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Kommentar: Das gefährliche Spiel des Bundestrainers Joachim Löw

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 15.03.2019 Frank Nägele
Joachim Löw am Freitag in Frankfurt © AFP Joachim Löw am Freitag in Frankfurt

Joachim Löw hat sich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Verbannung des Weltmeistertrios Müller/Boateng/Hummels Kritik verbeten. Er fand die negativen Bewertungen  seiner Aktion befremdlich. Das macht aber nichts, denn Kritik ist die Aufgabe der Kritiker. Und in diesem Fall war sie selbst in ihrer schärfsten Form berechtigt.

Joachim Löw sollte klug genug sein, keine Kraft mit der krampfhaften Suche nach  Zustimmung  zu verschwenden. Er wird nach dem WM-Aus, dem Abstieg aus der Top-Gruppe der Nations League und der allgemeinen Lähmung der Nationalmannschaft jeden Funken Energie brauchen, um wieder ordentliche Ergebnisse zu erzielen. An nichts anderem wird der Weltmeister-Trainer von 2014   gemessen.  Bleiben sie aus, wird ein anderer den Job machen. Das relativiert auch die Endgültigkeit aller Entscheidungen, die Löw mit Spielern in der Mitte ihrer Karriere trifft.

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Jonas Hector ist die Position verlorengegangen

Ein Blick auf das Abwehrpuzzle ohne Boateng und Hummels lässt die Verwegenheit des Bundestrainers erkennen. Er hat jetzt die Wahl zwischen den Innenverteidigern Süle, Rüdiger, Kehrer, Tah und Stark. Alle verfügen über Talent und spielen auf hohem Niveau, aber ein Weltklasse-Duo, wie es Jerome Boateng und Mats Hummels eins waren, wird sich auf Anhieb daraus  nicht bilden lassen. Dasselbe gilt für die Außenpositionen, wenn Joshua Kimmich weiterhin im defensiven Mittelfeld spielt. Jonas Hector gehört nicht mehr dazu, weil ihm beim 1. FC Köln die Position verloren gegangen ist. Der Rest wird ein Dauerexperiment zwischen Ginter, Halstenberg, Klostermann und Schulz. Verglichen damit funkelt der Angriff mit den England-Stars Leroy Sané und Ilkay Gündogan vor Klasse.

Vor Joachim Löw liegt eine riesige Herausforderung. Er sollte sich an Kritik gewöhnen.

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