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NFL: Team-Needs vor dem Draft: Noch mehr Unterstützung für Brady?

SPOX-Logo SPOX 23.04.2020 Marcus Blumberg

Heute Nacht steigt die erste Runde des NFL Drafts 2020 (ab 1 Uhr auf SPOX im LIVETICKER sowie im NFL-Network-Livestream bei DAZN ). In diesem Jahr scheinen vor allem Wide Receiver gefragt zu sein, doch auch Cornerbacks, Offensive Tackles und Safeties sollten beliebt sein. Was brauchen die Teams, wo liegen ihre größten Baustellen? SPOX stellt die Needs der Teams vor und gibt einen Überblick über das, was uns in den kommenden drei Tagen erwartet.

Team Needs der NFC East

Dallas Cowboys (Vorjahresbilanz: 8-8)

  • Größte Needs: S, EDGE, CB, Interior OL
  • Picks in den ersten drei Runden: 17, 51, 82

Mit Dak Prescott und Amari Cooper haben die Cowboys die aus ihrer Sicht wichtigsten Free Agents gehalten. Doch damit ging eben Cornerback Byron Jones, der eine gewaltige Lücke hinterlässt. Der muss irgendwie ersetzt werden, jedoch gilt es bei den Cowboys schon seit längerem, die Mitte der Secondary zu verstärken. Wenn die Cowboys erstmals picken, dürfte einer der durchaus vielversprechenden Safeties noch zu haben sein.

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Des Weiteren muss Ersatz an vorderster Front in der Defense für Edge-Rusher Robert Quinn her. Generell gilt es, den Pass-Rush zu verbessern, da auch 100-Millionen-Mann DeMarcus Lawrence dringend Hilfe an seiner Seite benötigt. Hier allerdings findet sich auch noch an Tag 2 etwas.

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Eine klare Lücke entstand indes durch den Abgang von Center Travis Frederick, der überraschend seine Karriere beendet und damit für einen klaren Need gesorgt hat. Ebenfalls zu ersetzen gilt es zudem Slot-Receiver Randall Cobb, der seinerseits im Vorjahr Cole Beasley ersetzt hatte. Gut für die Cowboys ist natürlich, dass die diesjährige Receiver-Klasse im Draft so tief wie lange nicht besetzt ist, sodass man diese Baustelle auch später beackern kann.

New York Giants (Vorjahresbilanz: 4-12)

  • Größte Needs: OT, EDGE, S, WR, TE
  • Picks in den ersten drei Runden: 4, 36, 99

Die Giants haben diverse Baustellen, so viel steht fest. Die große Frage wird sein, was General Manager Dave Gettleman als oberste Priorität ansieht. Grundsätzlich wäre das Team an Position 4 in guter Position, sich einen der vielleicht vielversprechendsten Defensivspieler der letzten Jahre in Isaiah Simmons zu sichern und damit je nach Bedarf alle Ebenen der Defense zu verbessern - kreatives Coaching vorausgesetzt.

Aber am Ende des Tages scheint wohl doch der Gedanke vorzuherrschen, dass alles dafür getan werden muss, Quarterback Daniel Jones so gut es geht zu unterstützen. Heißt: Ein Offensive Tackle wäre die Priorität. Einmal, um die rechte Seite zu stabilisieren, wo aktuell mit Cameron Fleming eher ein guter Backup in der Depth Charth ganz oben steht. Und zum anderen könnte hier bereits der langfristige Nachfolger für Left Tackle Nate Solder gefunden werden. Eine Chance, die zu verlockend erscheint, um sie auszulassen.

Des Weiteren gilt es, das Receiving Corps zu verstärken. Mehr Playmaker werden Jones ultimativ auch entgegenkommen, was aber auch in späteren Runden angegangen werden kann. Auf Safety könnte ein Upgrade als Nebenmann von Jabrill Peppers hilfreich sein, zumal die Cornerback-Position mit dem letztjährigen Erstrundenpick DeAndre Baker und Neuzugang James Bradberry bereits gut bestückt ist.

Philadelphia Eagles (Vorjahresbilanz: 9-7)

  • Größte Needs: WR, LB, CB, OL
  • Picks in den ersten drei Runden: 21, 53, 103

Aus der Vorsaison wissen wir, dass die Eagles in ihrem Kader zwei ganz deutliche Großbaustellen hatten. Offensiv waren nahezu alle namhaften Wide Receiver zu irgendeinem Zeitpunkt und teilweise permanent verletzt. Alshon Jeffery und DeSean Jackson waren zwei Paradebeispiele dafür und werden zudem nicht jünger. Die Eagles täten gut daran, die herausragende Receiver-Klasse 2020 zu nutzen, um hier für langfristige Stabilität zu sorgen.

Genauso gravierend waren die Probleme in der Secondary. Die Cornerbacks waren ebenfalls häufig nicht allesamt spielfähig und wenn, dann häufig auch nicht gut genug. In dieser Richtung wurde allerdings schon eine große Lösung gefunden: Ein Trade brachte All-Pro-Cornerback Darius Slay aus Detroit nach Philly. Das sollte helfen! Auf der anderen Seite des Feldes aber könnten die Eagles ebenfalls noch nachlegen, da Avonte Maddox und auch Sidney Jones zwar Potenzial zeigten, aber teilweise auch mit abenteuerlichen Fehlern auffielen. Ebenfalls ein Thema ist das Linebacker-Corps, das mit Nigel Bradham einen wichtigen Part verloren hat und generell eher schwach besetzt ist.

