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Mitch Evans weiter bei Jaguar: Diese Rolle spielte Mark Webber

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 05.08.2021 Andre Wiegold, Co-Autor: Matt Kew
Mitch Evans hat sich an Mark Webber ein Beispiel genommen © Motorsport Images Mitch Evans hat sich an Mark Webber ein Beispiel genommen

"Du weißt nie, ob das Gras auf der anderen Seite wirklich grüner ist", sagt Mitch Evans, der sich in der Formel E für einen Verbleib bei Jaguar entschieden hat. Der Neuseeländer, der seit 2010 von Ex-Formel-1-Rennfahrer Mark Webber gecoacht wird, hat sich auch bei anderen Teams umgeschaut. Loyalität hat für der 27-Jährigen den Ausschlag gegeben, sich für eine mehrjährige Verlängerung seines Jaguar-Vertrages zu entscheiden.

Evans ist seit dem Formel-E-Debüt des britischen Herstellers in der Saison 2016/17 ein Teil des Teams und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Evans hat sich an Webber ein Beispiel genommen, denn er erklärt: "Er war viele Jahre bei Red Bull und ist dann zu Porsche gewechselt. Er gehört noch immer der Porsche-Familie an. Es gibt viele Vorteile, wenn man loyal ist, aber auch Nachteile, wenn man es schleifen lässt, aber immerhin weiß man, was man hat."

Die Entscheidung war auch wichtig, weil Jaguar seine Entwicklung des Gen3-Autos bis zur Entscheidung seitens Evans verheimlicht hat. "Sie können jetzt ganz offen zu mir sein und ich kann offen zum Team sein. Das ist wirklich sehr wichtig. Es gibt keine Überraschung oder Prozesse, die kommen würden, wenn man einen neuen Fahrer integriert werden muss. Ich denke, dass dieser Aspekt oft in Vergessenheit gerät."

Obwohl sich Evans für Jaguar entschieden hat, war es nicht immer so eindeutig, dass der Neuseeländer Teil des Teams bleiben wird. "Natürlich gab es Zeiten, in denen ich daran gedacht habe, woanders hinzugehen. Das ist für mich völlig normal. Ich habe geschaut, ob ich woanders nicht besser hinpassen würde."

Jedoch hat ihn das Potenzial des Jaguar-Rennstalls letztlich überzeugt: "Wäre die Leistung nicht da, würde ich mich sicher deutlich engagierter woanders umschauen und das Team wechseln. Natürlich haben wir nicht die gleichen Entwicklungsressourcen wie die großen Hersteller Mercedes oder Porsche. Ich denke, dass wir trotzdem eine solide Struktur und ein solides Personal haben."

Und da liegt der Hund begraben: Die Atmosphäre bei Jaguar macht für Evans einen wichtigen Teil seiner Entscheidung aus, dem Team treu zu bleiben. "Ich liebe die Mentalität und die Mitarbeiter", sagt er. "Wenn man geht, gibt es immer das Risiko, dass man mit einer anderen Marke oder einer anderen Kultur nicht so klar kommt."

Kurios: Aufgrund der Coronavirus-Pandemie war es Evans nicht möglich, nach Neuseeland zurückzukehren. Deshalb hat er eine Zeit lang bei seinem Formel-E-Konkurrenten Andre Lotterer gelebt. Der aktuelle Porsche-Werksfahrer hat dem Neuseeländer könnte dem 27-Jährigen womöglich auch die eine oder andere Lektion über Loyalität beigebracht haben, denn Lotterer war jahrelang bis 2018 für Porsche im Langstrecken-Sport aktiv und ist 2020 für die Formel-E zur Marke zurückgekehrt.

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