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Borussia hat das Glück verlassen

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 14.06.2020 RP ONLINE

Mönchengladbach. Beim 1:2 bei Bayern München hatte Borussia viele unglückliche Momente. Der entscheidende Treffer kurz vor Schluss könnte dazu der eine Rückschlag zu viel sein im Kampf um die Champions League, meint unser Autor.

 Kurz vor Schluss kassierte Borussia in München das 1:2. © Matthias Balk Kurz vor Schluss kassierte Borussia in München das 1:2.

Es ist noch gar nicht so lange her, da sprach man bei Borussia häufiger mal vom Glück. In der Hinrunde holte das Team in den ersten Monaten unter Trainer Marco Rose in einigen Partien Punkte, obwohl es nicht so gut spielte, dass es einen Sieg verdient gehabt hätte. Das war auch ein Grund dafür, dass die Gladbacher lange Tabellenführer in der Bundesliga waren und sie bis heute noch auf einem Champions-League-Platz stehen. Dass sie am Ende aber nicht auf einem der ersten vier Ränge stehen könnten, liegt daran, dass sie das Glück verlassen hat. Das zeigte das 1:2 bei Bayern München, das ein Rückschlag zu viel im Kampf um die Königsklasse gewesen sein könnte.

Denn die Borussen mussten sich am Samstagabend gegen vieles erwehren, was über den Gegner Bayern München hinausging. Marcus Thuram, der dominante Offensivspieler der Gladbacher, musste schon nach wenigen Minuten verletzt vom Platz. Dann patzte Yann Sommer, einer der besten Keeper der Liga in dieser Saison, nach 25 Minuten, kurz nachdem Breel Embolo eine hundertprozentige Torchance vergeben hatte. In der Halbzeit musste dann auch noch Nico Elvedi, einer der besten Borussen in der ersten Halbzeit, ausgewechselt werden. All das machten Roses Mannen wett, weil sie mutig spielten, sich nicht beeindrucken ließen, dem Tabellenführer und (fast sicheren) kommenden Meister Paroli geboten haben. Gladbach hatte sogar Möglichkeiten, das Spiel selbst für sich zu entscheiden – doch dann gab es wieder eine Unachtsamkeit, die hart bestraft wurde mit dem Siegtreffer durch Leon Goretzka in der Schlussphase. Und der tut nicht nur tabellarisch vermutlich richtig weh, sondern auch emotional.

Denn eigentlich war es nach der 0:1-Niederlage in Freiburg, die ebenfalls durch eine Unachtsamkeit bei einem Standard entstanden war, ein Auftritt, der Mut machen sollte. Nun geht Borussia aber unter Umständen in die letzten drei Spiele, ohne die Champions-League-Qualifikation in der eigenen Hand zu haben. Bayer Leverkusen spielt am Sonntagabend bei Schalke 04, das in dieser Rückrunde erst ein Spiel gewonnen hat – gegen Borussia am 18. Spieltag im Januar. Ein Punktgewinn der Leverkusener würde bedeuten: Die Gefahr, die in den vergangenen Wochen schon herrschte, ist greifbar und tabellarisch sichtbarer denn je. Und es könnte sein, dass Gladbach sogar drei Siege in den übrigen Partien gegen Wolfsburg, in Paderborn und gegen Hertha BSC nicht reichen werden, um am Ende zu den Top 4 gehört.


Galerie: Dank Kai Havertz ist Bayer Leverkusen wieder auf Champions-League-Kurs. Durch den zweiten Doppelpack seines Offensivstars (7. Minute/58. Foulelfmeter) binnen einer Woche und eines weiteren Treffers von Sven Bender (81.) gewann das Team von Trainer Peter Bosz am Samstag das wichtige Rhein-Derby bei Borussia Mönchengladbach verdient mit 3:1 (1:0). (RP ONLINE)

Rose muss seinem Team einimpfen, dass es viele gute Dinge gab, die es aus München mitnehmen kann. Sie war den Bayern, wenn sie auch personell geschwächt waren, ebenbürtig, hätte beinahe die Siegesserie von elf Pflichtspiel-Erfolgen in Folge beendet. Mit diesem Wissen muss Borussia die letzten Spiele angehen, sie hat die Fähigkeit, all diese Partien zu gewinnen. Das ist auch Pflicht, um die Chance auf die Champions League zu bewahren. Und eventuell hat Gladbach das Glück doch nicht verlassen und Leverkusen patzt – vielleicht ja schon auf Schalke.

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