Ein weniger großes Problem stellt die Offensive Line dar, die aber auch zumindest in der Breite verstärkt werden sollte. Mit Jason Peters verlor Philly seinen langjährigen Left Tackle und mit Halapoulivaati Vaitai auch noch einen brauchbaren Swing Tackle. Mit Andre Dillard wurde im Vorjahr bereits Peters' Nachfolger in der ersten Runde des Drafts gefunden, aber einen soliden Backup könnte man durchaus auch noch gebrauchen.

Washington Redskins (Vorjahresbilanz: 3-13)

  • Größte Needs: OL, TE, WR, CB
  • Picks in den ersten drei Runden: 2, 66

Die Redskins sind an einem Punkt ihrer Entwicklung, an dem ohne Spott gefragt werden muss: Was ist eigentlich kein Need? Fairerweise muss erwähnt werden, dass der neue Head Coach Ron Rivera sicherlich schon konzeptionell einige Dinge verbessern wird, aber dennoch ist das Personal ein Riesenproblem. Nahezu alle Mock Drafts - auch der von SPOX - prognostizieren, dass die Redskins an 2 mit Chase Young den wohl besten Spieler im Draft ziehen werden. Gemäß Value ist das absolut legitim und kaum anzufechten. Aber ein Need ist Pass-Rush nun gerade nicht. Mit Ryan Kerrigan und Montez Sweat ist das Team aus D.C. hier schon ziemlich gut besetzt.

Viel problematischer kommt da schon die Offensive Line daher, speziell, wenn Trent Williams weiterhin nicht bereit ist, für diese Organisation zu spielen. Offensive Tackle wäre damit die größte Baustelle, vor allem, wenn am letztjährigen Top-Pick Dwayne Haskins auf Quarterback festgehalten wird, wovon erstmal auszugehen ist. Washingtons O-Line ließ mit 9,8 Prozent die zweithöchste Adjusted Sack Rate der Liga gemäß Football Outsiders zu.

Als nächstes stellt sich die Frage, auf wen denn Haskins eigentlich werfen soll. Mit Terry McLaurin gelang im Vorjahr ein Glücksgriff im Draft (3. Runde), aber ansonsten sieht es doch eher düster aus im Receiving Corps der Redskins. Das gilt freilich auch für die Tight Ends, wo Jordan Reed nach zahllosen Gehirnerschütterungen gehen gelassen wurde. Ein klarer Ersatz ist nicht in Sicht - auch nicht wirklich im Draft, wo die diesjährige Klasse wenig vielversprechend daherkommt. Des Weiteren wird defensiv ein Counterpart zu Kendall Fuller bei den Cornerbacks gesucht. Nach der wenig überraschenden Entlassung von Josh Norman sowie dem überraschenden Trade von Quinton Dunbar ist das eine weitere Baustelle.

Team Needs der NFC North

Chicago Bears (Vorjahresbilanz: 8-8)

  • Größte Needs: CB, S, OL, WR, QB
  • Picks in den ersten drei Runden: 43, 50

Die Bears haben defensiv einiges an Substanz verloren in letzter Zeit. Auf Cornerback ist Prince Amukamara weg, auf Safety Ha Ha Clinton-Dix. Hier sollte also nachgebessert werden. Problematisch ist daher, dass die Bears aufgrund einiger aggressiver Trades der vergangenen paar Jahre kaum noch Picks in diesem Draft haben. 43 und 50 klingen zwar ordentlich, sind aber ihre einzigen in den ersten vier Runden.

Da hilft es dann auch nicht, dass sowohl die Offensive Line als auch das Receiving Corps dringend Upgrades benötigen. Die O-Line präsentierte sich zuletzt äußerst wacklig und könnte sowohl auf Tackle als auch innen Verstärkungen vertragen. Und im Receiving Corps ist die Personaldecke hinter Allen Robinson recht dünn, wenn es um qualitativ hochwertige und zuverlässige Anspielstationen geht. Tight End müsste man hier eigentlich auch noch erwähnen, denn zum einen liegt Jimmy Grahams letzte starke Saison bereits Jahre zurück, zum anderen wurde Trey Burton gerade entlassen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Trade für Nick Foles kaum die Bedenken auf der Quarterback-Position lindert. Foles und Mitchell Trubisky, die offenbar zum offenen Wettbewerb antreten sollen, sind beides keine Lösungen, die für langfristige Stabilität stehen. Hier wäre wohl auch ein Rookie sinnvoll, die Frage ist aber, ob das aufgrund der zahlreichen Baustellen und der begrenzten Picks überhaupt eine echte Option darstellt.

Detroit Lions (Vorjahresbilanz: 3-12-1)

  • Größte Needs: CB, DL, EDGE, WR
  • Picks in den ersten drei Runden: 3, 35, 67, 85

Das offensichtlichste Need zuerst: Die Lions haben ihren Top-Cornerback Darius Slay nach Philadelphia getradet. Folglich muss hier Ersatz her. Glücklicherweise gibt es aus Sicht der Lions auch direkt einen offensichtlichen Kandidaten, um die Lücke zu schließen: Jeff Okudah, ein möglicher angehender Superstar auf der Cornerback-Position. Dass überdies Desmond Trufant aus Atlanta geholt wurde, sollte dabei nicht vom Wesentlichen ablenken. Er ist eine gute Ergänzung und gute Nummer-2-Option, doch Okudah hat gute Aussichten, eine langfristige Nummer 1 zu sein.

