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Noch in dieser Saison: Ab Achtelfinale: Umstrittene Neuerung in der Champions League

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 03.12.2018 mopo
Der Videobeweis wird noch in dieser Saison in der Champions League zum Einsatz kommen. © dpa (Symboldbild) Der Videobeweis wird noch in dieser Saison in der Champions League zum Einsatz kommen.

Ob Fußball oder Leichtathletik, Basketball oder Formel 1 – in unserem Newsticker gibt es die wichtigsten Sport-Nachrichten des Tages. Kurz und kompakt für Sie zusammengefasst.

Champions League ab dem Achtelfinale mit Videobeweis

Der Videobeweis wird in der Champions League schon ab dem Achtelfinale der laufenden Saison zum Einsatz kommen. Das Exekutivkomitee der UEFA mit DFB-Präsident Reinhard Grindel stimmte am Montag in Dublin für die vorzeitige Einführung der Technik, die eigentlich erst ab der Spielzeit 2019/20 in der Königsklasse zum Einsatz kommen sollte.Unter anderem Manchester Citys Star-Teammanager Pep Guardiola hatte sich zuletzt vehement für den Einsatz des „VAR“ (Video Assistant Referee) ausgesprochen. Immer wieder war es in der Champions League zu teils eklatanten Fehlentscheidungen der Schiedsrichter gekommen, die mit dem Videobeweis wahrscheinlich hätten verhindert werden können. Das Achtelfinale wird vom 12. Februar bis zum 13. März 2019 gespielt.

Profitieren wird die UEFA davon, dass die Stadien der „üblichen Verdächtigen“ in der K.o.-Runde der Königsklasse aus den Top-Ligen Spanien, England, Deutschland und Italien bereits mit entsprechenden Kamerasystemen ausgerüstet sind. Das gilt auch für die Arena von Atletico Madrid, wo am 1. Juni 2019 das Finale angepfiffen wird.

Robben verlässt den FC Bayern im Sommer

Eine Überraschung ist es nicht mehr, aber nun wissen alle offiziell Bescheid. Bayerns legendäre Flügelzange nimmt Abschied. „Das ist mein letztes Jahr beim FC Bayern. Es waren zehn wundervolle Jahre. Und dann ist es auch gut“, sagte Arjen Robben (34). Gleiches gilt für Franck Ribéry (35). „Ribéry und Robben machen sehr wahrscheinlich ihr letztes Jahr beim FC Bayern“, kündigte Hoeneß am Sonntag an. „Wir werden eine sehr offensive Transferpolitik machen. Die Kassen sind gut gefüllt“.

Erst am Freitag hatten Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge eine Lanze für ihre „Rentnerband“ (Rummenigge) gebrochen. „Das Duo Robbery bekommt ein eigenes glorreiches Kapitel in unserer Geschichte. Sie haben über 700 Spiele absolviert, dabei 261 Tore geschossen und 289 Vorlagen gegeben. Sie sind Legenden des FC Bayern“, sagte Rummenigge.

Mit diesen Legenden soll nun noch die Aufholjagd auf den BVB gelingen. Hoeneß: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir den Bock umhauen.“

Wilder weiter WBC-Champion

Deontay Wilder bleibt Profibox-Weltmeister des WBC im Schwergewicht. Der 33 Jahre alte US-Amerikaner verteidigte seinen Titel in Los Angeles nach zwölf Runden gegen den britischen Ex-Champion Tyson Fury durch ein Unentschieden erfolgreich. Im Kampfverlauf hatte Wilder seinen drei Jahre jüngeren Herausforderer zweimal auf die Bretter geschickt. Der in nunmehr 41 Profikämpfen unbesiegte Kalifornier darf nach seinem Erfolg auf einen Vereinigungskampf gegen den Briten Anthony Joshua hoffen, der die Gürtel der IBF und der WBO trägt sowie Superchampion der WBA ist.

Wilder war trotz der erfolgreichen Titelverteidigung mit dem Urteil der Kampfrichter nicht einverstanden. „Wir beide sind große Kämpfer und haben unser ganzes Herz gegeben. Aber ich denke, dass ich den Fight durch die beiden Niederschläge gewonnen habe“, sagte der Champion.

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Fury, der vor drei Jahren in Düsseldorf den ukrainischen Superstar Wladimir Klitschko entthront und danach durch zahlreiche Eskapaden und persönliche Probleme einen beispiellosen Abstieg zu verkraften hatte, beanspruchte gleichwohl den Sieg für sich: „Ich bin zwar zweimal niedergeschlagen worden, aber ich glaube trotzdem, dass ich gewonnen habe“ sagte der ebenfalls noch ungeschlagene „Gipsy King“.

Die unterschiedlichen Meinungen spiegelten sich auch bei den Kampfrichtern wider. Einer sah Wilder mit 115:113 Punkten vorn, einer hingegen Fury mit 114:112, einer wertete den Fight mit 113:113.

Der für Wilder lukrative Fight gegen Joshua war kurze Zeit nach dem Schlussgong jedoch noch kein Thema. Vielmehr sprach sich der Weltmeister für einen Rückkampf aus. Auch Fury forderte eine Revanche. 

Bayern siegt dank Gnabry in Bremen - Dortmund bezwingt Freiburg 

Der FC Bayern hat mit Trainer Niko Kovac einen weiteren Schritt aus der sportlichen Krise geschafft. Die Münchner gewannen am Samstag mit 2:1 (1:1) bei Werder Bremen und verbesserten sich vorerst auf Platz drei der Fußball-Bundesliga. Souveräner Spitzenreiter bleibt Borussia Dortmund. Der BVB hat nach einem glanzlosen 2:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen den SC Freiburg weiter neun Punkte Vorsprung vor den Bayern.

Am anderen Ende der Tabelle rutschte Hannover 96 durch ein 0:2 (0:1) gegen Hertha BSC auf den vorletzten Platz ab. Der VfB Stuttgart verschaffte sich mit einem 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg indes etwas Luft und liegt nun auf Rang 15. Geprägt wurden die Samstagspartien des 13. Spieltags von einem Stimmungsboykott der Ultras in der ersten Halbzeit, mit denen die Fans gegen Anstoßzeiten unter der Woche in allen Ligen protestierten.

Bayern_siegt_dank_Gnabry_181201 © Bongarts/Getty Images Bayern_siegt_dank_Gnabry_181201

Vier Tage nach dem 5:1 gegen Benfica Lissabon wollten die Bayern auch in der Bundesliga den Weg aus der Ergebniskrise finden. „Wir haben viel miteinander gesprochen und versucht, Probleme anzusprechen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. In Bremen erwischten die Münchner einen guten Start und gingen verdient durch Serge Gnabry in der 20. Minute in Führung.

Doch nach einer halben Stunde verloren die Bayern einmal mehr ihre Linie. Yuya Osakos Kopfballtor in der 33. Minute brachte Gäste-Coach Kovac mächtig in Rage. Erneut Gnabry (50.) brachte den Rekordmeister kurz nach der Pause zurück in die Spur. Werder verlor zudem kurz vor Schluss Abwehrspieler Niklas Moisander mit Gelb-Rot.

