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Saisonende nach 25 Spieltagen: Das wären die Folgen vergangener Saisons gewesen

90min-Logo 90min 23.03.2020 Stefan Janssen
Eintracht Frankfurt v Werder Bremen - DFB Cup © TF-Images/GettyImages Eintracht Frankfurt v Werder Bremen - DFB Cup

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin fest im Griff, bekanntermaßen ruht auch die Bundesliga. Ob sie fortgesetzt werden kann, ist ungewiss, ebenso der Ausgang der Saison falls nicht. Vielleicht endet sie einfach mit der aktuellen Tabelle, was den ​FC Bayern erneut zum Meister machen und ​Werder Bremen gegebenenfalls in die zweite Liga schicken würde. Wie hätte die Abschlusstabelle der Bundesliga eigentlich ausgesehen, wenn sie in den vergangenen Jahren ebenfalls nach dem 25. Spieltag abrupt beendet worden wäre? 

2015/16: Hertha in der Champions League, Stuttgart hält Klasse souverän

FBL-GER-BUNDESLIGA-BERLIN-MAINZ © ROBERT MICHAEL/GettyImages FBL-GER-BUNDESLIGA-BERLIN-MAINZ

Nach 25 Spieltagen der Saison 2015/16 war ​Hertha BSC auf Rang drei und und damit bester vom Rest, denn die Bayern und der ​BVB waren an der Spitze längst enteilt. Das hätte Champions League bedeutet, es reichte am Ende aber nur noch gerade so als siebter in die Europa League. Bayer Leverkusen wäre nach 25 Spielen gar nicht im internationalen Geschäft dabei, schaffte es aber statt Hertha in die Königsklasse.

Auch für den VfB Stuttgart wäre ein plötzliches Ende der Saison praktisch gewesen: Die Schwaben waren nämlich souverän elfter und hatten ganze zehn Zähler Vorsprung auf Rang 17 - also auf den Platz, auf dem sie letztlich landeten und in die 2. Bundesliga abstiegen. Der VfB holte nämlich nur noch zwei Punkte. 

 2014/15: BVB ohne internationales Geschäft, Stuttgart muss runter

FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-WOLFSBURG © PATRIK STOLLARZ/GettyImages FBL-GER-BUNDESLIGA-DORTMUND-WOLFSBURG

In dieser Saison gelang dem VfB Stuttgart genau das Gegenteil zum Folgejahr, als es dann runter ging: Nach 25 Spielen waren die Cannstatter Tabellenletzter und wären mit dem SC Freiburg abgestiegen, der SC Paderborn hätte es zumindest noch in die Relegation geschafft. Stuttgart wurde aber doch noch 14., Paderborn stieg mit Freiburg ab und der HSV rettete sich im Nachsitzen.

2014/15 war auch die letzte Saison von Jürgen Klopp als Trainer des BVB. Es war ein absolutes Seuchenjahr, nach der Hinrunde waren die Dortmunder auf Rang 17. Wäre die Saison nach 25 Spielen beendet worden, hätte die famose Aufholjagd in der Rückrunde nicht genug Zeit gehabt und die Schwarz-Gelben hätten als zehnter die Europa League verpasst.

 2013/14: Stuttgart schon abgestiegen

FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-STUTTGART © PATRIK STOLLARZ/GettyImages FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-STUTTGART

Und wieder der VfB: Auch in der Spielzeit 2013/14 waren die Stuttgarter nach 25 Spieltagen auf einem Abstiegsplatz, letztlich konnten sie aber noch den 1. FC Nürnberg sowie den Hamburger SV überholen und die Klasse halten. Der Club stieg direkt ab, Hamburg kam in die Relegation.

2012/13: Düsseldorf bleibt drin, Hoffenheim muss in die zweite Liga

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH-DUSSELDORF © GUENTER SCHIFFMANN/GettyImages FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH-DUSSELDORF

Die TSG Hoffenheim rettete sich 2013 erst in der Relegation gegen den 1. FC Kaiserslautern, bei einem früheren Saisonende wären sie aber direkt ins Unterhaus abgestiegen. Dazu hätte auch ein Spieltag früher gereicht, denn erst am allerletzten überholten sie die Fortuna aus Düsseldorf noch und schickten den Aufsteiger wieder runter. Das war für die Düsseldorfer sehr bitter: Nach 25 Spieltagen waren sie noch 15. und hatten neun Punkte Vorsprung auf Hoffenheim.

 2011/12: Freiburg erwischt es

FBL-GER-BUNDESLIGA-FREIBURG-BAYERN-MUNICH © THOMAS KIENZLE/GettyImages FBL-GER-BUNDESLIGA-FREIBURG-BAYERN-MUNICH

Neben dem 1. FC Kaiserslautern verabschiedete sich auch der 1. FC Köln nach Ende der Saison 2011/12 aus der 1. Bundesliga. Ein vorzeitiges Saisonende hätte den Kölnern als Tabellen-13. geschmeckt. Stattdessen wäre Freiburg als Vorletzter abgestiegen - und nicht noch 12. geworden.

2010/11: Bayern verpasst die Champions League, Gladbachs Story verläuft anders

RESTRICTIONS / EMBARGO - ONLINE CLIENTS © PATRIK STOLLARZ/GettyImages RESTRICTIONS / EMBARGO - ONLINE CLIENTS

Der BVB wurde 2011 souverän Deutscher Meister, Bayern musste in die Champions-League-Qualifikation. Bei einem früheren Saisonaus hätte allerdings Hannover 96 diesen dritten Platz inne gehabt - und die Bayern wären hinter Mainz sogar nur Fünfter geworden. 

Seit der Rettung 2011 schreibt ​Borussia Mönchengladbach eine Erfolgsstory nach der nächsten, doch bei einem vorzeitigen Saison-Aus wäre es wohl ganz anders verlaufen - denn dann wären die Fohlen abgestiegen. Selbiges gilt für den 1. FC Kaiserslautern, den es dann ja ein Jahr später erwischtt. Nach 25 Spieltagen waren die Pfälzer 2010/11 noch auf einem Abstiegsplatz, letztlich wurden sie aber sogar noch siebter.

Das alles sehr zum Leidwesen von Eintracht Frankfurt und dem FC St. Pauli. Auf den Rängen 12 und 13 war der Vorsprung auf den Tabellenkeller zwar nicht Riesengroß, doch ein Saisonende zu diesem Zeitpunkt hätte ihnen den direkten Abstieg, der dann in der Realität folgte, erspart.

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