Darüber hinaus plagt die Lions ein eher schwacher Pass-Rush. Trey Flowers ist zwar ein guter Griff gewesen, doch ist er freilich kein Elite-Pass-Rusher. In diesem Bereich müssen die Lions dringend nachlegen, ebenso würde ein Upgrade auf Defensive Tackle nicht schaden, wo neben Neuzugang Danny Shelton durchaus noch Platz wäre.

Offensiv braucht es auf lange Sicht neue Leute im Receiving Corps. Marvin Jones und Kenny Golladay, die zwei guten Outside-Starter, gehen in ihr jeweils finales Vertragsjahr und werden somit womöglich im kommenden Frühjahr richtig teuer. Slot-Guy Danny Amendola wiederum ist bald 35 und hat ebenfalls nur für ein Jahr verlängert. Dahinter sieht es wiederum eher düster aus, was gute Alternativen angeht.

Green Bay Packers (Vorjahresbilanz: 13-3)

  • Größte Needs: WR, TE, DL, LB, CB
  • Picks in den ersten drei Runden: 30, 62, 94

In den vergangenen zwei Jahren lag der Fokus der Packers hauptsächlich darauf, die Defense zu verbessern, was sowohl in Free Agency als auch Draft durchaus gelang. Zum Problem wurde jedoch das Receiving Corps, das zwar sehr breit aufgestellt wurde, jedoch aus Sicht von Quarterback Aaron Rodgers sehr wenige verlässliche Leute hinter Davante Adams aufwies. Die diesjährige Receiver-Klasse könnte da Abhilfe schaffen, um wenigstens eine klare Nummer 2, wenn nicht mehr, zu finden. Und nach Grahams Abgang nach Chicago könnte auch auf Tight End ein Upgrade fällig sein.

In der Defensive rückt vor allem die Front Seven in den Fokus. Hier könnte ein Upgrade zu Tyler Lancaster, der aktuell einer der Defensive Ends in der 3-Men-Front wäre, hilfreich sein. Direkt dahinter ist Blake Martinez weg, was eine größere Lücke auf Inside Linebacker reißt. Christian Kirksey (Browns) dürfte da schon helfen, aber mehr Substanz scheint hier vonnöten.

Darüber hinaus könnte man in der Secondary für die Breite noch etwas tun. Die Starter sollten mit zwei Erstrundenpicks und einem Zweitrundenpick aus den vergangenen drei Jahren ziemlich stabil dastehen, doch dahinter scheint noch Luft nach oben zu sein.

Minnesota Vikings (Vorjahresbilanz: 10-6)

  • Größte Needs: WR, CB, EDGE
  • Picks in den ersten drei Runden: 22, 25, 58, 89, 105

Die Vikings haben einige Leistungsträger verloren und müssen zusehen, dass sie im Draft zumindest teilweise ihre Lücken stopfen können - das nötige Draft-Kapital haben sie dafür allemal.

Offensiv gilt es, Top-Receiver Stefon Diggs, der nach Buffalo getradet wurde, zu ersetzen. Auch die Vikings sollten in diesem Draft adäquaten Ersatz finden. Zudem war die Secondary in der Vorsaison eine Großbaustelle, die mit Xavier Rhodes, Mackensie Alexander und Trae Waynes drei Starting-Cornerbacks verloren hat. Hier muss nachgebessert werden. Auf Cornerback gilt es, mindestens einen Starter und im Idealfall noch einen Slot-Corner zu finden.

Und dann wäre da noch das Problem, dass der Pass Rush durch Everson Griffens Abgang signifikant geschwächt wurde. Danielle Hunter bleibt hier die feste Größe, doch ihm gegenüber steht aktuell kein etablierter Starter, um eine große Hilfe zu sein. Darüber hinaus könnte auch Defensive Tackle trotz der Ankunft von Michael Pierce (Ravens) Verstärkung vertragen.

Team Needs der NFC South

Atlanta Falcons (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: CB, EDGE, LB, RB
  • Picks in den ersten drei Runden: 16, 47. 78

Der Fokus der Falcons wird auf der Defense liegen, so viel scheint klar. Desmond Trufant wurde abgegeben und somit fehlt gegenüber von Isaiah Oliver ein klarer Starter auf Cornerback. Abgesehen davon könnte hier und auch auf Safety Depth nicht schaden, speziell da Keanu Neal zwar zuverlässig, aber nicht immer fit ist.

In der Front Seven ist mit Dante Fowler Jr. zwar ein guter Griff in Sachen Pass-Rush gelungen, doch dahinter wird es auch schon wieder dünn, was die Edge-Position betrifft. Ebenso braucht es direkt dahinter Unterstützung für Linebacker Deion Jones, der ein wenig auf sich allein gestellt ist, was Top-Qualität in diesem Bereich angeht.

Ein weiteres Thema sollte Running Back sein. Hier zahlen die Falcons viel Geld für Todd Gurley, der aber kaum jemand ist, auf den sie langfristig setzen können - selbst kurzfristig ist er sicherlich keine Bank, wenn man an seine chronischen Knieprobleme denkt.

Carolina Panthers (Vorjahresbilanz: 5-11)

  • Größte Needs: DL, CB, LB, EDGE, OL
  • Picks in den ersten drei Runden: 7, 38, 69

Die Panthers haben in dieser Offseason schon einiges getan, um Löcher zu stopfen. Der Draft muss nun dazu genutzt werden, diesen Weg weiterzugehen und mit guten Picks das Team noch weiter zu stabilisieren. Gerade in der Defense bleiben nämlich zahlreiche Baustellen, die Kopfschmerzen bereiten. In der D-Line etwa fehlt es ganz klar an Starter-Qualität neben Tackle Kawann Short und Edge-Verteidiger Brian Burns im neuen 4-3-System unter Head Coach Matt Rhule.