Liga-Primus Dortmund ließ nach der ärgerlichen Nullnummer gegen Brügge auch gegen Freiburg zunächst eine Reihe guter Chancen aus. Dann sorgte Kapitän Marco Reus per Foulelfmeter (40.) für die Erlösung, es war bereits sein neunter Saisontreffer. In der Nachspielzeit machte Superjoker Paco Alcácer alles klar.

In Hannover wird die Lage für Trainer André Breitenreiter immer ungemütlicher. Jordan Torunarigha (44.) und Vedad Ibisevic (73.) schossen die Hertha zum Sieg und die Niedersachsen noch tiefer in den Abstiegskampf.

Ein wenig durchatmen können dagegen die Stuttgarter. Dank des Treffers von Anastasios Donis (39.) gelang gegen Augsburg der zweite Sieg unter Trainer Markus Weinzierl.

3. Liga: 1. FC Kaiserslautern trennt sich von Trainer Michael Frontzeck

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat seinen Trainer Michael Frontzeck am Samstag beurlaubt. Die Entscheidung bestätigten die Pfälzer einen Tag nach der 0:5-Pleite im Punktspiel bei der SpVgg Unterhaching. Ein Nachfolger für den 54 Jahre alten Ex-Nationalspieler beim früheren Meister, der im Tabellenmittelfeld mit 21 Punkten nach 17 Spielen immer weniger Chancen auf den direkten Wiederaufstieg in die zweite Liga besitzt, steht noch nicht fest.„Die jüngsten Entwicklungen haben uns dazu bewogen, neue Impulse zu setzen. Diese Entscheidung ist uns schwergefallen, zumal wir nach den Siegen gegen Uerdingen und in Aalen eine positive Entwicklung beobachten konnten. Der Eindruck der vergangenen vier Spiele hat in Summe jedoch dazu geführt, dass wir uns für einen Wechsel auf der Trainerposition entschieden haben“, sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader: „Leider hat sich die Mannschaft am Freitag in keiner Weise so präsentiert, wie wir es von Spielern im FCK-Trikot erwarten.“

Frontzeck hatte sein Trainer-Amt bei den „Roten Teufeln“ am 1. Februar angetreten. Obwohl er den Abstieg aus der zweiten Bundesliga nicht verhindern konnte, sollte der frühere Profi den FCK wieder zurück ins Unterhaus führen. Nach drei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen war die Geduld der Lauterer Führung allerdings aufgebraucht.

Dreßen bei Abfahrt schwer gestürzt – Saison-Aus

Der deutsche Skirennfahrer Thomas Dreßen ist bei der Weltcup-Abfahrt von Beaver Creek gestürzt und hat sich das vordere und das hintere Kreuzband gerissen. Damit wird er den Rest der Saison ausfallen. Das gab der Deutsche Skiverband (DSV) am späten Freitagabend nach einer Untersuchung des 25-Jährige in Vail/USA bekannt. Neben der schweren Blessur im Knie erlitt der Kitzbühel-Sieger der Vorsaison zudem eine Subluxation der linken Schulter. Nach einer Rückkehr nach Deutschland werde sich der Mittenwalder weiteren Untersuchungen unterziehen. Ein Comeback in der laufenden WM-Saison ist aber ausgeschlossen.

Der Kitzbühel-Sieger kam am Freitagabend in den USA bei mehr als 100 Stundenkilometern wegen eines Fahrfehlers zu Fall, rutschte in ein Fangnetz und wurde mit dem Rettungsschlitten ins Tal gebracht.

Eine Diagnose stand zunächst aus, der 25-Jährige wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Zu befürchten war eine schwere Knieblessur. Die vorläufig schnellste Zeit des Schweizers Beat Feuz geriet aus deutscher Sicht zur Nebensache.

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Dreßen war mit Startnummer 9 in das wegen schwieriger Bedingungen verkürzte Rennen gegangen und auf Podiumskurs. Bei schlechter Sicht und unebenem Untergrund verkanteten dann seine Ski, die Beine wurde auseinandergerissen und der Vorjahres-Dritte konnte den Sturz nicht verhindern. Dreßen schlug heftig im Fangnetz auf. Bei der Übertragung im Fernsehen war zu hören, wie der Sportler vor Schmerzen schrie.

Nach minutenlanger Behandlung konnte Dreßen zwar gestützt von Betreuern aufstehen, dann aber brachten ihn Sanitäter mit dem Rettungsschlitten ins Tal. Von dort ging es weiter in eine Klinik.

Dreßen war als zweimaliger Weltcup-Sieger des vorigen Winters und Dritter der Abfahrts-Gesamtwertung einer der Speed-Favoriten für diese WM-Saison. Am vergangenen Wochenende war ihm in Lake Louise mit einem siebten und neunten Rang in Abfahrt und Super-G ein beachtlicher Saisonstart geglückt. In seiner Karriere war der Oberbayer von schweren Verletzungen bislang verschont geblieben.

Auf der WM-Strecke von 2015 führte Weltmeister Feuz nach 30 Startern vor Landsmann Mauro Caviezel (+0,07 Sekunden) und dem norwegischen Olympiasieger Aksel Lund Svindal (+0,08). Josef Ferstl rangierte als bester Athlet des Deutschen Skiverbands auf Platz zwölf (+0,90), Andreas Sander (+1,51) musste abgeschlagen um Weltcup-Punkte bangen.

Jens Keller beerbt Nouri in Ingolstadt 

Trainer Jens Keller folgt nach Informationen von Sky und der Bild-Zeitung beim Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt auf den entlassenen Alexander Nouri. Demnach erhält der frühere Coach des VfB Stuttgart, von Schalke 04 und zuletzt Union Berlin (bis Dezember 2017) beim Tabellenletzten einen Vertrag bis zum Saisonende. Nouri war am Montag nach nur acht Spielen im Amt entlassen worden.

Leverkusen spielt 1:1 gegen Rasgrad in der Europa League 

Bayer Leverkusen kann weiter aus eigener Kraft den Gruppensieg in der Europa League schaffen. Mit einer B-Elf kam der Fußball-Bundesligist vor heimischer Kulisse gegen Ludogorez Rasgrad zwar nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus, liegt aber nach der 1:2 (0:1)-Niederlage des FC Zürich im Parallelspiel gegen AEK Larnaka weiter vor den zweitplatzierten Schweizern. Leverkusen war bereits vor dem wenig mitreißenden Spiel sicher für die K.o.-Runde qualifiziert. Marcelinho brachte die Gäste aus Bulgarien am Donnerstagabend in der 69. Minute in Führung, ehe Mitchell Weiser der sehenswerte Ausgleich für Leverkusen gelang (85.). Am letzten Spieltag tritt Bayer 04 bei AEK Larnaka an.

Während Liverpool-Spiel: Choupo.Moting Opfer von Einbrechern

Der ehemalige Bundesligaprofi Eric Maxim Choupo-Moting ist während des Champions-League-Spiels zwischen Paris St. Germain und dem FC Liverpool (2:1) Opfer von Einbrechern geworden. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Polizeiquelle. Zunächst hatte der Radiosender France Info den Vorfall an die Öffentlichkeit gebracht. Laut AFP seien aus Choupo-Motings Appartement im Westen von Paris Wertgegenstände in Höhe von 600.000 Euro entwendet worden.

