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Bayern München kürzt Gehalt von Kimmich und ungeimpften Mitspielern

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 21.11.2021 RP ONLINE

München. Mehrere noch ungeimpfte Fußballprofis des FC Bayern München müssen einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge auf Teile ihres Gehalts verzichten.

 Joshua Kimmich (Archivfoto). © Sven Hoppe Joshua Kimmich (Archivfoto).

Wie die Bild am Sonntag berichtete, werden alle Spieler, die wegen einer fehlenden Corona-Impfung in Quarantäne müssen, in dieser Zeit nicht mehr bezahlt. Die Bayern wollten diese Meldung nicht kommentieren.

Am Donnerstag soll den ungeimpften Spielern der Münchner laut BamS mitgeteilt worden sein, dass ihr Gehalt aus der Quarantäne-Woche rückwirkend abgezogen wird. Damit wollen die Bayern-Bosse um den Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn, Präsident Herbert Hainer, Sportvorstand Hasan Salihamidzic und Finanzchef Jan-Christian Dreesen ein Zeichen setzen und den Druck für eine Impfung erhöhen.

Noch ohne Schutz sollen neben Kimmich (26) auch die Nationalspieler Serge Gnabry (26) und Jamal Musiala (18) sowie Eric Maxim Choupo-Moting (32) und Michael Cuisance (22) sein. Einzig Cuisance soll von der Maßnahme ausgenommen sein, weil er nicht in Quarantäne musste. Für Kimmich bedeutet die Streichung bei einem geschätzten Jahresgehalt von etwa 20 Millionen Euro rund 384.000 Euro Verlust pro Woche.

Zuletzt hatten sich wegen der COVID-19-Infektion von Nationalspieler Niklas Süle unter anderem die Bayern-Stars Kimmich, Gnabry, Musiala und Choupo-Moting als Kontaktpersonen in Quarantäne begeben müssen. Die Spieler sollen laut der Zeitung "sehr überrascht" von den Maßnahmen gewesen sein. Im Rest der Mannschaft sollen diese jedoch auf Zustimmung stoßen.

Kimmich fehlte am Freitag bei der überraschenden 1:2-Niederlage im Derby beim FC Augsburg, da er als ungeimpfte Kontaktperson eines Corona-Infizierten erneut in Quarantäne musste. Laut einer Verordnung der Stadt München haben Angestellte ab dem 1. November keinen Anspruch auf quarantänebedingten Verdienstausfall, wenn das passiert, weil sie ungeimpft sind.

Angesichts der stark steigenden Corona-Infektionszahlen in der vierten Welle wird in Deutschland mittlerweile über ein 2G-Modell für aktive Sportler diskutiert. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann sagte am Freitagabend angesprochen auf die Debatte um eine Impfpflicht im Fußball der ARD: „Ich weiß nicht, warum Profisportler jetzt eine Impfpflicht brauchen und andere nicht.“

Genau das fordert aber zunehmend die Politik. Wenn im Stadion das 2G-Modell (Geimpfte und Genesene) gelte, solle dies auch für Aktive in Betracht gezogen werden, sagten unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

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