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„Ich habe hart mit Depressionen gekämpft“

WELT-Logo WELT 06.04.2020
Mark Cavendish gewann in seiner Karriere 48 Etappen bei den großen Rundfahrten Quelle: dpa/Martin Rickett © dpa/Martin Rickett Mark Cavendish gewann in seiner Karriere 48 Etappen bei den großen Rundfahrten Quelle: dpa/Martin Rickett

Die Zahlen sprechen für Mark Cavendish. 30 Etappensiege bei der Tour de France, 15 Etappensiege beim Giro d’Italia, dazu drei Erfolge bei der Vuelta in Spanien. Kaum ein Radsportler war so erfolgreich, wie der 175 Meter große Mann von der Isle of Man.

Doch der frühere Weltklassesprinter hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen: Viruserkrankungen und Stürze hinterließen auch Narben auf der Seele.

In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Times“ bestätigte der 34 Jahre alte Radprofi, dass er auch an psychischen Problemen litt. „Es war nicht nur meine körperliche Gesundheit, die in den letzten Jahren einen Schlag erlitten hat. Ich habe in dieser Zeit ziemlich hart mit Depressionen gekämpft.“ 

Corona-News aus dem Sport: Die Profis der Premier League werden nicht auf ihr Gehalt verzichten. Außerdem wird der serbische Nationalspieler Aleksandar Prijovic zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Quelle: Omnisport © Omnisport Corona-News aus dem Sport: Die Profis der Premier League werden nicht auf ihr Gehalt verzichten. Außerdem wird der serbische Nationalspieler Aleksandar Prijovic zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Quelle: Omnisport

Eine Virusinfektion stoppte Cavendish

Im August 2018 sei bei ihm eine klinische Depression diagnostiziert worden, erklärte Cavendish, der das grüne Trikot für den besten Sprinter sowohl bei der Tour de France als auch der Vuelta gewinnen konnte.

Für Aufsehen sorgte in seiner Karriere auch eine Kollision auf der vierten Etappe der Frankreich-Rundfahrt 2017. Im finalen Sprint wurde Cavendish rund 150 Meter vor dem Ziel Opfer eines heftigen Sturzes. Sein Konkurrent Peter Sagan, der später als Zweiter durchs Ziel fuhr, drängte Cavendish mit seinem Ellbogen in die Streckenbegrenzung. Cavendish brach sich das Schulterblatt und schied aus; Sagan wurde disqualifiziert.

Doch nicht nur Unfälle, sondern auch Krankheiten zehrten am 75 Kilogramm schweren Cavendish. Zweimal machte ihm das Epstein-Barr-Virus, auch als Pfeiffersches Drüsenfieber bekannt, längere Zeit zu schaffen.

Comeback erst einmal verschoben

Trotz allem gelang es Cavendish, sich psychisch wieder zu stabilisieren. „Es war dunkel, aber jetzt bin ich auf der anderen Seite“, sagte Cavendish, der mit dem ehemaligen Model Peta Todd verheiratet ist. Das Paar hat eine Tochter und einen Sohn.

In diesem Jahr wollte der Sprinter mit dem Rennstall Bahrain-Mclaren wieder angreifen, doch derzeit pausiert die Radsport-Tour wegen der Coronavirus-Pandemie. Die Ungewissheit kennt Cavendish aus der jüngeren Vergangenheit. „Das Unbekannte, wann du wieder Rennen fahren kannst, das hatte ich zwei Jahre lang.“

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