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Chaos bei St. Pauli-Spiel: Sexistische Hetze: Dresden-Fans entrollten ekelhaftes Banner

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 02.12.2018
sexismus: Dieses ekelhafte Banner entrollten Dresdener Fans kurz vorn Ende des Spiels. © Screenshot Facebook / Anna Gallina Dieses ekelhafte Banner entrollten Dresdener Fans kurz vorn Ende des Spiels.

Ein unansehnliches Spiel zwischen St. Pauli und Dresden (1:1) auf dem Rasen, böse, hässliche und auch dramatische Szenen auf der Nordtribüne. Das Remis war von extremen Nebengeräuschen begleitet worden und hatte auch noch ein übles Vor- und Nachspiel.

Bereits vor der Partie hatten Dresdner Anhänger die Toiletten des Gästebereichs zerstört. „Alles kaputt. Die Deckenverkleidungen wurden herausgerissen, die Klos demoliert, Klopapier angezündet“, berichtete Sicherheits-Chef Sven Brux. Den Schaden schätzt er auf rund 10.000 Euro.

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Während des Spiels hatten Dynamo-Krawallos im Umlauf der Nordtribüne randaliert und sich Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften und Polizei in schwerer Montur, die Reizgas einsetzte, geliefert. Drei Ordner wurden nach Vereinsangaben verletzt.

Dresden-Anhänger bepöbeln und bewerfen Polizisten. Die setzen Pfefferspray ein. © Fishing4 Dresden-Anhänger bepöbeln und bewerfen Polizisten. Die setzen Pfefferspray ein.

Ekelhaft: Kurz vor Ende des Spiels wurde im Gästeblock ein riesiges Banner entrollt: „Ihr müsst heute Abend hungern, weil Eure Fotzen mit Euch im Block rumlungern.“ Kurz darauf war zu lesen: „Allen USP-Frauen einen schönen 1. Advent.“ Dazu ein Transparent mit einem Herd. Eine üble Provokation in Richtung der St. Pauli-Ultras.

Ordner und Sanitäter kümmern sich um einen Mann, der zusammengebrochen war. © Fishing4 Ordner und Sanitäter kümmern sich um einen Mann, der zusammengebrochen war.

Nach dem Spiel versuchten Dresdner Chaoten aus dem Block auf den Rasen zu stürmen, wurden jedoch von einem großen Polizeiaufgebot mit Schlagstock und Reizgas in Schach gehalten. Gewaltbereite Anhänger von St. Pauli wiederum sollen laut Augenzeugen versucht haben, in den Gästebereich vorzudringen, wurden aber von der Polizei davon abgehalten und traten die Flucht über den Stadioninnenraum und den Spielertunnel an, wo es zu tumultartigen Szenen kam.

Dramatisch war es kurz nach der Halbzeit im Heimbereich der Nordtribüne zugegangen, wo ein Mann nach einem Zusammenbruch ums Überleben kämpfte, bei einem 20-minütigen Sanitäter-Einsatz reanimiert werden musste und ins Krankenhaus gebracht wurde. Auf MOPO-Nachfrage bestätigte die Polizei am späten Abend, dass der Mann sich nach wie vor auf der Intensivstation befinde. Es besteht weiterhin Lebensgefahr.

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