Dahinter gilt es zuvorderst die gigantische Lücke zu schließen, die der Rücktritt von Superstar-Linebacker Luke Kuechly gerissen hat. Tahir Whitehead kam dazu, wird aber kaum die gewünschte Lösung sein. Shaq Thompson ist damit aktuell die einzig gute Option auf Linebacker im Kader.

In der Secondary wiederum braucht es mindestens mal Unterstützung für Cornerback Donte Jackson sowie generell mehr Tiefe. Abgesehen davon wurde für die Offensive Line zwar mit Russell Okung ein starker Left Tackle geholt, dieser jedoch hat nur einen Vertrag bis Saisonende. Mit Greg Little steht dahinter zwar schon ein potenzieller Starter der Zukunft parat, dessen Rookie-Saison verlief jedoch eher überschaubar, sodass Offensive Tackle weiterhin ein Ansatzpunkt für Verbesserungen sein sollte.

New Orleans Saints (Vorjahresbilanz: 13-3)

  • Größte Needs: LB, CB, WR, QB, OL
  • Picks in den ersten drei Runden: 24, 88

Die Saints stellen eines der besten Teams der Liga, egal, was der Draft noch bringen mag. Insofern können die Saints zumindest mit Blick auf die kommende Saison entspannt an den Draft herangehen und müssen keine verrückten Sachen a la Trade-Ups oder Risiko-Picks machen. Doch auch bei ihnen gibt es Bereiche, die angegangen werden sollten.

Die Linebacker-Position ist zweifelsohne gut besetzt, doch Kiko Alonso kommt von einem Kreuzbandriss zurück und geht auch schon in sein finales Vertragsjahr. Eine Absicherung oder vielleicht ein Nachfolger ist hier eine Option. Auf Cornerback und Safety wiederum werden ebenfalls bald Verträge auslaufen, sodass auch hier schon für die Zukunft geplant werden sollte.

Gleiches gilt für die Offensive Line, wo von den Startern nur Left Tackle Terron Armstead, Guard Andrus Peat und Center Erik McCoy noch langfristig gebunden sind. Und dann wäre da noch die Personalie Quarterback. Drew Brees schaut mittlerweile nur noch von Jahr zu Jahr und ob Allzweckwaffe Taysom Hill, der auch nur noch diese Saison unter Vertrag steht, wirklich als langfristige Starter-Option gesehen wird von Sean Payton, ist zumindest fraglich. Die Saints sind also auch ein Kandidat für einen Quarterback früher oder später.

Tampa Bay Buccaneers (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: OT, RB, S, QB
  • Picks in den ersten drei Runden: 14, 45, 76

Die Bucs befinden sich seit der Verpflichtung vom GOAT, Quarterback Tom Brady, absolut im Win-Now-Modus - der Gronk-Deal unterstreicht das nochmals. Das Receiving Corps sieht bereits stattlich aus, insofern sollte die zuletzt wacklige Offensive Line im Fokus stehen. Hier muss nachgebessert werden, schließlich wird Brady den Ball in Bruce Arians' Offense wohl merklich länger halten müssen als noch in New England, wo weniger Deep Balls und mehr Kurzpassspiel im Vordergrund standen. Ein neuer Offensive Tackle könnte da schon helfen. Zudem braucht es generell mehr Tiefe an der offensiven Front.

Ebenfalls offensiv sollte ein Running Back auf dem Zettel stehen, möglichst einer, der im Passspiel zu gebrauchen ist. Kaum ein QB hat in den vergangenen Jahren häufiger Pässe zu Running Backs angebracht als Brady, Clyde Edwards-Helaire von LSU könnte in Tampa Bay daher sein neuer bester Freund werden. Und Stichwort Brady: Selbiger ist nun voraussichtlich für zwei Jahre da. Aber was dann? Ein Blick in die Zukunft dürfte auch den Bucs nicht schaden und vielleicht gelingt es, ein Projekt an Land zu holen, das dann hinter Brady lernt und behutsam aufgebaut wird.

Ein Problem ist zudem weiter die Defense, die gerade in der Secondary Nachholbedarf hat. Safety ist da wohl das größere Problem als Cornerback, obgleich hier schon der wohl massive Pass-Rush helfen wird.

Team Needs der NFC West

Arizona Cardinals (Vorjahresbilanz: 5-10-1)

  • Größte Needs: OT, EDGE, TE, CB, DT
  • Picks in den ersten drei Runden: 8. 72

Die Cardinals haben ihr Receiving Corps mit dem Trade für DeAndre Hopkins aufs nächste Level gehievt, keine Frage. Auch dahinter herrscht so viel Tiefe, dass dies keine Baustelle mehr ist. Der Fokus rückt damit eindeutig auf die Protection von Quarterback Kyler Murray, der sehr viel Pressure verspürte in seiner Rookie-Saison. Ein neuer Offensive Tackle wäre hier viel wert.

Defensiv braucht es Unterstützung im Pass-Rush für Chandler Jones sowie auf Sicht einen neuen Cornerback, denn der Vertrag von Patrick Peterson läuft zum Saisonende aus und Peterson deutete zumindest schon mal an, nicht unbedingt bleiben zu wollen, auch wenn dies vor Murrays Ankunft der Fall war.

