eine Dreier-Abwehr um, brachte Meré für Ehizibue und war in Unterzahl plötzlich besser. Rexhbecaj probierte einen Abschluss, dann schlug Kaderabek Ismails Schuss von der Torlinie (39.). Köln hatte mehr Ballbesitz, war gefährlicher – schien Zugriff zu finden. In der 41. Minute bemühte Brych wieder den Videoschiedsrichter, erneut brauchte er die Hilfe aus dem Kölner Keller, um einer Fehlentscheidung zu entgehen und Baumgartners zweiten Treffer des Tages zurücknahm. Köln blieb also im Spiel, doch half das alles nichts, denn nur Minuten nach dem Wiederanpfiff war die Partie entschieden: Nach einer schaurigen Kölner Abwehrleistung traf Baumgartner zum 2:0 (46.), zwei Minuten später traf Zuber gegen eine Kölner Abwehr in Auflösung zum 3:0.

Gisdol bringt Modeste, Terodde und Hector

Das war doppelt ärgerlich, weil Hübner weitere drei Minuten später die Gelb-Rote Karte sah und dem eingewechselten Florian Kainz noch das 1:3 (60.) gelang. Es blieb eine halbe Stunde, und tatsächlich bekam der FC noch die Chance auf den Anschluss: In der 77. Minute trat Mark Uth an alter Wirkungsstätte zum Handelfmeter an, und obwohl ihm diesmal niemand den Ball abnehmen wollte, schoss er wie schon gegen Düsseldorf arg haltbar – Baumann parierte.

Doch noch immer blieb genug Zeit, gegen eine nun kollabierende Hoffenheimer Mannschaft noch einmal Druck zu entwickeln. Gisdol brachte Terodde, Modeste und Hector. Doch die Kölner brachten nicht mehr die Energie auf, die Partie noch zu drehen.

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