Schalke schon vor dem Anpfiff im Champions-League-Achtelfinale 

Der FC Schalke 04 hat sich schon vor dem Anpfiff der eigenen Partie beim FC Porto am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN) die Achtelfinal-Teilnahme in der Champions League gesichert. Weil Galatasaray Istanbul bei Lokomotive Moskau 0:2 (0:1) verlor, konnte der Fußball-Bundesligist in den noch ausstehenden Partien nicht mehr von einem der beiden ersten Plätze in der Gruppe D verdrängt werden. Damit zogen die Schalker erstmals seit der Saison 2014/2015 wieder in die K.o.-Runde der Königsklasse ein.

Vor dem Anpfiff der Partie des 5. Spieltags in Porto führte der portugiesische Meister mit zehn Punkten vor Schalke (8), Galatasaray (4) und Moskau (3). Am letzten Spieltag empfangen die Schalker am 11. Dezember in Gelsenkirchen das Team aus Moskau, Porto muss zeitgleich in Istanbul antreten. 

Jancker in Österreich entlassen

Der ehemalige Bundesliga-Profi Carsten Jancker ist als Trainer beim österreichischen Fußball-Zweitligisten SV Horn entlassen worden. Der 44-Jährige, der für den 1. FC Köln und Bayern München stürmte, war seit Sommer 2017 Trainer der Niederösterreicher und hatte das Team in der Vorsaison zurück in die 2. Liga geführt. In der laufenden Spielzeit konnte die Mannschaft bislang aus 15 Spielen nur 10 Punkte holen.

Mick Schumacher steigt in die Formel 2 auf

Mick Schumacher macht den nächsten Karriereschritt und fährt im kommenden Jahr in der Formel 2. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher wechselt in die stärkste Nachwuchskategorie unterhalb der Formel 1 und bleibt beim Prema-Team. „Ich freue mich sehr darauf, meine nächste Saison in der FIA Formel 2 mit Prema zu bestreiten – für mich ein logischer Schritt auf meinem sportlichen Weg, denn ich möchte an meiner technischen Erfahrung und den fahrerischen Fähigkeiten weiter feilen“, sagte der 19-Jährige. Schumacher hatte sich 2018 den Titel in der Formel-3-Europameisterschaft gesichert.

HSV vergibt kurz vor Schluss den Sieg gegen Union Berlin

Mit einem 2:2  gegen Union Berlin verdrängte der Hamburger SV im Montagspiel der 2. Bundesliga den 1. FC Köln von der Tabellenspitze. Union war in der 12. Minute durch Joshua Mees 1:0 in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit drehte der HSV innerhalb von sieben Minuten die Partie. Zunächst erzielte Aaron Hunt den 1:1-Ausgleich (58.), dann schoss Lewis Holtby das 2:1 (65.). Als der HSV schon wie der sichere Sieger aussah, schaffte Berlins Suleiman Abdullahi das 2:2 (90.).

Schanzer entlassen Sieglos-Trainer Alexander Nouri

Der FC Ingolstadt hat sich am Montagabend von Trainer Alexander Nouri (39) getrennt. Dies gaben die Schanzer am Abend bekannt. Damit reagierte der Tabellenletzte der 2. Bundesliga auf die sportliche Talfahrt. Nouri hatte den Verein erst am 24. September von Stefan Leitl übernommen. Aber in acht Pflichtspielen schaffte Nouri nicht einen Sieg! Mit dem Sieglos-Coach muss auch sein Co-Trainer Markus Feldhoff gehen. Das Training übernimmt zunächst Ingolstadts "U19"-Coach Roberto Pätzold.

Ingolstadts Geschäftsführer Harald Gärtner erklärte: „Alex Nouri ist es nicht gelungen, die Negativspirale zu stoppen und in der Mannschaft eine entscheidende positive Entwicklung herbeizuführen. Deshalb sind wir nach unseren Gesprächen zu dem Entschluss gekommen, die Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung zu beenden. Nach den ausbleibenden Erfolgserlebnissen sahen wir uns zum Handeln gezwungen.“

Als Nachfolger wird Trainer Jens Keller gehandelt.

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SC Freiburg und Werder Bremen trennen sich 1:1

Werder Bremen hat seine sportliche Krise gestoppt und beim SC Freiburg zumindest einen Teilerfolg gefeiert. Die Mannschaft von Coach Florian Kohfeldt kam am Sonntag im Breisgau zu einem 1:1 und vermied damit die vierte Niederlage nacheinander in der Fußball-Bundesliga. Freiburgs U21-Nationalspieler Luca Waldschmidt (42. Minute) hatte per Elfmeter für die verdiente Führung der Freiburger gesorgt. In der Nachspielzeit gelang dem Schweden Ludwig Augustinsson aber noch der Ausgleich für Werder (90.+2).

Fans bewerfen Boca-Juniors-Bus mit Steinen – mehrere Profis verletzt, Spiel abgebrochen

Das Finale der Copa Libertadores zwischen River Plate und den Boca Juniors ist nach schweren Ausschreitungen vor dem Stadion verlegt worden. Mehrere Profis der Boca Juniors erlitten Schnittwunden und Atembeschwerden, als ihr Bus am Samstag von Fans des Erzrivalen River Plate mit Steinwürfen angegriffen wurde. Das Spiel wurde auf Sonntag (21 Uhr/MEZ) verschoben, erklärte der Präsident des südamerikanischen Dachverbands Alejandro Domínguez.

Keiner der beiden Vereine wolle nach den Ausschreitungen antreten. Bocas Kapitän Pablo Pérez musste in einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden, wo eine Augenverletzung des Mittelfeldspielers festgestellt wurde. Mehrere weitere Spieler, unter ihnen Starstürmer Carlos Tévez wurden von Pfeffer- oder Tränengas getroffen, das durch die zerstörten Fenster in den Bus eindrang.

Die 66.000 Eintrittskarten für das Rückspiel um den Titel der südamerikanischen Champions League waren allesamt an River-Fans ausverkauft worden. Seit 2013 dürfen in ganz Argentinien wegen zahlreicher Gewalttätigkeiten keine Gästefans mehr ins Stadion. Vor dem Stadion kam es zu zahlreichen Zusammenstößen von Fans ohne Ticket mit der Polizei.

Das Hinspiel im Boca-Stadion war 2:2 (2:1) ausgegangen. Am Samstag waren 2100 Polizisten im Einsatz.

Bayer gewinnt Kellerduell gegen Stuttgart

Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich kann dank Kevin Volland vorerst durchatmen. Der Nationalstürmer erzielte beim 2:0 (0:0)-Sieg gegen den Tabellenletzten VfB Stuttgart beide Treffer (76., 83.) und verschaffte dem angeschlagenen Bayer-Coach wieder etwas Luft.Nach dem erst zweiten Heimsieg der Saison rücken die Rheinländer zunächst auf Rang zehn vor, der Abstand auf die Europa-League-Ränge beträgt fünf Punkte und könnte im Laufe des Wochenendes wieder größer werden.