Die Defensive Line könnte ein Upgrade vertragen und sollte eher im Fokus stehen als Tight End, wo auch Nachholbedarf herrscht. Doch hier dürfte die hochklassig besetzte Wide-Receiver-Gruppe schon einiges an Druck von den Tight Ends genommen haben im Passspiel.

Los Angeles Rams (Vorjahresbilanz: 9-7)

  • Größte Needs: EDGE, LB, RB, WR, DB, OT
  • Picks in den ersten drei Runden: 52. 57, 84, 104

Die Rams erleben gerade die Nachwehen der aggressiven Philosophie der vergangenen paar Jahre. Sie verfügen über nicht allzu viel Cap Space und Draftpicks sind auch rar, jedenfalls in den frühen Runden. In diesem Jahr allerdings haben sie auch dank des Cooks-Trades etwas mehr Spielraum.

Nötig ist das allemal, denn Dante Fowler wird eine Lücke im Pass-Rush hinterlassen, zudem muss Todd Gurley auch erstmal ersetzt werden auf Running Back. Wide Receiver Brandin Cooks war der Deep Threat im Passspiel und ist nicht direkt zu ersetzen vom vorhandenen in der Tiefe überschaubaren Personal.

Darüber hinaus ist die linke Seite der Secondary aktuell klar schlechter als die rechte, auf der Jalen Ramsey zumindest zunächst eine Bank ist. Aber auch dessen Vertrag läuft zum Saisonende aus und er wird sich sicherlich nur mit einem Rekordvertrag zufriedengeben, was einen baldigen Abschied zumindest mal denkbar erscheinen lässt. Offensive Tackle sollte kurz- und in jedem Fall mittelfristig als Ersatz für Andrew Whitworth auch ein Thema sein.

San Francisco 49ers (Vorjahresbilanz: 13-3)

  • Größte Needs: WR, OL, DL, CB, S
  • Picks in den ersten drei Runden: 13, 31

Wide Receiver dürfte Priorität besitzen bei den Niners. Der Abgang von Emmanuel Sanders schmerzt, sollte aber mit einem der Erstrundenpicks zu kompensieren sein. Ansonsten braucht die Offensive Line auf lange Sicht eine Blutauffrischung, zumal Left Tackle Joe Staley nicht mehr ewig spielen wird.

In der Defense gilt es, die Mitte zu verstärken, nachdem der Abgang von DeForest Buckner zwar letztlich sinnvoll war, aber doch sportlich schmerzt. Auf Cornerback wird in erster Linie Richard Sherman nicht jünger und geht schon in sein finales Vertragsjahr, ebenso könnte diese Unit mehr Tiefe und weitere Alternativen vertragen. Gleiches gilt für die Safety-Position, auf der hinter den Startern noch Luft nach oben scheint.

Seattle Seahawks (Vorjahresbilanz: 11-5)

  • Größte Needs: EDGE, OL, S, RB, DL
  • Picks in den ersten drei Runden: 27, 59, 64, 101

Die Seahawks haben zwar Bruce Irvin aus Carolina zurückgeholt, doch wird der allein nicht reichen, um den Abgang von Jadeveon Clowney zu kompensieren. Und ob LJ Collier nach essenziell einem Redshirt-Jahr wirklich bereit ist für die Starter-Rolle auf Defensive End, wird sich auch noch zeigen müssen.

Ansonsten reden wir hier über die Seahawks, was bedeutet, dass die Offensive Line permanent eine Baustelle ist und auch 2020 Verstärkungen vertragen kann, um zu verhindern, dass Russell Wilson weiterhin so häufig um sein Leben rennen muss. Außerdem wird Left Tackle Duane Brown auch nicht jünger. Dahinter dürfte Running Back erneut ein Thema sein, zumal dies nun mal auch in der kommenden Saison primär ein Laufteam sein wird.

In der Defense fehlt es ein wenig an Substanz auf Defensive Tackle sowie auf Safety. Der Trade für Quinton Dunbar entspannt die Cornerback-Situation.

Team Needs der AFC East

Buffalo Bills (Vorjahresbilanz: 10-6)

  • Größte Needs: EDGE, CB, RB, OL
  • Picks in den ersten drei Runden: 54, 86

Die Front-4 der Bills sieht auf den ersten Blick ziemlich gut aus, doch bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Edge-Rusher nicht mehr die jüngsten sind. Eine Blutauffrischung täte daher gut.

Auf Cornerback wiederum ist Josh Norman erstmal nur eine Übergangslösung gegenüber von All-Pro Tre'Davious White, eine langfristige Lösung wäre daher anzugehen.

Die Offensive Line wiederum könnte mehr Depth gebrauchen, zudem wäre eine Ergänzung zu Running Back Devin Singletary keine schlechte Wahl, zumal TJ Yeldon und Taiwan Jones zwar für den Moment helfen, aber vielleicht auf lange Sicht nicht die besten Alternativen sind. Nach dem Trade für Stefon Diggs stehen die Bills allerdings ohne Erstrunden-Pick da.

Miami Dolphins (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: QB, OL, S, RB, EDGE
  • Picks in den ersten drei Runden: 5, 18, 26, 39, 56, 70

Die Dolphins haben so viele Picks in der ersten Runde, dass nun die Zeit gekommen ist, um im großen Stil aufzurüsten und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Im Fokus steht dabei natürlich die Quarterback-Position. Die zahlreichen Picks geben ihnen auf jeden Fall die Munition für einen Up-Trade, sollte das die beste Möglichkeit sein, um den Wunsch-Quarterback zu erlangen.

