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Nach Wutrede eines Fans: Uli Hoeneß verlangt Entschuldigung

GQ-Logo GQ 03.12.2018 GQ.de
Uli Hoeneß verlangt Entschuldigung wegen der Wutrede eines Fans. © Getty Images Uli Hoeneß verlangt Entschuldigung wegen der Wutrede eines Fans.

FC-Bayern-München-Mitglied Johannes Bachmayr hielt am Freitag auf der Jahreshauptversammlung des Vereins eine emotionale Brandrede und attackierte Uli Hoeneß scharf. Nun hat sich der Vereinspräsident erstmals dazu geäußert.

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München am vergangenen Freitag wurde der Präsident Uli Hoeneß von den Mitgliedern ungewöhnlich heftig kritisiert, ausgepfiffen und musste sich Buhrufe anhören. Besonders scharf wurde Hoeneß vom Vereinsmitglied Johannes Bachmayr attackiert. Zu dessen Vorwürfen hatte Hoeneß während der Versammlung noch geschwiegen. Doch nun fordert der Bayern-Präsident eine Entschuldigung von ihm.

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„Der FC Bayern ist keine One-Man-Show“

Der 33-jährige Bachmayr begann seine Wutrede unter anderem mit dem Satz: „Früher wollte ich werden wie Uli Hoeneß, der große Manager. Heute, knapp 20 Jahre später, bin ich mir da aber nicht mehr so sicher.“ Dann setzte Bachmayr zu seiner Abrechnung mit der Vereinsführung an. Unter anderem kritisierte der Fan den Umgang mit Paul Breitner, der von der Ehrentribüne verbannt wurde: „Ich muss sagen, mein Verständnis des Vereins ist es schon: Ein Ehrenspielführer des Vereins ist nicht zu verbannen. Es ist nicht ihr Stadion. Der Verein ist nicht ihr Eigentum.“

Außerdem kritisierte er die Ernennung des Sportdirektors, dessen Auswahlverfahren während einer Taxifahrt in China stattgefunden haben soll. Über den neuen Sportdirektor sagte Bachmayr: „Anschließend wusste er auf der Pressekonferenz nicht mal seine Tätigkeit zu umschreiben.“ Auch das Sponsoring durch Katar und Hoeneß’ Sparpolitik kam aufs Tapet. Bachmayr warf Hoeneß sogar Vetternwirtschaft vor, da die Familie Hoeneß den „neuen Würstlvertrag fürs Stadion“ bekommen habe. Seinen Rundumschlag schloss Bachmayr mit den Worten „Der FC Bayern ist keine One-Man-Show“ – und bekam dafür tosenden Applaus.

Uli Hoeneß sieht seinen Ruf beschädigt

Während Hoeneß am Freitag auf der Jahreshauptversammlung dazu noch schwieg, fordert der FC-Bayern-Präsident nun aber eine Entschuldigung, wie das Münchner Nachrichtenportal „tz“ berichtet. Auf einem Fanclub-Besuch sagte Hoeneß am Sonntag, es sei ein „Versuch unternommen worden, meinen tadellosen Ruf als Manager, Vorstand und jetzt Präsidenten zu beschädigen. Da waren so viele Unwahrheiten drin, das würde drei Stunden dauern. Ich lehne eine Diskussion auf diesem Niveau total ab. Solange der sich nicht bei mir entschuldigt, werde ich nicht mit ihm sprechen. Ich bin froh, dass ich so besonnen reagiert habe. Wenn ich so reagiert hätte wie früher, dann gute Nacht“, so Hoeneß.

Vereinsmitglied Bachmayr gibt zwar zu, etwas polemisiert zu haben, aber „ich habe auch sehr viel mit Originalzitaten gearbeitet“. Ansonsten habe er für seine Brandrede 95 Prozent Zustimmung bekommen.  

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