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Hilft die Arminia dem HSV? - FCN oder KSC: Wer rettet sich?

kicker-Logo kicker 24.06.2020 kicker.de

Nachdem der Aufstieg des VfB so gut wie sicher ist, stehen am 34. Spieltag vor allem vier Partien im Fokus. In jeweils zwei Fernduellen fällt die Entscheidung, wer in die Relegation darf und wer muss: Der HSV trifft auf Sandhausen und hofft auf Schützenhilfe von Bielefeld, das den Dritten aus Heidenheim empfängt. Und im Keller ist nur dann alles klar, wenn Nürnberg in Kiel gewinnt - dann nutzt Karlsruhe auch ein Sieg in Fürth nichts mehr.

Heidenheim setzt zum Sprung in die Bundesliga an - Karlsruhe und Coach Christian Eichner (r.) kämpfen um den Klassenerhalt. © imago images Heidenheim setzt zum Sprung in die Bundesliga an - Karlsruhe und Coach Christian Eichner (r.) kämpfen um den Klassenerhalt.

Kampf um Platz 3 - wer machts? HSV hofft auf die Arminia

Auf der Alm beendet Bielefeld am Sonntag eine großartige Saison, der Meister könnte sich eigentlich zurücklehnen und das letzte Spiel gegen Heidenheim und den Abschied aus dem Unterhaus genießen. Doch Coach Uwe Neuhaus hat versprochen, der Verantwortung gegenüber allen Teams gerecht zu werden. So gezeigt beim jüngsten 3:3 in Karlsruhe, als der DSC nach 3:0-Vorsprung schon wie der sichere Sieger aussah, der knallhart fightende Abstiegskandidat aber eine Aufholjagd kurz vor Schluss krönte und seine Chance wahrte, Konkurrent Nürnberg noch überflügeln zu können. Apropos: Nicht überflügeln lassen will sich der FCH vom HSV - mit einem Sieg wie in der vergangenen Saison (2:1) würden die Schwaben ihren Ein-Punkte-Vorsprung und damit Rang 3 in jedem Fall sichern. Erneut also ist heftige Gegenwehr für die Arminia zu erwarten, von Heidenheim in allen bisherigen Zweitliga-Vergleichen immer gezeigt (Bilanz 1/6/2 aus Sicht der Ostwestfalen) und angekündigt von Gäste-Coach Frank Schmidt: "Wir geben immer alles bis zur letzten Sekunde. Das ist unsere DNA."

Nicht DNA, aber doch Programm scheint zu sein, dass dem HSV auf der Zielgeraden die Luft ausgeht. "Eindrucksvoll" veranschaulicht in der vergangenen Spielzeit mit nur einem Sieg ab Spieltag 26, schwächeln die Hanseaten nun erneut. Seit dem Re-Start und - Duplizität der Ereignisse - dem 26. Spieltag, denn seither gelangen nur zwei Dreier und es stehen etliche späte Punktverluste zu Buche, wie zuletzt in Heidenheim (1:2). Jetzt "müssen wir unseren Job gegen Sandhausen machen", fordert Dieter Hecking, der um den seinen bangen muss. Der Relegationsplatz ist noch drin: Bei einem eigenen Erfolg gegen Sandhausen und einem Punktverlust von Heidenheim - oder wegen der besseren Tordifferenz bei einem Remis, wenn der FCH in Bielefeld verliert.

VfB verabschiedet Gomez, Darmstadt Grammozis

Durch den 6:0-Kantersieg in Nürnberg steht die Rückkehr des VfB in die Bundesliga quasi fest - ein anderes Szenario ist nicht nur für Stuttgart (58 Punkte) wegen der um elf Treffer besseren Tordifferenz gegenüber Heidenheim (55) schlichtweg nicht denkbar. Beim Abschied von Mario Gomez, der seine Karriere beendet und sicherlich von Coach Pellegrino Matarazzo das Startelf-Mandat erhält, gastiert Darmstadt im Ländle. Alle rechnerischen Eventualitäten würden sich erübrigen, käme es zu einem Remis: Das würde auch den Lilien gut zu Gesicht stehen, stünde dann doch beim Abschiedsspiel von Coach Dimitrios Grammozis definitiv Platz 5 zu Buche.

Schauplätze Kiel und Fürth: Wer muss in die Relegation?

Weil die Tordifferenz von Dresden (31 Punkte, -26) und Wehen Wiesbaden (31, -24) zu schlecht ist, ist der Relegationsplatz (Karlsruhe, 34, -12) in weiter Ferne und das Duo wohl zum Abstieg verdammt. Für die Badener geht es um den direkten Klassenerhalt, im Fernduell gilt es den 1. FC Nürnberg (15., 36 Punkte, Tordifferenz -13) zu überholen. Unterschiedlicher könnten die Gefühlswelten der beiden Kontrahenten nicht sein: Der FCN ließ dem 6:0 in Wiesbaden ein desolates 0:6 gegen Stuttgart folgen, und statt schon mit einem Remis dem Ligaverbleib ganz nahe zu kommen, machte sich der Club auch die bessere Tordifferenz zunichte. "Wenn wir so spielen, haben wir keine Chance", weiß Keeper Mathenia. Bekommen die Franken in Kiel nun wieder die Kurve? Nur mit einem Sieg bleibt der Altmeister sicher drin, während bei einem Remis oder einer weiteren Pleite der Relegationsplatz droht.

Dass ausgerechnet der fränkische Erzrivale Fürth bei seinem Heimspiel gegen Karlsruhe das Zünglein an der Waage spielen kann, sorgt für eine besondere Pointe. Während Nürnberg die Klatsche gegen den VfB schwer im Magen liegt, sorgte der KSC als Muster von Kampfkraft und Wille beim 3:3 nach 0:3 gegen Bielefeld für eigenen Rückenwind. Schaffen die Mentalitätsmonster aus Baden noch den Sprung auf Rang 15? Die Voraussetzung dafür kann das Team von Christian Eichner nur mit einem Sieg schaffen. Wird sich die SpVgg nach Kräften wehren? Für das Kleeblatt ist bei optimalem Verlauf mit einem Sieg noch Platz 6 möglich: Höheres TV-Geld täte dem Budget der Fürther sicherlich gut - auf der anderen Seite ist ein Schelm, wer Böses denkt.

Rest der Liga in Positionskämpfe verstrickt

Auch der siebtplatzierte Hannover spechtet auf Rang 6, den der Gast aus Bochum innehat. Wer den Dreier holt, macht einen Platz gut (96) oder hat wie der VfL zumindest die Chance dazu. Weitere Positionskämpfe stehen auch im direkten Duell der Tabellennachbarn Regensburg und Aue an, weiter nach oben könnte es auch noch gehen für Osnabrück (in Dresden) und St. Pauli (in Wiesbaden).

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