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Verliert Spanien absichtlich? Was gegen den Gruppensieg spricht

ran.de-Logo ran.de 01.12.2022 RAN
Verschwörungstheorien der Marca © Imago Verschwörungstheorien der Marca

Von Kai Esser

München - Nach dem 1:1 zwischen Spanien und Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Katar ist in Gruppe E noch alles offen. Spanien führt mit vier Punkten vor Japan, Costa Rica (jeweils drei) und Deutschland (ein Punkt).

Um Weiterzukommen, braucht Deutschland (gegen Costa Rica) Schützenhilfe von Spanien (gegen Japan).

Wenn Japan nicht gewinnt, reicht Deutschland in jedem Fall ein Sieg mit zwei Toren Differenz.

DFB-Spieler bitten Spanier Carvajal und Olmo um Schützenhilfe

"Jetzt müsst ihr auch für Deutschland gewinnen", soll Antonio Rüdiger zu seinem Real-Madrid-Teamkollegen Dani Carvajal gesagt haben. Die Antwort des Rechtsverteidigers: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir auf Sieg spielen werden.".

Auch Lukas Klostermann und David Raum baten Vereinskamerad Dani Olmo von RB Leipzig um Unterstützung. "Sie haben mir dasselbe gesagt", berichtete Olmo: "Aber es spielt keine Rolle, weil wir gewinnen wollen, um sicher im Achtelfinale zu sein."

"Die einst unbesiegbare Mannschaft bittet jetzt um Hilfe. Sie fleht, dass ihr geholfen wird", schrieb die "Marca" daher.

Nach Ansicht der größten Sportzeitung des Landes und anderer spanischer Medien könnte die "Seleccion" gar nicht so erpicht auf den Gruppensieg sein.

Denn: Der Erste der Gruppe E trifft auf den Tabellenzweiten der Gruppe F, der Zweite aus der Deutschland-Gruppe auf den Gruppensieger aus Gruppe F. Dort kämpfen Kroatien, Marokko und Belgien noch um die zwei begehrten Plätze.

Mit Platz zwei würden die Spanier aber auch Brasilien im Viertelfinale aus dem Weg gehen, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ihre Gruppe mit Schweiz, Serbien und Kamerun gewinnen werden.

Enrique versichert: "Können sicher sein, dass wir gewinnen"

Spaniens Trainer möchte von all diesen Rechenspielen jedoch nichts wissen. "Die Weltmeisterschaft ist so ein kurzer Wettbewerb, dass es keinen Sinn macht, auf ein Spiel zu spekulieren", sagte der 52-Jährige. "Es ist nicht Teil unserer Mentalität, auf dem Platz spazieren zu gehen oder ein 1:0 zu verteidigen. Und das ist etwas, was diese Mannschaft vermittelt."

Dass das DFB-Team auf Schützenhilfe angewiesen ist, weiß auch der ehemalige Trainer des FC Barcelona.

"Deutschland muss erst einmal daran denken, Costa Rica zu schlagen, die eine tolle Mannschaft sind. Dann können sie auf uns schauen. Aber sie können sich sicher sein, dass wir gewinnen werden. Unser Ziel ist, als Gruppenerster weiterzukommen", versprach der Asturier Enrique.

Erinnerungen an die "Schande von Gijon"

In seiner Geburtsstadt fand vor mehr als 40 Jahren bei der WM 1982 die "Schande von Gijon" statt, an die nun einige Medien wieder erinnern. Damals gewann die DFB-Elf gegen Österreich im letzten Vorrundenspiel 1:0, so dass beide Teams eine Runde weiterkamen und die punktgleichen Algerier ausschieden. Entsprechend groß war die weltweite Empörung über die vermeintliche Absprache,

Seitdem finden die letzten Gruppenspiele bei Weltmeisterschaften zur gleichen Zeit statt, weshalb gezielte Schiebung oder Taktieren auf ein bestimmtes Ergebnis kaum möglich ist.

Bei einer spanischen Niederlage könnte Deutschland sogar mit einem Kantersieg über Costa Rica das Achtelfinale erreichen. Und gewinnt überraschend Costa Rica, wäre Spanien ganz raus.

Spanien: 33 Prozent der Marca-Leser wollen lieber Gruppenzweiter werden

Daher ist es unwahrscheinlich, dass die erfolgsverwöhnte Mannschaft des Weltmeisters von 2010 gezielt auf Platz zwei spielt.

Auch, wenn sich das 33 Prozent der "Marca"-Leser laut einer Umfrage wünschen würden (Stand: 30.11., 10:45 Uhr).

Zudem würde Enrique damit seine Zusage an Hansi Flick nicht einhalten können. "Wir haben uns nach dem Spiel die Hand geschüttelt und uns versprochen, uns im Finale wiederzusehen", so Enrique auf seinem Twitch-Kanal.

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