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Wer ist Gladbach-Trainer 1b nach Hennes Weisweiler?

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 21.04.2020 RP ONLINE

Mönchengladbach. Es gibt für immer nur einen besten Borussia-Trainer. Darum fragen wir: Wer ist der Beste nach Hennes Weisweiler? Stimmen Sie ab.

Es ist eine Frage, die sich eigentlich verbietet. Der, der sie stellt, könnte auch fragen: Ist die Erde eine Scheibe? Oder: Dreht sich die Sonne um die Erde? Wer nach dem besten Borussia-Trainer aller Zeiten fragt, der stellt infrage, was nie und nimmer infrage gestellt werden darf, soll oder muss: Es ist für immer und in alle Ewigkeit Hennes Weisweiler. Er hat die Fohlenelf erfunden, er hat Borussias Team dreimal zum Meister, einmal zum Pokalsieger und einmal zum Uefa-Cup-Gewinner gemacht, seine Borussia war eine der besten Mannschaften der Welt. Jeder andere Trainer, der folgte, muss zwangsläufig in Weisweilers Schatten stehen. Wir stellen aber sechs Männer zur Wahl, um die 1b in der Liste der Gladbach-Trainer zu küren. Udo Lattek ist einer davon, zwei Meisterschaften und einen Uefa-Cup holte er mit Gladbach, führte es zudem in ihr einziges Landesmeister-Finale. Lattek rundete die großen 1970er ab, sie begannen mit dem ersten Meistertitel, er ließ es mit dem Uefa-Cup-Triumph ausklingen. Jupp Heynckes beerbte ihn und machte in der Post-70er-Dekade sehr viel aus wenig Geld, er entwickelte tolle Spieler wie Lothar Matthäus, Uwe Rahn oder Hans-Jörg Criens ganz im Sinne des weisweilerschen Gedankens. Borussia machte legendäre Spiele in seiner Ära, doch ein Titel blieb ihm und seiner Gladbach-Generation verwehrt. Bernd Krauss stand in bester Trainerfohlen-Tradition: Er war „Co“ und stieg dann zum Chef-Trainer auf. Vor allem traute er sich was: Er führte die Viererkette ein und ließ einen tollen Fußball spielen. Und er war es dann, der mit dem DFB-Pokal 1995 den bis heute letzten Titel mit Gladbach holte. Hans Meyer kam 1999, als Borussia ganz unten war: Letzter der Zweiten Liga. Er rettete und baute auf, führte den „Mythos“ zurück in die erste Klasse. Später, 2008, hielt er Borussia dort, als sie wieder auf der Kippe stand. Lucien Favre war auch Retter und Aufbau-Helfer, er übernahm eine sportlich fast tote Borussia und reanimierte sie. Und machte sie bereit für den Raketenstart in eine neue sportliche Zeitrechnung. Er konstruierte ein Gegenmodell zu den großen 70ern, er gab auch der jüngeren Fan-Generation das Gefühl, wirklich Großes zu erleben. Marco Rose ist nun da, um Borussia noch weiter nach oben zu führen. Es lässt sich gut an. Achtmal war er Tabellenführer mit Gladbach. Rose lädt zum Träumen ein. Doch auch bei ihm ist der Maßstab überlebensgroß: Hennes Weisweiler. Die Einschätzung der RP-Reporter Karsten Kellermann: Jupp Heynckes hat als junger Trainer großartige Arbeit in Gladbach gemacht, doch er blieb in seiner Heimat ungekrönt. Lucien Favre ist der Erfinder der neuzeitlichen Borussia. Doch Hans Meyer hat zuvor dafür gesorgt, dass Borussia nicht ins Bodenlose stürzte. Es war ein wichtiger Neuanfang kurz nach der Jahrtausend-Wende ohne des des den nächsten großen Schritt, den Stadionbau, vielleicht so nie gegeben hätte. Sebastian Hochrainer: Borussia ist aktuell dabei, ein recht neues Erfolgskapitel zu schreiben unter Marco Rose. Ohne die Vorarbeit seiner Vorgänger wäre das so schnell keinesfalls möglich gewesen. Doch der Ursprung der Stärke der Mannschaft liegt in der Arbeit von Lucien Favre. Er hat Gladbach wieder zurückgeholt und ein Fundament an fußballerischer Klasse geschaffen, mit dem die weiteren Schritte erst möglich sind. Weil sich Borussia dank der Favre-Jahre eine starke fußballerische DNA erarbeitet hat, die noch heute spürbar ist.
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