VfB-Trainer Markus Weinzierl, der beim 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg vor der Länderspielpause den ersten Sieg unter seiner Regie gefeiert hatte, kassierte hingegen den nächsten Rückschlag. Die erschreckend ungefährlichen Schwaben behalten nach der achten Saisonniederlage die Rote Laterne.

„Wir wollten hier was mitnehmen. Wir haben es geschafft, sie relativ weit von unserem Tor wegzuhalten. Leider pennen wir dann bei der Standardsituation, die zum Tor führt“, sagte Stuttgarts Ex-Nationalspieler Dennis Aogo: „Die Situation ist für uns alle absolut nicht zufriedenstellend.“

Ex-Bundesligaprofi muss 50 Tage in Haft

Der ehemalige Wolfsburger Fußball-Profi Nicklas Bendtner will seine Verurteilung zu 50 Tagen Gefängnis nicht anfechten. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Kopenhagen am Mittwoch mit. Der Däne muss demnach seine Haftstrafe antreten.

Anfang des Monats hatte ein Gericht in der dänischen Hauptstadt es als erwiesen angesehen, dass der 30-Jährige einen Taxifahrer am 9. September so hart geschlagen und getreten hatte, dass dieser unter anderem einen Kieferbruch erlitt. Die Schwere der Verletzung war ein Grund, warum die Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Bendter hatte nach der Verurteilung angekündigt, gegen das Urteil angehen zu wollen. Er gab an, sich nur verteidigt zu haben. Am Mittwoch zog er seine Berufung zurück. „Nicklas stimmt der Entscheidung des Stadtgerichts nicht zu, hat aber beschlossen, den Fall hinter sich zu lassen und sich auf seinen Verein und seine Familie zu konzentrieren“, schrieb sein Anwalt Anders Nemeth in einer SMS an die Nachrichtenagentur Ritzau.

Nicklas Bendtner war von 2014 bis 2016 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Sein aktueller Klub Rosenborg Trondheim in Norwegen distanzierte sich von den Vorfällen. Personelle Konsequenzen sollte es aber keine geben.

Bestätigt: Kubica fährt wieder Formel 1

Robert Kubica (33) kehrt knapp acht Jahre nach seinem Horror-Unfall in die Formel 1 zurück. Der Pole wird in der Saison 2019 Stammpilot bei Williams und damit Teamkollege von Rookie George Russell, wie der Traditionsrennstall am Donnerstag bekannt gab.

In dieser Saison war Kubica bereits Ersatzfahrer bei Williams.„Die Rückkehr in die Formel 1 war ein langer und herausfordernder Weg. Ich möchte allen danken, die mich in dieser schwierigen Phase meines Lebens unterstützt haben“, sagte Kubica, der die Rückkehr als „einen der größten Erfolge meines Lebens“ bezeichnete.

Mit Kubicas Rückkehr in die Formel 1 ist eines der spektakulärsten Comebacks der Königsklasse im Motorsport endgültig perfekt. Der WM-Vierte von 2008 galt als kommender Weltmeister, bis er sich im Februar 2011 bei einem schlimmen Rallye-Unfall schwer verletzte. Dabei verlor Kubica fast eine Hand, sein rechter Arm ist bis heute in der Beweglichkeit eingeschränkt. Trotzdem kämpfte Kubica, der 2008 den Großen Preis von Kanada gewann, all die Jahre um sein Comeback. Sein bisher letztes Formel-1-Rennen fuhr Kubica am 14. November 2010 in Abu Dhabi.

Williams, früher eines der absoluten Top-Teams, erlebte zuletzt einen ziemlichen Niedergang, weil das Team in der kostspieligen Formel 1 vor allem auf Bezahl-Fahrer setzen musste. Doch damit soll jetzt Schluss sein.

„Wir wollen die Kultur unseres Teams wieder aufbauen“, sagte Claire Williams, Tochter des legendären Teamgründers Sir Frank Williams: „Wir wollen die Wende schaffen.“ Und dabei soll Kubica mit seiner Erfahrung an der Seite des talentierten Neulings Russell nun helfen.

Übermäßiger Alkoholkonsum: Curling-Team um Olympiasieger Fry ausgeschlossen

2014 gefeierter Olympiasieger, 2018 wegen einer Alkohol-Eskapade von einem Curling-Turnier ausgeschlossen: Der Kanadier Ryan Fry und sein Team haben am Sonntag mit ihrem unrühmlichen Verhalten für negative Schlagzeilen gesorgt. Weil Fry, der vor vier Jahren in Sotschi Olympia-Gold gewonnen hatte, und seine Teamkollegen Jamie Koe, Chris Schille, und DJ Kidby beim Red Deer Curling Classic „extrem betrunken“ waren, sei das Quartett ausgeschlossen worden, teilte der Veranstalter mit. „Sie waren auf dem Eis, aber sie waren extrem betrunken, haben die Besen zerbrochen und geflucht“, sagte Hausmeister Wade Thurber bei CBC Sports: „Ihr Verhalten war einfach nicht zu akzeptieren. Niemand möchte so etwas sehen oder hören. Genug war genug!“

Die trinkfreudigen Curler hätten zudem in den Umkleiden Schäden verursacht, führte Thurber aus: „Sie haben Taschen und persönliche Gegenstände der gegnerischen Teams herumgeworfen.“

Fry entschuldigte sich unterdessen für sein „respektloses und peinliches Verhalten“. Der 40-Jährige betonte, er wolle Fans, Gegner und Organisatoren um Verzeihung bitten. „Ich habe mir selbst erlaubt, die Kontrolle zu verlieren. Ich habe Leute verletzt mit meinen Aktionen“, sagte Fry: „Ich werde die nötigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert.“

Zverev als erster Deutscher seit Becker im Endspiel

Alexander Zverev (21) spielt als erster Deutscher seit Boris Becker vor 22 Jahren um den Titel beim ATP-Saisonfinale. Der gebürtige Hamburger gewann in London das Halbfinale gegen Rekordsieger Roger Federer (37) aus der Schweiz nach 1:34 Stunden 7:5, 7:6 (7:5). Becker hatte 1996 im Endspiel in Hannover gegen Pete Sampras (USA) verloren.

Mit einem Sieg am Sonntag (19.00 Uhr MEZ/Sky) gegen Novak Djokovic (Serbien) oder Kevin Anderson (Südafrika) kann Zverev als erster Deutscher seit Becker 1995 in Frankfurt den Titel beim Turnier der acht saisonbesten Tennisprofis holen. In der Gruppenphase verlor er am Mittwoch deutlich gegen Djokovic, schaffte jedoch mit zwei Siegen den Einzug in die K.o.-Runde. Gegen Federer gelang ihm sein dritter Sieg im sechsten Duell.

Michael Unterbuchner schafft Historisches bei Grand Slam of Darts

Michael Unterbuchner hat als erster Deutscher überhaupt beim Grand Slam of Darts das Achtelfinale erreicht. Der 30-Jährige bezwang am Dienstag in Wolverhampton den Engländer Ian White mit 5:3 und zog durch seinen zweiten Sieg als einziger von drei deutschen Teilnehmern in die K.o.-Runde ein. Unterbuchner, der in der British Darts Organisation (BDO) spielt, belegte in Gruppe D Platz zwei hinter dem zweimaligen Weltmeister Gary Anderson (Schottland).

