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"Wie ein Meteorit": So erlebte Sato den Spielberg-Crash

sport1.de-Logo sport1.de 12.07.2020 Alexandra Müller
Nick Heidfeld und Takuma Sato erleben 2002 einen schlimmen Unfall © Getty Images Nick Heidfeld und Takuma Sato erleben 2002 einen schlimmen Unfall

Beim Großen Preis von Österreich im Jahr 2002 unterlief Nick Heidfeld in seinem Sauber ein Fahrfehler, der damals 25-Jährige krachte mit rund 270 Stundenkilometern in die Seitenwand des Jordan von Takuma Sato.

Beide überstanden den Unfall fast unverletzt, heute spricht man vom "Wunder von Spielberg".

Auch 18 Jahre später erinnert sich Sato noch gut an den Crash. Er befand sich gerade im Zweikampf mit Williams-Pilot Juan Pablo Montoya. Sekunden später stand er mit seinem schwer demolierten Boliden im Kiesbett.

"Wir sind Seite an Seite in Richtung Haarnadel gefahren, als ich plötzlich einen unglaublichen Einschlag spürte. Ich habe gedacht, ein Meteorit würde mich treffen. Niemals auf der Welt hätte mich Juan Pablo so treffen können", erzählte der Japaner im Podcast Beyond the Grid.

Sato: Spielberg größter Unfall

Dass es Heidfeld war, der Sato getroffen hatte, war kaum zu glauben - schließlich befand sich der Deutsche deutlich weiter hinten. "Es war einfach ein so unglaublich großer Einschlag. Da war einfach Schmerz und ich bin fast ohnmächtig geworden", erinnerte sich der heute 43-Jährige.

Sato blieb bei Bewusstsein, doch gerade im Bereich der Beine waren die Schmerzen groß. "Das Cockpit war komplett gebrochen. Man konnte den Kies sehen, der durch das Loch im Monocoque (Sicherheitszelle, in der der Fahrer sitzt, Anm.d.Red.) gekommen war. Meine Beine waren im Monocoque etwas eingeklemmt, und ich dachte nur: Jesus."

Sekunden nach dem Unfall gab es aber bereits Grund zum Aufatmen: Sato konnte seine Beine wieder spüren. "Da wusste ich, dass ich noch in einem Stück bin. Das hat mir geholfen." Die Diagnose: eine Knieverletzung und Gewebeschäden am rechten Oberschenkel.

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Bis heute sei Spielberg 2002 sein "mit Sicherheit" größter Unfall in seiner Karriere gewesen, so der Indy-500-Champion. Dass der Crash ein derart glimpfliches Ende nahm, verdankt Sato Jordan-Technikchef Eghbal Hamidy, der den EJ12 mit der höchsten Nase aller Zeiten designte.

"Wenn das fünf Jahre früher passiert wäre, wären meine Beine vermutlich mehr beschädigt gewesen", ist sich Sato heute sicher.

Sato bleibt dank hoher Nase fast unverletzt

"Warum ich das sage: Ein großes Stück Metall aus Magnesium, der härteste Bestandteil eines Formel-1-Autos, hat mich von Nick Heidfelds Auto an einem der schwächsten Punkte meines Autos getroffen. Und dank der hohen Nase ist das Getriebe unter meinem Knie eingeschlagen."

Und weiter: "Wenn es eine normale Nase gewesen wäre, kann man sich vorstellen, welches Desaster es geworden wäre. Ich kam ohne große Verletzungen davon. Das war erstaunlich."

Bereits beim nächsten Rennen in Monaco konnte Sato seinerzeit wieder an den Start gehen.


Video: Sebastian Vettel wieder auf Kurs kommen (AutoMotoTV)

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