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Wegen Coronavirus: Grand Prix von Singapur 2021 abgesagt

Formel1.de-Logo Formel1.de 04.06.2021 Stefan Ehlen, Co-Autor: Jonathan Noble

Warum die Formel 1 auch in der Saison 2021 keinen Singapur-Grand-Prix fahren kann und welche Strecken für Ersatzrennen in Frage kommen könnten

Das Formel-1-Rennen in Singapur findet auch in der Saison 2021 nicht statt © LAT Das Formel-1-Rennen in Singapur findet auch in der Saison 2021 nicht statt

Der Singapur-Grand-Prix fällt in der Formel-1-Saison 2021 zum zweiten Mal in Folge aus. Das haben die Behörden in Singapur beschlossen. Sie sehen sich angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie nicht dazu in der Lage, eine Veranstaltung dieser Größenordnung abzuhalten, noch dazu unter strengen Reiseeinschränkungen.

"Es war eine unheimlich schwierige Entscheidung, das Rennen erneut abzusagen", sagt Colin Syn als stellvertretender Vorsitzender des Singapur-Promoters. "Wir müssen jetzt Verantwortung übernehmen, vorsichtig und klug vorgehen. Denn Sicherheit geht immer vor. Und natürlich freuen wir uns auf die Rückkehr der Formel 1 nach Singapur, wenn es wieder sicher möglich ist."

Das Rennen wäre ursprünglich für den 3. Oktober vorgesehen gewesen, als Teil eines "Dreierpacks" mit Sotschi (Russland) in der Woche vorher und Suzuka (Japan) in der Woche danach.

Die Formel 1 selbst hat bislang noch keine Stellungnahme zur Absage herausgegeben. Ein Formel-1-Sprecher äußerte sich lediglich allgemein zum Pandemiegeschehen und meinte: "Wir arbeiten in diesen dynamischen Zeiten weiterhin mit allen Promotern zusammen. Und wir haben viele Optionen, um [den Kalender] anzupassen, sollte das erforderlich werden."

Rennkalender schrumpft auf 22 Rennen

Nach dem Wegfall von Singapur verkleinert sich der Formel-1-Rennkalender 2021 auf 22 Rennen. Die Serie hatte in diesem Jahr ursprünglich erstmals 23 WM-Läufe angepeilt.

Diese Zahl könnte erreicht werden, wenn ein Ersatzrennen für Singapur gefunden wird. In Frage kämen zum Beispiel die Türkei oder China als Austragungsorte, was auch die Logistik begünstigen würde. Sowohl die Türkei als auch China waren als Grand-Prix-Standorte im Kalender geführt worden, wurden jedoch im Saisonverlauf gestrichen.

NÄCHSTES
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Eine weitere Variante für einen Singapur-Ersatz könnte ein zusätzliches Rennen in den Vereinigten Staaten von Amerika sein, wo die Formel 1 nach Suzuka fahren wird, vielleicht in Verbindung mit einer Terminverschiebung vorab. Fixiert ist aber bislang nichts dergleichen.

Weitere Kalender-Änderungen nicht ausgeschlossen

Und: Die anhaltende Coronakrise könnte darüber hinaus für Änderungen am Kalender sorgen. Denn derzeit stehen Brasilien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate auf der "roten Reiseliste" in Großbritannien. Das bedeutet, britische Bürger müssten nach einer Reise dorthin verpflichtend für 14 Tage in eine Hotelquarantäne - und das beträfe die Mehrheit der Formel-1-Teams.

Unklar ist auch, wie Australien mit seiner Planung verfährt. Der Grand Prix in Melbourne ist bereits vom Saisonanfang ans Ende verschoben worden, Australien aber unterhält noch immer strikte Einreisevorschriften. Allerdings ist bis zum neuen Renntermin am 21. November noch etwas Zeit.

Weil in Melbourne aber auf einem semi-permanenten Stadtkurs gefahren wird, braucht es für den Aufbau der Strecke und der dazugehörigen Infrastruktur einen Vorlauf von mehreren Wochen. Eine Entscheidung muss also auch in diesem Fall früh getroffen werden.

"Puffer"-Rennen in Spielberg hilft der Formel 1

Es ist gerade diese Unsicherheit, die über der zweiten Saisonhälfte schwebt, welche die Formel 1 dazu bewegt haben dürfte, in Spielberg ein zweites Rennen auszurichten. Denn damit schafft sich die Rennserie einen gewissen Puffer, sollten später im Jahr weitere Grands Prix wegfallen.

2020 hatte die Formel 1 insgesamt 22 Rennen angestrebt. Die Rennserie kam inmitten der Coronavirus-Pandemie schließlich auf 17 Grands Prix - dank jeweils zweier Rennen in Spielberg, Silverstone und Sachir sowie einiger Ersatzrennen wie Imola, Mugello, Nürburgring, Portimao und Istanbul.

Und im Fall Singapur kommt noch hinzu: Der Rennvertrag mit der Formel 1 läuft in der Saison 2021 aus. Man befinde sich aber "in Gesprächen mit der Regierung und der Formel 1" über eine künftige Zusammenarbeit, so heißt es in einer Stellungnahme der Promoter. "Details wollen wir schon in Kürze vorstellen."

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