Der Grand Slam of Darts ist das einzige gemeinsame Turnier der konkurrierenden Darts-Verbände PDC und BDO. Dotiert ist der Grand Slam mit umgerechnet rund 517.000 Euro. Die letzten drei Auflagen gewann der niederländische Weltranglistenerste Michael van Gerwen.

Rainer Schüttler wird neuer Trainer von Angie Kerber

Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ist bei der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden. Nach SID-Informationen wird die 30-Jährige künftig vom ehemaligen Australian-Open-Finalisten Rainer Schüttler (42) betreut. Schüttler war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Schüttler soll das Training mit Kerber nach deren Urlaub Ende November aufnehmen. Mitte Oktober, eine Woche vor dem WTA-Finale in Singapur, hatte sich die Kielerin überraschend von ihrem Coach Wim Fissette (38) getrennt.

Julian Draxler sagt Joachim Löw wegen Trauerfall ab

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw muss beim vorletzten Länderspiel des Jahres außer auf Mark Uth auch auf Ex-Weltmeister Julian Draxler verzichten. Der Mittelfeldspieler vom französischen Meister Paris St. Germain wird wegen eines Trauerfalls in der Familie nach Rücksprache mit Löw zunächst nicht nach Leipzig reisen und fällt für die Partie am Donnerstag gegen Russland aus.

Ob Draxler vier Tage später im möglichen Abstiegs-„Endspiel“ der Nations League in Gelsenkirchen gegen Erzrivale Niederlande wieder zur Verfügung stehen wird, soll nach der Partie gegen Russland entschieden werden.

Vor Draxlers Absage hatte Löw weitere Nachnominierungen noch ausgeschlossen. „Nein, geplant ist es momentan nicht. Wir haben 20 Feldspieler und drei Torhüter, das reicht im Moment aus“, sagte Löw bei der Ankunft der Nationalmannschaft in Leipzig am Montagabend. 

Tödlicher Unfall bei Skateboard-Weltcup-Finale in Rio

Das Weltcup-Finale der Skateboarder in Rio de Janeiro wurde von einem tödlichen Unfall überschattet. Bei der Abfahrt auf dem kurvenreichen Asphalt im Tijuca-Stadtwald stieß der 18-jährige Brasilianer Allyson Pastrana in vollem Tempo frontal mit einem entgegenkommenden Motorrad der Organisation zusammen und erlag wenig später seinen Verletzungen.

Drei weitere Athleten stürzten bei dem Unfall, erlitten aber nur leichte Verletzungen. Die Veranstaltung wurde nach dem Unglück abgebrochen. Pastrana war nach drei nationalen Meisterschaften in den Jugendklassen erst in diesem Jahr als Profi zugelassen worden.

Tödliche Schüsse bei Stadtderby in Rio

Brasiliens Fußball ist einmal mehr vom Tod eines Fans überschattet worden. Bei Ausschreitungen vor dem Lokalderby zwischen Botafogo und Flamengo erlag ein nach ersten Informationen 25 Jahre alter Flamengo-Anhänger im Stadtviertel Ilha do Governador von Rio de Janeiro einer Schussverletzung. Ein weiterer Anhänger wurde von einer Kugel getroffen, ist aber außer Lebensgefahr.

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Bei einem weiteren Vorfall auf der für Konflikte zwischen Drogenbanden und Polizei gefürchteten Avenida Brasil waren gleich 60 Botafogo-Fans vorübergehend in Haft genommen worden, nachdem sie einen von Sicherheitskräften begleiteten Bus mit Flamengo-Fans mit Gewalt zum Halten bringen wollten.

Auch im Umfeld des Nilton-Santos-Stadions, wo vor zwei Jahren in die olympischen Leichtathletik-Wettbewerbe stattfanden, kam es bei gewalttätigen Zwischenfällen zu Verhaftungen.

Sieben Punkte Vorsprung! BVB siegt 3:2 gegen Bayern 

Spitzenreiter Borussia Dortmund hat dank einer tollen Moral Rekordmeister Bayern München distanziert und damit einen riesigen Schritt Richtung Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga gemacht. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre gewann einen intensiven und hochklassigen Liga-Gipfel trotz zweimaligen Rückstands mit 3:2 (0:1) und baute den Vorsprung auf den Titelverteidiger auf sieben Zähler aus.Marco Reus (49, Foulelfmeter/67.) glich zunächst die zweimalige Führung der Gäste durch Robert Lewandowski (26./52.) aus, ehe Super-Joker Paco Alcacer (73.) zum Sieg traf. In der fünften Minute der Nachspielzeit wurde Lewandowskis 3:3 wegen Abseits zu Recht nicht anerkannt.

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Die Gäste begannen auch ohne Dortmund-Schreck Arjen Robben, Thiago, Corentin Tolisso und Kingsley Coman (alle verletzt) vor 81.365 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park gewohnt dominant. Sie ließen den Ball laufen und schnürten den BVB am eigenen Strafraum ein.

Die Dortmunder lauerten auf Ballverluste der Bayern und Konter. Ein solcher hätte fast zur Führung geführt. Nach einem Fehler von Mats Hummels lief Reus alleine auf Manuel Neuer zu, doch dem Kapitän versagten die Nerven. Reus schloss zu früh ab und Neuer parierte (10.).

In der Folge übernahmen die Münchner das Kommando. Aggressiv im Zweikampf, laufstark und in Ansätzen auch mit Spielwitz ausgestattet - der selbst ernannte Außenseiter drängte auf die Führung. Eine Direktabnahme von Franck Ribery verfehlte das Ziel aber deutlich (17.).

Besser machte es Lewandowski. Nach einer präzisen Flanke von Joshua Kimmich köpfte der Ex-Dortmunder aus sechs Metern ein. Marwin Hitz, der den verletzten BVB-Torhüter Roman Bürki vertrat, war ohne Abwehrchance. Dafür reagierte Hitz gegen Ribery gut (33.).

Der Gastgeber, der erstmals seit über sechs Jahren als Tabellenführer auf den FC Bayern traf, hatte in der ersten Halbzeit Mühe ins schnelle Umschaltspiel zu kommen. Wenn es einmal gelang, war der letzte Pass häufig zu ungenau.

Die Münchner, bei denen Jerome Boateng nach seiner Nicht-Berücksichtigung für die Nationalmannschaft mit Hummels die Innenverteidigung bildete, ließen außer der Möglichkeit durch Reus im ersten Durchgang nicht viel zu (6:1 Torschüsse).

„Die Bayern machen ein konzentriertes und gutes Spiel. Dortmund hatte eine Chance, ansonsten hatten sie es im Griff“, sagte Bundestrainer Joachim Löw in der Pause bei Sky.

Das änderte sich nach dem Wechsel. Neuer zögerte beim Herauslaufen einen Tick zu lange und kam gegen Reus zu spät. Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Elfmeter, den Reus sicher zum Ausgleich verwandelte.

Angetrieben von den Fans war der BVB jetzt im Spiel, die Münchner blieben aber eiskalt. Lewandowski köpfte eine Hereingabe des starken Kimmich zu seinem siebten Saisontor ein.

