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Kohfeldts neuer Luxus - Baumann formuliert einen Wunsch

kicker-Logo kicker 26.11.2020 kicker.de

Mit der gleichen Elf spielen, die Bayern geärgert hat, oder sich spezifischer den Stärken des Gegners anpassen? Werder-Coach Florian Kohfeldt hat aktuell Luxusprobleme.

Er will mit Bremen in Wolfsburg direkt nachlegen: Werder-Coach Florian Kohfeldt. © imago images Er will mit Bremen in Wolfsburg direkt nachlegen: Werder-Coach Florian Kohfeldt.

Dass sich die Dinge verändert haben an der Weser wird schon deutlich, wenn Florian Kohfeldt über die Personalsituation referiert. Im Vorjahr musste Werders Trainer aufgrund vieler Ausfälle oft das nehmen, was er kriegen konnte, vor dem Gastspiel am Freitag in Wolfsburg kann er sich angesichts des gut gefüllten Kaders und des Leistungsanstiegs mittlerweile mit einer Grundsatzfrage befassen. Einerseits nämlich sagt er, "hat mir kein Spieler in München den leisesten Grund gegeben, an der Startaufstellung etwas zu verändern. Andererseits aber hat der VfL andere Stärken und Schwächen als der FC Bayern."

Die Vorzüge des Gegners rattert Kohfeldt anerkennend herunter. "Hohe Einzelqualität und dennoch eine große Kompaktheit, sie sind gut im Pressing, im Umschalten, spielstark und verfügen über eine gute Physis." Eine Fülle von Vorzügen beim Gegner, die ihm in der vergangenen Saison noch Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben, mittlerweile aber ist das Vertrauen zurück, dass seine Formation bestehen kann - sowohl unter den Spielern als auch beim Trainer. "München", bekennt er, "hat uns gut getan." Weil das Ergebnis und der Auftritt achtbar waren. Und weil dies auch öffentlich registriert und gewürdigt wurde. "Wir haben in der Vergangenheit - zu Recht - viel Kritik bekommen. Natürlich tut es allen gut, wenn es dann von vielen Seiten Lob gibt. Die Botschaft, die wir mitnehmen aus dem 1:1 ist: Wir ziehen Selbstbewusstsein daraus, dürfen aber auch nicht nachlassen, die Aufmerksamkeit ist das Entscheidende."

Kohfeldt kann es sich angesichts der beim Rekordmeister nachgewiesenen Stabilität leisten, auf Hauruck-Aktionen zu verzichten. Milos Veljkovic zum Beispiel könnte er nach seinen Adduktorenproblemen womöglich in einen Wettlauf mit der Zeit schicken und hätte genau dies in der vergangenen Spielzeit auch gemacht, vor Wolfsburg sagt er: "Ich bin mir sicher, dass wir noch eine Woche abwarten. Es folgen im Dezember und Januar viele Spiele, unsere Innenverteidigung war zuletzt sehr stabil, wir sollten kein Risiko eingehen."

"Ich habe den Eindruck, dass die Sorge um den Verein genutzt wird, um persönliche Rechnungen zu begleichen." - Frank Baumann

Die neue Stabilität war ein ausdrücklicher Wunsch des Coaches - für alle Bereiche. Kohfeldt hatte kürzlich öffentlich den Zusammenhalt der viel zitierten Werder-Familie beschworen. Mit Ex-Aufsichtsrat Willi Lemke und Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer waren zwei Alt-Werderaner indes mit öffentlicher Kritik ausgeschert. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass alle in die gleiche Richtung gehen", sagt Kohfeldt zu den weiter schwelenden Konflikten, "aber wir müssen auch aushalten, dass es Meinungsverschiedenheiten gibt."

Sein Sport-Geschäftsführer wird bei diesem Thema wesentlich deutlicher. "Ich habe den Eindruck, dass die Sorge um den Verein genutzt wird, um persönliche Rechnungen zu begleichen", positioniert sich Frank Baumann klar, "das finde ich persönlich nicht gut." Sein Ansatz ist dieser: "Ich würde mir wünschen, dass wir mehr miteinander als übereinander reden."

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