Einem neuen Quarterback wiederum wäre schon sehr geholfen, wenn er gleich noch Verstärkungen auf Offensive Tackle vorfinden würde. Die bisherige Line erwies sich eher als Problemzone. Ebenso dürfte ein Upgrade auf Running Back ein klares Ziel sein.

Defensiv wiederum wurde zwar Edge-Rusher Shaq Lawson geholt, doch weitere Verstärkungen sind in dem Bereich genauso sinnvoll wie auf Safety, wo aktuell Cornerback Eric Rowe neben Adrian Colbert die Depth Chart anführt. Eigentlich sind beide keine Ideallösungen in der Mitte der Secondary.

New England Patriots (Vorjahresbilanz: 12-4)

  • Größte Needs: QB, WR, TE, LB, DL
  • Picks in den ersten drei Runden: 23, 87, 98, 100

Für die Patriots beginnt ein neues Zeitalter nach Tom Brady. Die Frage wird lauten, wer in die Fußstapfen des größten Spielers der Franchise-Geschichte treten soll. Ist es Jarrett Stidham, oder wird doch im Draft nachgebessert? Letzteres ist schon allein deshalb denkbar, weil gerade in der aktuellen Konstellation Konkurrenz das Geschäft sicherlich belebt und diese wohl kaum von Backup Brian Hoyer kommen wird.

Doch egal, wer denn nun QB der Patriots sein wird, sollte klar sein, dass jener brauchbare Wide Receiver braucht und außer Julian Edelman keinen vollends verlässlichen im Kader vorfindet. Tight End ist das nächste Problem, aber wie bereits erwähnt, dürfte dieser Draft nicht viel hergeben.

Defensiv erfolgte ein enormer Aderlass, sodass einige Lücken zu füllen sind. In der Defensive Line muss gerade auf Defensive Tackle nachgebessert werden, dahinter sind mit Kyle Van Noy und Jamie Collins zwei Starting Linebacker von Bord gegangen. Zudem sollten die Patriots im Markt sein für einen Safety nach dem Abgang von Duron Harmon.

New York Jets (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: WR, OT, EDGE, OL, CB
  • Picks in den ersten drei Runden: 11, 48, 68, 79

Die Offensive Line bleibt ein großes Problem für die Jets, hier muss nachgebessert werden, um Quarterback Sam Darnold zu schützen. Selbiger könnte zudem Upgrades auf Wide Receiver gebrauchen, obgleich Neuzugang Breshad Perriman schon mal ein guter Griff war.

Tight End ist ein weiterer Bereich, der zwar solide besetzt ist, aber noch deutlich verstärkt werden könnte - wenn auch vielleicht nicht in diesem Draft.

Defensiv kann die Linebacker-Gruppe ein Upgrade gebrauchen, zudem wäre ein Starting Cornerback gegenüber von Neuzugang Pierre Desir vonnöten, nachdem das Kapitel Trumaine Johnson nun endgültig geschlossen ist.

Team Needs der AFC North

Baltimore Ravens (Vorjahresbilanz: 14-2)

  • Größte Needs: LB, OL, WR, EDGE
  • Picks in den ersten drei Runden: 28, 55, 60, 92, 106

Nach der herausragenden Vorsaison gibt es für die Ravens nur wenige Baustellen, die wirklich zu Problemen führen können. Doch ein paar signifikante Abgänge hinterließen dann doch ein paar Lücken.

Auf Linebacker etwa sind die Ravens aktuell eher dünn besetzt. Nachdem sie C.J. Mosley bereits im Vorjahr verloren hatten, ging mit Josh Bynes ein weiterer wichtiger Mann. Hier herrscht Nachholbedarf. Ebenso wurde im Vorjahr deutlich, dass das Team von John Harbaugh auf den Edge-Positionen Verstärkung bräuchte.

Ebenfalls wichtig wäre es, die Offensive Line zu stärken, nachdem Urgestein Marshal Yanda seine Karriere beendet hat. Im inneren der O-Line ist damit Erfahrung eher rar gesät.

Und dann wäre da noch das Wide Receiver Corps. Gerade die Pleite in den Playoffs gegen die Titans machte deutlich, dass Baltimore wohl mindestens eine gute Waffe im Passspiel fehlt. Der diesjährige Draft bietet genügend Optionen, um diesen Missstand zu beseitigen.

Cincinnati Bengals (Vorjahresbilanz: 2-14)

  • Größte Needs: QB, EDGE, OL, LB, WR
  • Picks in den ersten drei Runden: 1, 33, 65

Die Bengals brauchen einen neuen Quarterback und sollten diesen mit dem First-Overall-Pick auch finden - es wird Joe Burrow.

Abgesehen davon kann die Offensive Line ein paar Upgrades vertragen. Das größte Upgrade ist dabei schon im Kader: Left Tackle Jonah Williams, der im Vorjahr in der ersten Runde gezogen wurde und dann das Jahr nach einer Schulteroperation verpasste. Er sollte nun fit sein und das Team direkt besser machen. Zudem wird sicherlich über die Center-Positon nachgedacht, eventuell auch über Right Tackle.

Abgesehen davon wird die Defense im Fokus stehen. Hier könnten sowohl Linebacker als auch Defensive Line Verstärkungen vertragen. Während wir bei den Linebackern über Starter reden, geht es in der D-Line nach der Ankunft von DJ Reader (Texans) eher um Depth.

Auf Sicht sollten die Bengals zudem an die Receiver-Position herangehen, denn A.J. Green spielt mit dem Franchise Tag und John Ross wird in absehbarer Zeit auch Free Agent.