Der BVB zeigte sich aber keineswegs geschockt und erhöhte das Tempo. Joshua Kimmich klärte für den geschlagenen Neuer gegen Reus auf der Linie (59.), Boateng verhinderte gegen den für Mario Götze eingewechselten Paco Alcacer den Ausgleich (62.). Dieser gelang Reus mit einer sehenswerten Direktabnahme fünf Minuten später.

Beide Mannschaften suchten danach die Entscheidung. Die Bayern rannten nun aber immer wieder in Konter des BVB, dabei sorgte Paco Alcacer für die erste Führung.

Bundesliga: VfB Stuttgart sendet ein Lebenszeichen, Hoffenheim und Mainz siegen

In der Abstiegszone gab der VfB Stuttgart im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Markus Weinzierl ein erstes Lebenszeichen ab, die Schwaben siegten beim 1. FC Nürnberg 2:0 (0:0).

Der VfB bleibt aber weiter Schlusslicht der Liga, denn der zuletzt so desolate Aufsteiger Fortuna Düsseldorf kam gegen Hertha BSC gar zu einem 4:1 (0:0). Am Freitag hatte auch schon der Drittletzte Hannover 96 beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg drei Punkte geholt. Auf dem Vormarsch ist Champions-League-Teilnehmer 1899 Hoffenheim, der gegen den FC Augsburg 2:1 (0:0) gewann. Den Sprung in die obere Tabellenhälfte schaffte der FSV Mainz 05 durch ein 3:1 (2:0) beim SC Freiburg.

In Nürnberg schossen Timo Baumgartl (68.) und Erik Thommy (82.) den Sieg heraus. Dazu stand nach elf Gegentoren in den letzten drei Spielen unter Weinzierl beim VfB hinten die Null. Der Coach hatte dabei seine Abwehr ein wenig umgebaut, auch weil der zuletzt so schwache Ex-Nationalspieler Holger Badstuber mit einer Wadenverletzung ausfiel.

In Hoffenheim kam der Champions-League-Teilnehmer durch Andrej Kramaric (65.) und Reiss Nelson (83.) zum Sieg, für Augsburg traf der Isländer Alfred Finnbogason mit seinem siebten Saisontor zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Der erste Auswärtssieg der Saison gelang den Mainzern durch Tore von Jean-Philippe Gbamin (6.), Jean-Philippe Mateta (18.) und Karim Onisiwo (75.). Für Freiburg traf Roland Sallai (72.).

Mick Schumacher als Junior-Motorsportler des Jahres ausgezeichnet

Knapp einen Monat nach dem Gewinn der Formel-3-Europameisterschaft ist Mick Schumacher zum Junior Motorsportler des Jahres gewählt worden. Das teilte der ADAC am Freitag mit. Eine Jury aus Vertretern des ADAC und Journalisten wählte am Donnerstag in München den 19 Jahre alten Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. „Die Auszeichnung hat eine lange Tradition und ist eine große Ehre“, sagte Mick Schumacher.

Sein Vater hatte 1992 und 2000 die Wahl zum Motorsportler des Jahres gewonnen. Diesen Titel erhalten diesmal die deutschen Rallye-Meister Marijan Griebel (29) und Alexander Rath (34). Sie setzten sich unter anderen gegen den britischen DTM-Champion Gary Paffett durch. Die Ehrungen werden am 15. Dezember in München vorgenommen.

Bayer und Frankfurt weiter, Leipzig muss zittern 

Leverkusen Na immerhin: Bayer Leverkusen hat sich mit einem knappen 1:0-Sieg gegen den FC Zürich vorzeitig für die K.o.-Runde der Europa League qualifiziert und gute Karten, diese als Gruppensieger zu erreichen.

Trainer Heiko Herrlich (46) rotierte nach der 1:4-Liga-Pleite gegen Hoffenheim gleich auf sechs Positionen. Tah, Bellarabi, Sven Bender waren angeschlagen nicht im Kader, Havertz, Lars Bender und Volland saßen auf der Bank. Dafür spielten Dragovic, Bailey, Alario, Baumgartlinger, Aranguiz und Kohr. Für den Chilenen Aranguiz war es nach seiner Knieverletzung der erste Einsatz seit dem 2. Bundesliga-Spieltag am 1. September (1:3 in Wolfsburg).

Bayer begann bemüht, aber einfallslos – und hätte doch zur Pause führen müssen. Doch Alario schoss aus spitzem Winkel selbst statt die mitgelaufenen Brandt oder Bailey zu bedienen und scheiterte an Gäste-Torwart Brecher.

In der 60. Minute klingelte es dann doch: Eine Ecke von Brandt köpfte Jedvaj am Fünfer wuchtig zum 1:0 in den Kasten.

Zürich wollte sofort antworten, doch Rüegg schoss aus kurzer Distanz volley knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite parierte Brecher ein 25-Meter-Pfund von Bailey. Bayer brachte den Sieg nach Hause und kann sich vorläufig voll auf die Liga konzentrieren.

Während auch  Pokalsieger Eintracht Frankfurt durch ein 3:2 (1:0) bei Apollon Limassol in Nikosia vorzeitig in die Zwischenrunde spazierte, muss RB Leipzig nach einer 1:2-Auswärtsniederlage bei Celtic Glasgow wieder kräftig zittern.

Bayern fast im Achtelfinale, Hoffenheim erkämpft Remis in Unterzahl

Bayern München hat sich dank seines Torjägers Robert Lewandowski einen zähen Pflichtsieg in der Champions League erkämpft, die TSG Hoffenheim wendete mit einem Kraftakt das vorzeitige Aus ab: Während der Rekordmeister nach einem 2:0 (1:0) gegen AEK Athen dicht vor dem Einzug in die K.o.-Runde steht, holte die TSG beim 2:2 (0:2) bei Olympique Lyon einen Zwei-Tore-Rückstand in Unterzahl auf und hat doch noch eine kleine Chance aufs Weiterkommen. Lewandowski (31., Foulelfmeter, 71.) traf zweimal für die Münchner, die sich jedoch kaum Selbstvertrauen für das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) beim Tabellenführer Borussia Dortmund holen konnten. Dafür lief beim Team von Trainer Niko Kovac zu wenig zusammen. Gegen die kampfstarken, aber technisch deutlich unterlegenen Griechen wäre ein höherer Sieg nicht verdient gewesen.

Hoffenheim lag in Lyon nach den Gegentoren durch Nabil Fekir (19.) und Tanguy Ndombele (28.) mit 0:2 zurück. Doch Andrej Kramaric (65.) und Pavel Kaderabek (90.+2) retteten der TSG in Unterzahl das verdiente Unentschieden. In der 51. Minute war Kasim Adams wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Die weiteren Ergebnisse:

Benfica Lissabon - Ajax Amsterdam 1:1

ManCity - Schachtar Donezk 6:0

Viktoria Pilsen - Real Madrid 0:5

Juventus Turin - ManUnited 1:2

ZSKA Moskau - AS Rom 1:2

FC Valencia - Young Boys Bern 3:1

Schalke auf Achtelfinal-Kurs, BVB verliert

Schalke 04 nimmt in der Champions League Kurs auf das Achtelfinale. Die Knappen setzten sich gegen den türkischen Meister Galatasaray Istanbul mit 2:0 (1:0) durch und sind mit acht Punkten Zweiter in der Vorrundengruppe D hinter dem FC Porto (10 Punkte) und vor Istanbul (4). Guido Burgstaller (4.) und Nationalspieler Mark Uth (57.) erzielten die Treffer für die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco.

