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Heute vor 10 Jahren: Robben-Magic im Old Trafford

90min-Logo 90min 07.04.2020 Florian Bajus
Manchester United v Bayern Muenchen - UEFA Champions League © Alex Livesey/GettyImages Manchester United v Bayern Muenchen - UEFA Champions League

In der Saison 2009/10 traf der FC Bayern im Viertelfinale der Champions League auf Manchester United. In zwei packenden Duellen setzten sich die Münchner dank der Auswärtstorregel durch, entscheidend für das Weiterkommen war eines der wichtigsten und schönsten Tore von Arjen Robben. Heute vor zehn Jahren traf der Niederländer volley ins linke Toreck. 

Schon das Hinspiel in der Allianz Arena war von einem Duell auf Augenhöhe geprägt. Nach der frühen Führung durch Wayne Rooney (2.) traf Franck Ribéry per abgefälschtem Freistoß zum 1:1 (76.), in der Nachspielzeit gelang Ivica Olic schließlich das wichtige Siegtor für die Gastgeber, die unter der Leitung von Louis van Gaal erstmals seit 2001 das Champions-League-Finale erreichen sollten.

Eine Woche darauf stand mit dem Rückspiel im Old Trafford eine der schwierigsten Aufgaben im europäischen Fußball bevor. Unter Sir Alex Ferguson waren die Red Devils für ihre Heimstärke bekannt, ein guter Start wäre also wichtig gewesen, um sich nicht vom Publikum einschüchtern zu lassen. Schlechter hätten die Bayern aber kaum in diese Partie hineinfinden können. United dominierte nach Belieben und traf wie schon im Hinspiel früh zur Führung, als Darron Gibson Hans-Jörg Butt nach nur drei Minuten überwand. Der an diesem Abend überragende Nani legte in Minute sieben nach, erzielte in der 41. Minute sogar das 3:0. 

Olic hält Bayern am Leben

Doch wie schon im Hinspiel gehörte Olic das letzte Wort - zumindest in der ersten Hälfte. Der Kroate, im Sommer ablösefrei vom Hamburger SV gekommen, erzielte in der 43. Minute das Anschlusstor zum 3:1. Damit stand es in der Addition 4:3 für United, die Bayern brauchten also nur noch ein Tor, um das Halbfinale zu erreichen. 

Ivica Olic © Alex Livesey/GettyImages Ivica Olic

Entscheidend für die Wende in der zweiten Halbzeit war das Tor von Ivica Olic kurz vor dem Pausenpfiff

Beflügelt von Olics Anschlusstreffer kam die Mannschaft schwungvoll aus der Kabine, spielte druckvollen Fußball und war obendrein ein Mann mehr, als Uniteds Außenverteidiger Rafael in der 50. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde. In Überzahl wurde die bayrische Brust immer breiter, Torhüter Hans-Jörg Butt blieb ob der riskanten Spielweise aber keineswegs beschäftigungslos. Der Routinier hatte Glück, dass Nani seine missglückte Faustabwehr nicht verwertete (55.) und parierte wenig später glänzend gegen den Portugiesen (63.). 

Robbens Traumtor

Auch die Bayern kamen zu zahlreichen Chancen, Franck Ribéry (59.), Mario Gomez (68.), Bastian Schweinsteiger (71.) und Arjen Robben (73.) blieben jedoch allesamt erfolglos. Erst im Anschluss an Robbens Versuch sollte das so dringend benötigte Tor fallen: Ribérys Flanke von der linken Eckfahne landete beim an der Strafraumkante völlig blank postierten Niederländer, dessen flache Direktabnahme unhaltbar im langen Eck einschlug (74.). In der Schlussphase verteidigten die Bayern beherzt, hätten um ein Haar noch den Ausgleich erzielt und durften sich nach dem Schlusspfiff über den Einzug ins Halbfinale freuen.

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Ein Jahr im Zeichen von Arjen Robben

Die Saison 2009/10 markiert den Beginn der wohl erfolgreichsten Ära seit den 1970er Jahren, Robben hatte daran einen nicht unerheblichen Anteil. Der Außenstürmer, kurz vor dem Ende der Sommertransferperiode für 25 Millionen Euro von ​Real Madrid verpflichtet, fand sich nach dem Tapetenwechsel rasch zurecht und lieferte 23 Tore samt 8 Assists in 37 Pflichtspielen. 

Viele seiner Treffer waren von großer Bedeutung, so wie beim 3:2 in Bremen, dem 2:1 gegen Freiburg oder in den Pokalwettbewerben. Unvergessen sind der Sololauf zum 1:0 im DFB-Pokal-Halbfinale auf Schalke, das entscheidende Tor bei der verrückten 2:3-Niederlage im Champions-League-Achtelfinale gegen die AC Florenz und jener Volleyschuss in Manchester. Mit Toren wie diesen verhalf Robben dem FC Bayern zur Rückkehr in die internationale Spitze, seine Krönung sollte aber erst nach zwei Final-Niederlagen in der Königsklasse (2010, 2012) sowie dem verlorenen WM-Finale in Südafrika folgen.

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