Cleveland Browns (Vorjahresbilanz: 6-10)

  • Größte Needs: OT, S, LB
  • Picks in den ersten drei Runden: 10, 41, 74, 97

Die Browns haben sich in der Free Agency bereits Right Tackle Jack Conklin gesichert. Nun gilt es, einen Left Tackle zu finden, da diese Seite der O-Line gerade chronisch unterbesetzt ist. Die Browns wollen ideale Umstände für Mayfield aufbauen, um ihm die Chance geben, sich als Franchise-Quarterback zu etablieren - das beginnt in diesem Fall ohne Zweifel mit der Offensive Line.

Des Weiteren drückt der Schuh in der Defense, speziell seit dem Abgang von Joe Schobert, der auf Linebacker einen guten Job gemacht hat. Hier muss Ersatz her, um seine Produktion aufzufangen. Weiter hinten könnten die Browns wiederum mehr Depth auf der Safety-Position vertragen.

Sollte sich Cleveland zudem - wie zuletzt kolportiert - von Olivier Vernon noch trennen, wäre hier ein Edge-Rotationsspieler ein Thema. Dieser könnte sich dann mit Adrian Clayborn die Rolle gegenüber von Myles Garrett aufteilen.

Pittsburgh Steelers (Vorjahresbilanz: 8-8)

  • Größte Needs: DL, OL, QB, EDGE, RB, WR
  • Picks in den ersten drei Runden: 49, 102

Die Steelers haben in der defensiven Front mit Javon Hargrave einen Schlüsselspieler verloren, könnten hier also nachbessern. Obgleich man zugeben muss, dass die noch vorhandenen Starter immer noch sehr viel Qualität mitbringen.

Auf der Edge-Position wiederum ragt zwar TJ Watt heraus, Bud Dupree, der mit dem Franchise Tag belegt wurde, hinkt jedoch qualitativ etwas hinterher. Hier wäre ein langfristiges Upgrade wünschenswert.

Offensiv wiederum steht alles unter dem Motto: Sie werden ja nicht jünger! Ramon Foster ist bereits zurückgetreten und auch Center Maurkice Pouncey sowie die Guards Stefen Wisniewski und David DeCastro haben die 30-Jahre-Marke bereits überschritten. Zudem sollte so langsam mal ein Nachfolger für Ben Roethlisberger, der essenziell die komplette Vorsaison verletzt verpasst hat, ins Auge gefasst werden. Ein Nummer-1-Receiver, der JuJu Smith-Schuster entlastet, fehlt ebenfalls weiterhin.

Team Needs der AFC South

Houston Texans (Vorjahresbilanz: 10-6)

  • Größte Needs: EDGE, DL, OL, WR, CB
  • Picks in den ersten drei Runden: 40, 90

Houston hat nicht nur ein Problem, sondern gleich mehrere. Und es fällt schwer, Prioritäten zu setzen. Der Pass-Rush etwa ist seit ein paar Jahren schon nicht mehr so aggressiv und effektiv wie einst, was auch daran liegt, dass außer J.J. Watt und Whitney Mercilus eigentlich alle Spieler der einst hochklassigen Texans-Front nicht mehr zum Team gehören. Und auch die Cornerback-Position könnte ein Upgrade vertragen.

Offensiv hat Head Coach und General Manager Bill O'Brien seinen besten Wide Receiver DeAndre Hopkins - auf einer Premium-Position - gegen einen letztlich abgehalfterten Running Back David Johnson - auf einer Non-Premium-Position - getauscht und dann versucht, die Lücke mit Ex-Rams-Receiver Brandin Cooks zu schließen. Heißt: Im Prinzip muss nun sowohl auf Wide Receiver als auch auf Running Back auf Sicht nachgebessert werden.

Abgesehen davon sollte auch die Offensive Line im Fokus stehen, da Left Tackle Laremy Tunsil Free Agent und entsprechend teuer werden wird.

Indianapolis Colts (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: WR, QB, TE, DB, DL
  • Picks in den ersten drei Runden: 34, 44, 75

Die größte Baustelle, Quarterback, wurde zunächst mal durch die Verpflichtung von Philip Rivers geschlossen, könnte aber bereits im kommenden Jahr wieder zum großen Thema werden. Das heißt, die Colts sollten sich schon jetzt nach einem adäquaten Starter für die Zukunft umschauen.

Für den Moment aber richtet sich der Fokus darauf, Rivers so viele gute Targets wie möglich zu beschaffen. Gerade auf der Seite gegenüber von T.Y. Hilton könnte man ein Upgrade gut gebrauchen, zudem wiegt der Abgang von Eric Ebron schwer genug, um sich auch nach einem Tight End umzuschauen.

Darüber hinaus könnte die Secondary mehr Tiefe vertragen, ebenso die Defensive Line, die natürlich mit DeForest Buckner ein gewaltiges Upgrade erfuhr.

Jacksonville Jaguars (Vorjahresbilanz: 6-10)

  • Größte Needs: DL, CB, S, EDGE, OL, RB, WR
  • Picks in den ersten drei Runden: 9, 20, 42, 73

Die Jaguars sind ein Team im Wiederaufbau und dieser sollte in der Secondary anfangen, die in den vergangenen paar Jahren einen gewaltigen Aderlass hinnahm. Gerade auf Cornerback und Safety braucht es frisches Blut.

Aber auch an der Front sind Verstärkungen erforderlich, besonders wenn man bedenkt, dass ein Yannick Ngakoue durchaus noch getradet werden könnte. Dann nämlich wäre gar nichts mehr von der einst so dominanten Defense übrigens.

