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Statement! Durrant düpiert den Superstar

sport1.de-Logo sport1.de 26.08.2020 SPORT1
Glen Durrant (Bild) verpasst Michael van Gerwen in der Premier League eine Abreibung © Getty Images Glen Durrant (Bild) verpasst Michael van Gerwen in der Premier League eine Abreibung

Was für eine Demonstration!

Der dreimalige BDO-Weltmeister Durrant zerlegt den dreimaligen PDC-Weltmeister Michael van Gerwen nach allen Regeln der Kunst mit 7:3 und holt sich am achten Spieltag der unibert Premier League Darts in Milton Keynes (LIVE auf SPORT1 im Free-TV und Livestream) die Tabellenführung zurück. (SERVICE: Tabelle der unibet Premier League Darts)

Vor dem Match hatte der Niederländer das Spiel seines Kontrahenten noch als "gut, aber langweilig" bezeichnet. Aber genau darin liegt seine Stärke, wie auch SPORT1-Experte Robert Marijanovic feststellte: "Ein starkes Spiel von Durrant. Wieder unauffällig, aber effektiv in der Statistik."

Der Knackpunkt der Partie war an diesem Abend das fünfte Leg. Eine 167 checkte der Duzza per Bulls Eye zur 3:2-Führung und nutzte den Flow direkt für drei weitere Leggewinne. Erst beim Stand von 2:6 konnte sich der niederländische Superstar wieder auf dem Scoreboard eintragen und zum 3:6 verkürzen. Das war aber nur noch Ergebniskorrektur.

Wie verdient der Sieg war, zeigt der Blick auf die Statistiken. Der Engländer legten einen bärenstarken 3er Average von 104,43 Punkten hin. Mighty Mike konnte mit 98,18 Punkten nicht dagegenhalten. Dazu überzeugte der Duzza mit über 58 Prozent Checkouts und drei 180ern.

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MvG gelang nur einmal die perfekte 180 und konnte lediglich drei seiner acht Checkout-Chancen verwerten.

Der Absturz des Rob Cross geht weiter

Die diesjährige unibert Premier League Darts ist eindeutig nicht die Veranstaltung von Rob Cross. Der Weltmeister von 2018 verlor am achten Spieltag in Milton Keynes  auch gegen Michael Smith und rutschte nach der 3:7-Pleite auf den letzten Tabellenplatz.

Schon der Start des 29-Jährigen verlief alles andere als nach Plan. Schnell lag der Engländer mit 0:3 hinten. Dann zeigte er aber nochmal seine alte Klasse und kämpfte sich auf 3:3 zurück ins Spiel. Vor allem bei seinem ersten gewonnen Leg zeigte er beim Checkout, zu was er eigentlich in der Lage ist.

Bei 143 Rest wählte er mit Triple 18 und Triple 19 den ungewöhnlichen Weg über die Double 16 zum Checkout. Aber er lieferte und nutzte dieses Hoch zum Ausgleich.

Danach schlichen sich aber wieder Unsicherheiten ein. Besonders schmerzhaft war der verpasste Checkout beim Stand von 3:5. Statt eine 150 auszumachen, versagten ihm seine Nerven. Mit Rest 20 musste The Voltage zuschauen, wie der Bully Boy seinen 86er Checkout zum 6:3 nutzte.

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Auch im letzten Leg konnte er ein 77er Checkout nicht nutzen. Smith sagte erneut Danke und holte sich da entscheidende Leg zum 7:3.

Daryl Gurney mit starkem Lebenszeichen

Vor dem achten Spieltag stand Super Chin als Tabellenletzter mit dem Rücken zur Wand. Nach dem 7:5-Erfolg gegen Nathan Aspinall meldet sich Gurney aber stark zurück.

Die Entscheidung in einem bis zum Ende spannenden Duell fiel im siebten Leg, als Gurney einen Patzer von The Asp nutzte. Als der Engländer ein 98er Checkout verpasste, war der Nordire zur Stelle und krallte sich das Break zum 4:3.

Diesen Vorspung gab er nicht mehr her und holte sich die so wichtigen Punkte, um am Judgement Day vielleicht doch noch unter die besten Acht zu springen.

Wie knapp der Sieg war, zeigen die Statistiken. Mit einem Average von 103.01 Punkten lag Aspinall über fünf Punkte vor Gurney (97,95) und auch bei den 180ern lag er in Front. Insgesamt gelangen ihm fünfmal perfekte drei Würfe, während Gurney lediglich dreimal dieses Kunststück vollbrachte.

Aber am Ende gaben wieder einmal die Checkouts den Ausschlag. Hier lieferte der Nordire grandiose 63,64 Prozent, während Aspinall nur jedes dritte Checkout nutzen konnte.

Price mit Gala gegen Anderson

Der Waliser stand vor dem Duell mit Gary Anderson auf Rang sieben der Tabelle und damit mit dem Rücken zur Wand. Aber der ehemalige Rugbyspieler zeigte seine Nervenstärke und deklassierte seinen Kontrahenten regelrecht mit 7:1.

Der Schotte musste breits zwei eigene Anwürfe abgeben, ehe er zum 1:4 verkürzen konnte. Der Leg-Gewinn war allerdings nur ein kurzes Strohfeuer.

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Price war heute zu stabil und holte sich mit den nächsten drei Legs den wichtigen Sieg. Ausschlaggeben war vor allem die Checkout-Quote. Während Price mehr als jeden dritten Leg-Dart nutzen konnte, traf Anderson gerade einmal die Doubles bei acht Versuchen.

Damit feiert der 35-Jährige einen wichtigen Sieg mit Blick auf den baldigen Judgment Day und kann nun sogar nach oben in der Tabelle schauen. Die vier Topplätze sind wieder in Reichweite.

Dementsprechend zufrieden war Price auch nach dem Match. "Ich bin noch nicht qualifiziert. Ich brauchte heute einen Sieg, um Druck auf die anderen Spieler auszuüben und das hab ich geschafft. Daher bin ich glücklich", zog der Waliser bei Sky Sports Fazit.

Allerdings schien Price mit einigen Dingen im Vorfeld der Partie nicht ganz einverstanden zu sein. So wurde im Einspieler auf der Leinwand unter anderem ein möglicher 7:0-Erfolg Andersons eingeblendet. Dies hat der Waliser eindrucksvoll widerlegt, wirkte aber auch nach dem Duell noch leicht angefressen.

Alle Spiele des 8. Spieltags im Überblick:

Anderson - Price 1:7

Aspinall - Gurney 5:7

Smith - Cross 7:3

van Gerwen - Durrant 3:7

Wright - de Zwaan

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