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Klitschko, Schulz und Foreman – Schwergewichtsklassiker auf Youtube

ran.de-Logo ran.de 23.03.2020 RAN
Wladimir Klitschko Chris Byrd © Getty Images Wladimir Klitschko Chris Byrd

München – Gemeinsam mit der Youtube-Community könnt ihr am 23. März ab 18 Uhr auf Youtube noch einmal in den Genuss von sechs Klassikern des Schwergewichtsboxens der letzten 25 Jahre kommen.

Wladimir Klitschko vs. Chris Byrd

Los geht es dabei mit dem Aufstieg von Wladimir Klitschko zum Box-Weltmeister der WBO. "Dr. Steelhammer" krönte sich am 14. Oktober 2000 zum Weltmeister nach Version der WBO, als er Chris Byrd in Köln entthronte.

Byrd hatte wenige Monate zuvor für ein Erdbeben der Box-Welt gesorgt, als er dem großen Bruder Vitali den Schwergewichtstitel abnehmen konnte, nachdem Klitschko nach der neunten Runde aufgrund einer verletzten Schulter nicht mehr weiterboxen konnte. Ein halbes Jahr später musste Byrd den Gürtel in seiner ersten Verteidigung gegen den jüngeren Bruder aufs Spiel setzen.

Axel Schulz vs. George Foreman

Der Kampf, mit dem Axel Schulz 1995 zum deutschen Box-Liebling wurde. Der "kleine Ossi" Schulz gegen die Box-Legende George Foreman um die Schwergewichtskrone der IBF. Auch 25 Jahre später hadert Schulz immer noch mit dem Urteil von Las Vegas und mit einer falschen Taktik in den frühen Runden.

Nachdem der "Sanfte Riese" seine Taktik änderte und seine Schnelligkeit ausspielte, brachte er den 46-Jährigen stark in Bedrängnis und erreichte auf einem der drei Punktezettel ein Unentschieden gegen den hochfavorisierten Weltmeister, musste am Ende jedoch eine umstrittene Niederlage einstecken.

Wladimir Klitschko vs. Corrie Sanders

2003 hatte sich Wladimir Klitschko als Box-Weltmeister etabliert. Nachdem er Byrd den WBO-Titel abnehmen konnte, verteidigte er den Gürtel fünf Mal und schickte Francois Botha und Ray Mercer auf die Bretter. Ein Vereinigungskampf gegen WBC-Weltmeister Lennox Lewis lag in der Luft. Auftritt Corrie Sanders.

Der "Sniper" aus Südafrika hatte in den drei Jahren vor dem WM-Kampf ganze drei Runden geboxt und ging als großer Außenseiter in den Kampf. Doch anstatt das nächste Opfer Klitschkos zu werden, machte Sanders selbst kurzen Prozess und schickte den Weltmeister in den ersten beiden Runden vier Mal auf die Bretter, um sich in Hannover den Sieg und den Weltmeistertitel zu holen.

Alexander Povetkin vs. Marco Huck

Acht Mal hatte Marco Huck seinen Weltmeistertitel im Cruisergewicht bereits verteidigt, als er 2012 das Schwergewicht erobern wollte. Das Ziel: die WBA-WM von Olympiasieger Alexander Povetkin. Der Russe hatte erst im Vorjahr die Weltmeisterschaft erobert und arbeitete auf ein Duell gegen Wladimir Klitschko hin. Das Duell gegen den leichten Huck wurde indes zum Härtetest für den Russen.

Huck machte sich die Konditionsschwäche des russischen Weltmeisters zu Nutze und nahm ab der vierten Runde Fahrt auf. In den folgenden Runden konnte er Povetkin mehrfach fast auf die Bretter schicken. Insbesondere die Schlussphase des Klassikers blieb im Gedächtnis, schließlich befanden sich beide Boxer am Rande einer Niederlage, bevor die Kampfzeit unter tosendem Applaus des stehenden Publikums endete.

Vitali Klitschko vs. Corrie Sanders

Vier Jahre zuvor hatte Wladimir Klitschko gegen Chris Byrd die Familienehre wiederhergestellt, 2004 war es nun an Vitali, sich für die überraschende Niederlage seines kleinen Bruders an Corrie Sanders zu revanchieren. Für "Dr. Eisenfaust" eine Frage der Ehre. Denn noch einmal sollte Sanders keinen Sahnetag erwischen, obwohl er in der ersten Runde einen harten Treffer landete.

Stattdessen war es der ältere Klitschko-Bruder, der das Duell um die vakante WBC-Krone bestimmte und den 38-jährigen Südafrikaner schließlich in der achten Runde durch einen technischen Knockout in die Knie zwang. Bis heute bezeichnet Klitschko das Duell gegen Sanders, der 2012 bei einem Raubüberfall getötet wurde, als er sich schützend vor seine Tochter warf, als schwersten Kampf seiner Karriere.

Axel Schulz vs. Francois Botha

Von einem knappen Urteil ging es für Axel Schulz in den nächsten frustrierenden Kampf. Der Kampf am 9. Dezember 1995 gegen Francois Botha sollte zur großen Schulz-Show werden, in der der damals 27-Jährige zum ersten deutschen Schwergewichtsweltmeister seit Max Schmeling werden sollte, stattdessen kam es zu einem der größten Box-Skandale der 90er Jahre.

Denn erneut musste Schulz eine knappe Niederlage einstecken und unterlag dem zuvor weitgehend unbekannten Südafrikaner geteilt nach Punkten. Ein Urteil, dass vom Publikum mit Skandal-Rufen und Wurfgeschossen quittiert wurde. Die Rufe wurden umso lauter, als nachträglich auch noch herauskam, dass Botha gedopt in den WM-Kampf ging. Die Wertung des Kampfes wurde annulliert. Zwar ging Schulz‘ größte WM-Chance damit verloren, das Schwergewicht blieb jedoch bis zum Schluss seiner Karriere ein deutscher Publikumsliebling.

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