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Naomi Osaka: Tennis-Star beendet "French Open"-Teilnahme und macht Depressionen öffentlich

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 01.06.2021 BUNTE.de Redaktion
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Der japanische Tennis-Star Naomi Osaka (23) hat ihren Rücktritt aus den French Open erklärt. Dies sei eine Situation, die sie sich niemals habe vorstellen können und die sie auch nie beabsichtigt habe, schrieb sie. Und weiter: "Ich denke, nun ist es das Beste für das Turnier, die anderen Spieler und mein eigenes Wohlergehen, dass ich zurückziehe, so dass sich wieder jeder auf das derzeit laufende Tennis-Geschehen in Paris konzentrieren kann."

Osaka hatte kurz vor Beginn der French Open via Instagram erklärt, dass sie in Paris nicht mit den Medien reden wolle. Als Grund hatte die Nummer zwei der Welt angegeben, dass die Journalistinnen und Journalisten keine Rücksicht auf die psychische Gesundheit von Sportlerinnen und Sportlern nehmen würden.

Naomi Osaka erhielt bereits hohe Geldstrafe

Nach ihrem Erstrundensieg gegen die Rumänin Patricia Maria Tig war Osaka am Sonntag wie angekündigt nicht zur obligatorischen Pressekonferenz erschienen. Sie wurde daraufhin von den Veranstaltern der French Open mit einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Dollar belegt.

Für den Fall, dass die viermalige Grand-Slam-Turnier-Siegerin auch im weiteren Verlauf des Sandplatz-Events die Medien boykottiert hätte, hatten die Veranstalter der vier Grand-Slam-Events mit weiteren, deutlich härteren Sanktionen gedroht.

Sowohl ein Ausschluss von den French Open als auch eine Sperre für spätere Grand-Slam-Turniere waren in Aussicht gestellt worden. Diesen möglichen Strafen kam Osaka nun mit dem Rückzug zuvor.

Seit fast 15 Jahren ist Tennis-Legende Tommy Haas (43) mit seiner heutigen Ehefrau, der US-Schauspielerin Sara Foster (40), liiert. 2008 verlobten sich die beiden, im November 2010 kam die erste Tochter des Paares zur Welt. Fünf Jahre später die zweite. Im Video unten erfahrt ihr, was er über seine Mädels erzählt:

Osaka kämpft seit 2018 mit Depressionen

Osaka erklärte in ihrer schriftlichen Mitteilung, sie leide seit den US Open 2018 unter Depressionen. Damals hatte sie im Finale von New York gegen Serena Williams gewonnen. Im zweiten Satz des Endspiels war es zu einem Eklat gekommen, bei dem Williams vom Schiedsrichter mit einem Spielabzug bestraft wurde. Osaka konnte ihren ersten Grand-Slam-Triumph dadurch kaum genießen und brach bei der Siegerehrung in Tränen aus.

Sie habe eine sehr harte Zeit gehabt, damit umzugehen, schrieb Osaka nun bei Twitter. Sie sei grundsätzlich eher eine introvertierte Person und trage auf den Tennis-Anlagen meist Kopfhörer, die ihr dabei helfen würden, mit ihren sozialen Ängsten umzugehen. Sie sei keine natürliche Rednerin und tue sich sehr schwer, öffentlich zu sprechen.

Osaka kündigte an, nun erst einmal eine Auszeit vom Tennis nehmen zu wollen. Dass sie Ende des Monats beim nächsten Grand-Slam-Turnier in Wimbledon antritt, scheint mehr als unwahrscheinlich. "Aber wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, möchte ich wirklich mit der Tour zusammenarbeiten, um zu diskutieren, wie man die Situation für die Spieler, die Presse und die Fans verbessern kann", schrieb Osaka.

Osakas Depressionen: Sportstars mit Respekt und Sorge

Stars aus der Sportszene haben mit Sorge und großem Respekt auf Osakas Ausstieg reagiert. "Ich hoffe wirklich, dass es ihr gut geht", schrieb die 18-malige Grand-Slam-Siegerin Martina Navratilova bei Twitter: "Als Sportler wird uns beigebracht, auf unseren Körper zu achten, und vielleicht kommt der mentale und emotionale Aspekt zu kurz."

Auch Serena Williams drückte ihr Mitgefühl aus. "Ich wünschte, ich könnte sie einfach umarmen, weil ich weiß, wie es sich anfühlt", sagte die 39 Jahre alte Amerikanerin in Paris. Sie habe in der Vergangenheit auch solche Phasen erlebt, gestand Williams. Wichtig sei, dass man jemanden habe, mit dem man reden könne.

Williams zeigte Respekt für das Vorgehen von Osaka. "Man sollte sie mit den Dingen so umgehen lassen, wie sie es möchte und wie es für sie am besten ist", sagte die frühere Nummer eins der Welt.

"Bleib stark. Ich bewundere deine Verwundbarkeit", twitterte US-Tennisprofi Coco Gauff. "Ich respektiere ihre Entscheidung. Ich respektiere, was sie tut. Wirklich kommentieren kann ich es nicht. Jeder hat mit seinen Sachen zu tun", sagte die Amerikanerin Sofia Kenin.

Auch Basketball-Superstar Stephen Curry meldete sich zu Wort. "Du hättest nie in die Lage kommen dürfen, eine solche Entscheidung treffen zu müssen - aber es ist verdammt beeindruckend, dass du den schwierigen Weg nimmst, wenn die Mächtigen die Ihren nicht schützen. Großer Respekt", schrieb der NBA-Profi von den Golden State Warriors.

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