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FC-Dauerläufer im Derby-Interview: Skhiri: „Unsere Fans werden uns fehlen“

EXPRESS-Logo EXPRESS 11.03.2020 Alexander Haubrichs
Zwei Garanten für den FC-Aufschwung: Ellyes Skhiri (l.) und Torjäger Jhon Cordoba feiern nach dem 5:0-Sieg in Berlin. © dpa Zwei Garanten für den FC-Aufschwung: Ellyes Skhiri (l.) und Torjäger Jhon Cordoba feiern nach dem 5:0-Sieg in Berlin.

In der Euphorie um Serien-Torschütze Jhon Cordoba (26), Abwehr-Hüne Sebastiaan Bornauw (20) und die jungen Wilden geht Ellyes Skhiri (24) bisweilen ein bisschen unter. Dabei ist der Mittelfeld-Dauerläufer eine wesentliche Stütze beim phänomenalen Comeback des einstigen Tabellenletzten, der auf dem Sprung ins gesicherte Mittelfeld ist.

Vor dem Derby in Mönchengladbach (Mittwoch, 18.30 Uhr/Sky) sprach EXPRESS exklusiv mit dem tunesischen Mittelfeld-Spieler über seinen Spitznamen „El Flaco“ (der Dünne), sein Zusammenspiel mit Jonas Hector und die Gründe für die FC-Wende.

Mönchengladbach hat mit Patrick Herrmann schon länger seinen „Flaco“, seit dieser Saison haben Sie den Spitznamen nach Köln gebracht. Kennen Sie Herrmann und wie kamen Sie zu dem spanischen Spitznamen?

Skhiri: Klar kenne ich den Spieler, aber ich wusste nicht, dass er auch diesen Spitznamen hat. Bei mir ist Lucas Barrios, der früher bei Borussia Dortmund war, dafür verantwortlich. Er spricht ja spanisch und nannte mich eines Tages so – und dabei ist es geblieben.

Wie sehen Sie die vergangenen Wochen?

Es ist schon unglaublich, was wir in den letzten Wochen geschafft haben. Wir haben eine großartige Serie, sind als ganze Mannschaft extrem fokussiert. So kann es weitergehen. Wir bleiben dran und wollen so eine starke Restsaison spielen.

Sie gehören zu den Dauerläufern in der Mannschaft. Gegen Schalke beispielsweise waren es in der ersten Hälfte mehr als sieben Kilometer – ein unglaublicher Wert!

Das ist eine meiner großen Qualitäten, ich bin schon immer viel gelaufen. Um der Mannschaft zu helfen, bin ich bereit, jeden Meter zu gehen. Ich stelle mich in den Dienst des Teams, damit kann ich ihm am meisten helfen.

Sie sind furios in die Saison gestartet, fielen dann in ein kleines Loch. Ist das fast typisch für einen Spieler, der wegen des Afrika-Cups kaum Pause hatte?

Unabhängig davon ist es ja normal, dass man im Fußball gute und schlechte Phasen hat. Im Herbst sind wir alle in ein Loch gefallen, es war schwierig für mich, aber auch für die gesamte Mannschaft. Jetzt fühle ich mich sehr gut, körperlich bin ich auf einem Top-Level und versuche das auch, Spieltag für Spieltag abzurufen.

Mit Jonas Hector bilden Sie ein starkes Mittelfeld-Duo...

Das stimmt. Wir harmonieren richtig gut miteinander, die Kommunikation funktioniert. Ich denke, wir ergänzen uns perfekt und das macht uns so stark. Davon profitieren wir auch als Team.

Die Fans singen schon von Europa. Ändern sich Eure Ziele?

Nach unserem Saisonstart ist es fast schon verrückt, dass überhaupt darüber gesprochen wird. Wir tun gut daran, immer nur auf das nächste Spiel zu schauen.

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Das Hinspiel gegen Mönchengladbach war eine große Enttäuschung. Wie gehen Sie in das Rückspiel?

Das erste Derby in Köln war wirklich kein gutes Spiel von uns. Wir konnten nicht das abrufen, was wir uns vorgenommen haben und was nötig gewesen wäre, um Mönchengladbach gefährlich zu werden. Das wollen wir diesmal anders machen. Klar ist aber auch, sie sind in der Tabelle über uns und bleiben Favorit. Aber in einem Derby ist alles möglich.

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Das Spiel findet vor leeren Rängen statt. Was macht das mit Euch Spielern und ändert das was an der Ausgangslage?

Natürlich ist das schade fürs Derby. Aber wir müssen diese Entscheidung verstehen und respektieren. Die Gesundheit und die Sicherheit der Menschen hat einfach Priorität und ist wichtiger als Fußball. Auch wenn uns unsere Fans fehlen werden, müssen beide Teams mit diesen Bedingungen zurechtkommen – und es ist ein wichtiges Spiel für uns und unsere Fans, in dem wir bereit sein müssen, alles zu geben.

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