Dagegen hat Borussia Dortmund seine erste Pflichtspielniederlage der Saison kassiert und den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre verlor beim spanischen Spitzenklub Atletico Madrid 0:2 (0:1). Der Spanier Saul (33.) traf zum 1:0 für Atletico, Frankreichs Weltmeister Antoine Griezmann machte in der 80. Minute alles klar. Der BVB blieb dagegen erst im zweiten Pflichtspiel in dieser Spielzeit ohne Treffer. Zuletzt war dies den Dortmundern beim 0:0 in der Bundesliga bei Hannover 96 passiert.

Die weiteren Ergebnisse:

Tottenham Hotspur - PSV Eindhoven 2:1 

Inter Mailand - FC Barcelona 1:1

SSC Neapel - Paris St. Germain 1:1

FC Porto - Lokomotive Moskau 4:1

AS Monaco - FC Brügge 0:4

Roter Stern Belgrad - FC Liverpool 2:0.

FC Liverpool verliert in Belgrad

Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool in der Champions League eine schmerzhafte Niederlage kassiert. Der Finalist der vergangenen Saison verlor bei Roter Stern Belgrad verdient 0:2 (0:2) und muss in der äußerst engen Gruppe C um das Weiterkommen bangen.Torjäger Milan Pavkov brachte Belgrad vor 51.318 Zuschauern jeweils nach Vorarbeit von Ex-Nationalspieler Marko Marin (22./29.) früh in Führung und das Marakana-Stadion zum Kochen. „Wir sind aus Liverpool, wir lassen uns von der Atmosphäre nicht beeindrucken“, hatte Klopp vor dem Spiel noch gesagt. Auf dem Rasen enttäuschte Liverpool, das im Hinspiel noch 4:0 gewonnen hatte, aber über weite Strecken.

Mit sechs Punkten bleiben die Engländer vorerst Tabellenführer, können am Abend aber entweder vom SSC Neapel (5) oder Paris St. Germain (4) überholt werden. Roter Stern (4) darf nach seinem ersten Sieg in der Königsklasse seit 1992 ebenfalls noch hoffen.

Nicht mit nach Serbien gereist war aus politischen Gründen Xherdan Shaqiri. Wegen der Spannungen zwischen Serbien und dem Kosovo hätte dem Schweizer Fußball-Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln in Belgrad ein feindseliger Empfang gedroht.

Tief in der Krise steckt derweil die AS Monaco mit dem neuen Trainer Thierry Henry. Der Vorletzte der französischen Ligue 1 verlor gegen den FC Brügge 0:4 (0:3) und liegt in der Gruppe A mit Borussia Dortmund mit nur einem Punkt weiter auf dem letzten Rang. Für Brügge (4 Punkte) war es der erste Sieg.

Hans Vanaken markierte mit einem Linksschuss (12.) und per Handelfmeter (17.) zunächst einen Doppelpack, der Brasilianer Wesley (24.) erhöhte wenig später sogar auf 3:0. Für den Schlusspunkt sorgte Kapitän Ruud Vormer (85.). Die Monegassen warten somit unter Henry weiter auf den ersten Sieg.

Festnahme bei AS Monaco 

Der russische Geschäftsmann und Clubinhaber des AS Monaco, Dmitri Rybolowlew, soll Medienberichten zufolge festgenommen worden sein. Demnach soll er am Dienstagmorgen in Monaco in Gewahrsam genommen worden sein, wie unter anderem die französische Zeitung „Le Monde“ berichtete. Ermittler haben demnach sein Haus durchsucht. Rybolowlew sei auch am Nachmittag noch nicht auf freien Fuß gekommen, hieß es. Die französische Nachrichtenagentur AFP schrieb, dass der Anwalt des Multimillionärs die Festnahme bestätigt habe.

Nach Informationen mehrerer Medien steht die Durchsuchung im Zusammenhang mit seinem Verfahren gegen einen Kunsthändler. Rybolowlew hatte diesem vorgeworfen, ihm Meisterwerke zu viel zu hohen Preisen verkauft zu haben und ihn angezeigt. Es handelt sich dabei um eine weit verzweigte Justizaffäre, die in den Medien gelegentlich „MonacoGate“ genannt wurde. 

Monaco zeigte am Abend gegen Brügge ein klägliches Spiel, verlor 0:4. 

Klinsmann zurück zum VfB Stuttgart?

Beim kriselnden VfB Stuttgart nehmen die Spekulationen um eine Rückkehr von Vereinsikone Jürgen Klinsmann zu. Die „Stuttgarter Nachrichten/Stuttgarter Zeitung“ schreiben bezugnehmend auf einen Bericht der „Welt am Sonntag“, Klinsmann wolle „zurück ins Spiel und kann sich einen Managerjob beim VfB vorstellen“.Der 54-Jährige ist seit seinem Rauswurf als amerikanischer Nationaltrainer im November 2016 ohne Posten im Fußball. Klinsmann, von 1984 bis 1989 Profi beim VfB, steht in regelmäßigem Kontakt zu Klub-Präsident Wolfgang Dietrich. Aktuell, so heißt es aus dem Verein, soll es allerdings keinen Austausch über eine mögliche Rückkehr nach Cannstatt geben.

Das Achtelfinal im DFB-Pokal wird ausgelost

Für Hertha BSC ist das Pokalfinale im eigenen Stadion in die Ferne gerückt. Das Team von Trainer Pal Dardai hat in Bayern München für das Achtelfinale das große aber wohl auch schwierigste Los gezogen. Die Hauptstädter empfangen den deutschen Rekordmeister und -Pokalsieger.

Das ergab die Auslosung am Sonntag im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.

In einem Westderby trifft Vizemeister Schalke 04 auf Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Zudem kommt es zum Traditionsduell zwischen Bundesliga-Absteiger Hamburger SV und Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Nürnberg.

Erstligist Bayer Leverkusen gastiert ebenfalls bei einem Zweitligisten, dem 1. FC Heidenheim. Borussia Dortmund muss sich mit Werder Bremen auseinandersetzen, in einem weiteren Erstligaduell treffen RB Leipzig und der VfL Wolfsburg aufeinander.

Ausgelost wurden die acht Begegnungen von Serdal Celebi vom FC St. Pauli, der im September als erster Blindenfußballer mit seinem Treffer im Finale um die deutsche Meisterschaft die Wahl zum Tor des Monats gewonnen hatte.

Hier alle Partien im Überblick:

Hamburger SV – 1. FC Nürnberg

1. FC Heidenheim – Bayer Leverkusen

Schalke 04 – Fortuna Düsseldorf

Holstein Kiel – FC Augsburg

Hertha BSC – Bayern München

MSV Duisburg – SC Paderborn

Borussia Dortmund – Werder Bremen

RB Leipzig – VfL Wolfsburg

Die Spiele werden am 5. und 6. Februar 2019 ausgetragen.