Offensiv ist die Offensive Line ein Thema, wo gerade die Mitte Verstärkungen bräuchte. Dahinter wiederum geht Running Back Leonard Fournette in sein finales Vertragsjahr und steht schon auf dem Trading Block. Auf Quarterback gehört der Job erstmal Gardner Minshew, die Frage ist aber, ob das Team vollends von ihm überzeugt ist. Um ihm zu helfen, wäre auch Wide Receiver ein Thema.

Tennessee Titans (Vorjahresbilanz: 9-7)

  • Größte Needs: EDGE, DL, OL, RB, CB, TE
  • Picks in den ersten drei Runden: 29, 61, 93

Pass-Rush war nicht unbedingt die Stärke der Titans-Defense im Vorjahr. Gerade auf der Edge-Position fehlte ein wenig die Qualität. Zudem könnte die Defensive Line Verstärkung gebrauchen. Hier fehlt ein starker Partner für Defensive End Jeffery Simmons. Zudem sollte ein Ersatz für Logan Ryan kommen, der gerade im Slot zu den besseren Cornerbacks der Liga zählt.

In der O-Line wiederum muss Conklin ersetzt werden. Dennis Kelly wurde zwar per Trade aus Philly geholt, doch der Draft sollte hier bessere Alternativen parat haben.

Weitere Needs sind Running Back und Tight End. Running Back, weil Derrick Henry mit Franchise Tage spielt und womöglich bald wechselt. Tight End, weil nach dem Rücktritt von Delanie Walker ein wenig die Qualität abgeht.

Team Needs der AFC West

Denver Broncos (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: WR, CB, OT, LB, S
  • Picks in den ersten drei Runden: 15, 46, 77, 83, 95

Gesucht wird in erster Linie ein kongenialer Partner zu Wide Receiver Courtland Sutton. Eine Planstelle, die seit dem Trade von Emmanuel Sanders nach San Francisco offen ist.

Defensiv wiederum bräuchte es einen Nachfolger für Cornerback Chris Harris. Neuzugang AJ Bouye hilft da zwar, hat aber auch nur noch zwei Jahre Vertrag. Ansonsten ist Safety ein Thema, denn noch gelang keine Einigung mit Justin Simmons, der mit dem Franchise Tag belegt wurde.

Abgesehen davon könnten sowohl Linebacker als auch die Offensive Line mehr Tiefe vertragen.

Kansas City Chiefs (Vorjahresbilanz: 12-4)

  • Größte Needs: CB, LB, RB, OL, DL
  • Picks in den ersten drei Runden: 32, 63, 96

Die Secondary der Chiefs steigerte sich zwar gewaltig im Lauf der Vorsaison, weißt personell aber durchaus noch Defizite auf. Auf Cornerback herrscht das größte Verbesserungspotenzial.

Zudem könnte die Linebacker-Gruppe verbessert werden, nachdem Anthony Hitchens in zwei Jahren eher nicht überzeugte und Damien Wilson auch keinen vom Hocker reißt. In der D-Line wiederum muss zumindest mal auf Sicht über einen Nachfolger für Chris Jones nachgedacht werden, dessen Abgang durch den Franchise Tag weiter droht.

Die O-Line wiederum hat zwei Tackles, die nicht mehr die jüngsten sind, während es aktuell keinen klaren Backup auf der Center-Position gibt. Überdies gibt es hinter Wide Receiver Damien Williams keine echte Tiefe.

Las Vegas Raiders (Vorjahresbilanz: 7-9)

  • Größte Needs: WR, CB, DL, OL, LB
  • Picks in den ersten drei Runden: 12, 19, 80, 81, 91

Die wohl größte Baustelle der Raiders sind die Wide Receiver. Hier fehlt es letztlich an Extraklasse, weshalb der diesjährige Draft genau richtig kommt. Die Raiders brauchen einen echten Nummer-1-Receiver - im Vorjahr hatte man hier erhofft, in Antonio Brown eine Antwort gefunden zu haben.

Ebenfalls klar verbesserungswürdig ist die Secondary, speziell auf Cornerback, wo man im Vorjahr doch sehr anfällig daherkam.

Die Raiders sind in der vorteilhaften Position, zwei Erstrunden- und drei Drittrunden-Picks im Arsenal zu haben - mit Baustellen auf zwei Positionen, die in dieser Draftklasse besonders stark besetzt sind. Auch nicht auszuschließen ist allerdings, dass Joe Gruden sich in einen Quarterback verguckt hat und hier ein Upgrade in Up-Trade-Reichweite sieht.

Los Angeles Chargers (Vorjahresbilanz: 5-11)

  • Größte Needs: QB, OT, LB, EDGE, TE, CB
  • Picks in den ersten drei Runden: 6, 37, 71

Nach dem Abgang von Rivers braucht es einen neuen Quarterback. Analog dazu muss die Offensive Line verbessert werden, da mit Russell Okung ein wichtiger Bestandteil weg ist. Offensive Tackle ist also die zweite große Priorität der Chargers.

Defensiv sind vor allem in der Front Verstärkungen denkbar; gerade die Linebacker kommen wenig imposant daher. Auf Cornerback sind die beiden Starter Casey Hayward und Chris Harris beide schon 30 Jahre alt und haben nur bis Ende 2021 Vertrag in Los Angeles.

Eine weitere Baustelle droht derweil auf Tight End zu entstehen, wo Hunter Henry unter dem Franchise Tag spielt und somit auch ein möglicher zeitnaher Abgang sein könnte.

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