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Nationalspieler begründet Paris-Verbleib: Darum wechselte Draxler nicht nach Leverkusen

EXPRESS-Logo EXPRESS 07.10.2020 Marcel Schwamborn
Julian Draxler bei einer Trainingseinheit im Kölner Südstadion. © Herbert Bucco Julian Draxler bei einer Trainingseinheit im Kölner Südstadion.

Am Mittwoch wird Julian Draxler (27) eine Nationalmannschaft als Kapitän auf das Feld im Rhein-Energie-Stadion führen, die in dieser Form noch nie zusammen gespielt hat – und es auch wohl nie wieder tun wird. Dennoch freut sich der Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain auf die Aufgabe. „Es ist eine ähnliche Situation wie 2017 beim Confed-Cup, wo wir viele junge Spieler dabei hatten, die noch nicht viele Länderspiele hatten. Ich bin auf alle Fälle bereit“.

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Draxler kann sich nun voll und ganz auf die Länderspiele konzentrieren, denn bis zuletzt gab es noch Spekulationen um seine Zukunft. Nachdem er in der vergangenen Saison bei PSG meist nur auf der Bank gesessen hatte, hatte nicht nur Joachim Löw (60) ihm einen Vereinswechsel nahe gelegt. Doch das Thema ist vom Tisch: „Die Situation macht es nicht einfach für alle zu wechseln. Manche Vereine sind in diesen Zeiten vorsichtig. Aber Julian hat zuletzt wieder gespielt. Das hat mich auch zufriedengestellt. Ein Spieler mit seiner Qualität muss regelmäßig spielen“, sagt der Bundestrainer.

Bayer Leverkusen zeigte Interesse an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers. Doch Draxler blieb lieber in Paris. „Es gab natürlich Überlegungen, zusammen mit der Familie und dem Berater, sich zu verändern in diesem Jahr, da braucht man auch nicht groß rum reden“, sagte Draxler am Dienstag zum EXPRESS. „Das vergangene Jahr ist sportlich nicht so gelaufen, wie ich es wollte. Aber aufgrund mehrerer Faktoren wollte ich in diesem Jahr keinen Schnellschuss machen: Sei es wegen Corona, sei es dass die Mannschaft nicht das nötige Geld aufbringen konnte, die Ablöse zu bezahlen oder sei es der sportliche Reiz, der bei mir nicht unbedingt da war, zu einem Klub zu wechseln, von dem ich nicht hundert Prozent davon überzeugt war. Das Gesamtpaket muss einfach stimmen.“

Julian Draxler und Julian Brandt beim Training in Köln. © Herbert Bucco Julian Draxler und Julian Brandt beim Training in Köln.

Außerdem läuft es derzeit für Draxler in Paris. In dieser Saison stand er schon in fünf Meisterschaftsspielen auf dem Platz, erzielte zwei Tore. „Es gab ein Gespräch Anfang des Jahres mit Thomas Tuchel, in dem er mir versichert hat, dass alles von der Leistung abhängt. Dass er nach wie vor davon überzeugt ist, dass ich ein guter Spieler bin und meine Chancen bekommen werde“, sagt der 27-Jährige. „Ich habe mich bewusst entschieden, in Paris zu bleiben. Im nächsten Jahr wird man sicherlich sehen, was passiert. Wenn mein Vertrag ausläuft, ist schon mal der Faktor Ablöse nicht mehr gegeben. Dann werde ich sicherlich mehrere und interessantere Möglichkeiten haben als dieses Jahr.“

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Zunächst will Draxler seinen Kritikern erst einmal beweisen, dass er sich im Aufschwung befindet. „Gerade nach der vergangenen Saison war es für mich wichtig, gut in die neue Saison zu starten. Ich habe auch ein bisschen davon profitiert, dass wir Chaos im Verein hatten – mit Corona und gesperrten Spielern. Für mich war es wichtig, wieder einen Rhythmus zu bekommen. Ich habe jetzt mehrere Spiele über 90 Minuten oder einen längeren Zeitraum gemacht. Das fing mit der Nationalmannschaft an, das tat mir sehr, sehr gut. Und jetzt bin ich in einem guten Rhythmus und hoffe, dass ich das in den kommenden drei Spielen unter Beweis stellen kann.“

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