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Null Tore in 36 Spielen: Kein Witz: Ex-Bundesliga-Flop ist jetzt Top-Scorer Europas

EXPRESS-Logo EXPRESS 19.10.2020 Thomas Werner
Raphael Holzhauser (l.), hier 2012 im Duell mit BVB-Mann Marcel Schmelzer, hat offenbar außerhalb von Deutschland mittlerweile sein Glück gefunden. © picture alliance / dpa Raphael Holzhauser (l.), hier 2012 im Duell mit BVB-Mann Marcel Schmelzer, hat offenbar außerhalb von Deutschland mittlerweile sein Glück gefunden.

Seine Bilanz in der Bundesliga ist – wohlwollend ausgedrückt – nicht gerade berauschend. 36 Spiele hat Raphael Holzhauser (27) zwischen 2012 und 2014 für den VfB Stuttgart und den FC Augsburg in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert. Kein einziges Tor ist dabei herausgekommen, nur vier Assists sind in der Statistik dokumentiert. Kein Ruhmesblatt, auch für einen Mittelfeldspieler.

Raphael Holzhauser ist einer der Top-Scorer in ganz Europa

Da überrascht es umso mehr, wie sehr der Österreicher aktuell außerhalb der Bundesliga durchstartet. Denn Holzhauser gehört derzeit zu den besten Scorern in ganz Europa!

13 Scorerpunkte (sieben Tore, sechs Vorlagen) stehen nach neun Spielen für Holzhauser zu Buche, der seit Sommer 2019 das Trikot von Aufsteiger Beerschot VA (Stadtteil von Antwerpen) in der ersten belgischen Liga trägt. Der Underdog steht auf Platz drei, nur einen Punkt hinter Platzhirsch und Champions-League-Teilnehmer FC Brügge. Und Holzhauser hat maßgeblichen Anteil daran.

Raphael Holzhauser: Karriere-Neustart in der belgischen ersten Liga

Zuletzt steuerte er zum 6:3-Sieg gegen St. Truiden wieder ein Tor und zwei Vorlagen bei. „Es ist schwer zu sagen, warum es so gut läuft“, sagte er kürzlich der österreichischen Agentur APA. Europaweit ist derzeit nur Frank Castaneda (26, Sheriff Tiraspol, Moldau) besser, er hat für seine 15 Scorerpunkte aber auch schon 13 Spiele gebraucht.

Prominente Vertreter wie Robert Lewandowski (FC Bayern, sieben Tore, drei Assists) oder Harry Kane (Tottenham, fünf Tore, sieben Assists) liegen hinter Holzhauser, haben allerdings wiederum auch weniger Spiele absolviert.

Raphael Holzhauser: Start in Belgien alles andere als glücklich

Der Ex-Bundesliga-Flop hat in Belgien offenbar sein Glück gefunden. Und das, obwohl der Start bei Beerschot alles andere als glücklich verlaufen war: 2019 wechselte der Österreicher zum belgischen Zweitliga-Klub, war vorher drei Monate vereinslos. Die Belgier stellten nach dem Aufstieg ein Erstliga-Team zusammen, wurden aber jäh ausgebremst.

Raphael Holzhauser (VfB Stuttgart) gegen Andreas Ottl (FC Augsburg). © picture alliance / dpa Raphael Holzhauser (VfB Stuttgart) gegen Andreas Ottl (FC Augsburg).

Denn Konkurrent KV Mechelen, vorher wegen Spielmanipulation bestraft, legte Einspruch gegen den verwehrten Aufstieg ein – und durfte auf Ansage des Sportgerichts dann doch aufsteigen. Beerschot guckte in die Röhre, Holzhauser auch. Aber: Das Jahr in Liga zwei formte auch einen neuen Spielstil. „Ich bin körperlich robuster geworden”, beschreibt der Ex-Stuttgarter.

Debüt in der Nationalelf: Raphael Holzhauser startet richtig durch

Und die Belohnung folgte auf dem Fuß: Beim 2:1-Sieg gegen Griechenland am 7. Oktober feierte der Mittelfeldmann sein Debüt in der Nationalmannschaft Österreichs. Spielt er so weiter, könnte er auch bald wieder für Bundesliga-Teams interessant werden. Laut dem Portal „Tranfermarkt.de” liegt sein Marktwert (noch) bei knapp über zwei Millionen Euro.

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