St. Pauli neuer Spitzenreiter in Liga zwei

Der FC St. Pauli hat die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga erobert - aber nur vorübergehend. Nach dem 2:1 (0:1)-Sieg bei Arminia Bielefeld stehen die Hanseaten auf Platz eins, doch das Spitzenspiel des 12. Spieltags steigt erst am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln. „Auch wenn die Liga noch nicht entschieden wird, geht es um viel“, macht HSV-Trainer Hannes Wolf deutlich. Mindestens eine der beiden Mannschaften wird St. Pauli in der Tabelle dann wieder überholen.

Für Bielefeld war es die sechste Pflichtspielniederlage in Folge. „Das ist natürlich sehr enttäuschend“, sagte Arminias Torschütze Keanu Staude. Und Kapitän Julian Börner fügte hinzu: „Man hat eben gemerkt, dass uns Selbstvertrauen fehlt.“

Auch die Serie von Union Berlin hat Bestand, nur anders als Bielefeld sind die Berliner nach dem 1:1 (0:0) bei Jahn Regensburg, dem vierten Union-Remis nacheinander, in der Liga immer noch unbesiegt. Im dritten Sonntagsspiel schlug der 1. FC Heidenheim den FC Erzgebirge Aue mit 1:0 (0:0).

Das Ende einer Sieglos-Serie war für den FC Ingolstadt am Samstag zum Greifen nahe, jedoch kam der Tabellenletzte trotz 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (0:0) bei Holstein Kiel hinaus und ist seit acht Spielen sieglos. Der Tabellenvorletzte MSV Duisburg feierte dagegen den ersten Saison-Heimsieg. Spielerisch nicht überzeugend, aber äußerst effektiv holten die Zebras gegen den SC Paderborn mit 2:0 (1:0) die ersten Punkte vor heimischer Kulisse.

Durch diesen Erfolg ist Duisburg mit neun Zählern punktgleich mit dem Tabellen-15. 1. FC Magdeburg. Auf Tabellenplatz 16 steht mit ebenfalls neun Punkten der SV Sandhausen, der bei Dynamo Dresden mit 1:3 (1:2) unterlag. Es war für Sandhausen die erste Niederlage im dritten Spiel unter ihrem neuen Trainer Uwe Koschinat. Der VfL Bochum verspielte beim 2:2 (2:0) bei der SpVgg Greuther Fürth zum zweiten Mal in Folge eine Führung in der Nachspielzeit.

BVB und Schalke siegen – Leipzig fertigt Hertha ab

Der FC Bayern München hat vor dem großen Showdown in der Fußball-Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Eine Woche vor dem Duell mit Borussia Dortmund kamen die Münchner gegen den SC Freiburg nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Tabellenführer BVB gab sich am Samstag beim 1:0 (1:0) beim VfL Wolfsburg keine Blöße. Der FC Schalke 04 schlug Hannover 96 3:1 (0:0), Bayer Leverkusen musste nach zwei hohen Pflichtspielerfolgen gegen 1899 Hoffenheim beim 1:4 (1:2) einen Dämpfer hinnehmen. RB Leipzig feierte einen ungefährdeten 3:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Hertha BSC. Der FC Augsburg und der 1. FC Nürnberg trennten sich 2:2 (1:0).

Alcacer_Siegtor_Bayern © dpa Alcacer_Siegtor_Bayern

Die Bayern taten sich gegen Freiburg von Beginn an schwer. Erst zehn Minuten vor dem Ende schoss Serge Gnabry den deutschen Rekordmeister mit seinem Tor nach einer guten Einzelleistung zur erwarteten Führung. Doch der SCF schlug zurück: Lucas Höler gelang kurz vor Schluss der von den Gästen vielumjubelte Ausgleich (89. Minute). Der Rückstand des FCB auf den Revierclub beträgt vor dem Topspiel am kommenden Samstag und nach dem dritten sieglosen Liga-Heimspiel in Serie nun vier Punkte.

Für die Borussia machte Marco Reus in Wolfsburg direkt da weiter, wo er am Mittwoch im DFB-Pokal aufgehört hatte. Der Siegtorschütze des BVB gegen Union Berlin schoss Dortmund auch beim VfL zum Sieg (27. Minute).

In Leverkusen sahen die Zuschauer von Beginn an eine muntere Partie und am Ende eine klare Niederlage für die Werkself. Reiss Nelson brachte die Gäste mit einem schönen Schlenzer in Führung (19.). Karim Bellarabi glich für Bayer 04 aus (30.), doch Joelinton (34./73.) und Vincenzo Grifo (49.) sorgten für den Hoffenheimer Sieg.

Beim Erfolg der Leipziger in Berlin traf Nationalstürmer Timo Werner doppelt. Der 22-Jährige brachte sein Team schon nach sieben Minuten in Führung und legte kurz nach der Halbzeitpause den zweiten Treffer nach (53.). Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Matheus Cunha für den Endstand.

Wie schon drei Tage zuvor beim Schalker Sieg im Elfmeterschießen im DFB-Pokal beim 1. FC Köln profitierten die Gelsenkirchener auch gegen Hannover 96 von einem Elfer. Nabil Bentaleb schoss das Team von Trainer Domenico Tedesco durch einen umstrittenen Strafstoß in Front (57.). Wenige Sekunden nachdem Hendrik Weydandt für Hannover ausgeglichen hatte (70.), erzielte Breel Embolo den zweiten Schalker Treffer (71.). In der Schlussphase sorgte Mark Uth für die Entscheidung (85.).

Nürnberg konnte sich in Augsburg nach einem späten Tor über einen Punkt freuen. Lukas Mühl gelang in der 88. Minute das 2:2. Zuvor hatten Alfred Finnbogason (11.) und Jonathan Schmid mit einem sehenswerten Freistoß (59.) die Tore für den FCA erzielt. Alexander Fuchs (54.) markierte den zweiten Treffer für den FCN.

McDonalds setzt auf E-Sports statt auf den DFB

Der Fast-Food-Gigant McDonald's hat nach 15 Jahren sein Sponsoring beim Deutschen Fußball-Bund beendet. Stattdessen setzt das Unternehmen künftig auf  E-Sport und Trendsportarten. Man will Nähe zur Lebenswelt der Teens und Twens schaffen, hieß es zur Begründung.

Als Sponsor bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft wird McDonald's in diesem Jahr zum letzten Mal im Rahmen des Nations-League-Heimspiels am 19. November gegen die Niederlande in Gelsenkirchen auftreten. Das Engagement beim DFB lief seit 2004.

Poldi ballert Vissel Kobe aus der Kriese

Ex-Weltmeister Lukas Podolski hat mit zwei Treffern die seit Mitte August währende Sieglos-Serie von Vissel Kobe in der japanischen J-League beendet. Der 33-Jährige traf beim 2:1 (1:0)-Sieg bei Nagoya Grampus in der 10. Minute auf Vorlage von Spielmacher Andres Iniesta und erzielte in der 85. Minute mit seinem fünften Saisontor den Siegtreffer.Mit 40 Punkten steht Kobe, das zuvor sieben Spiele lang nicht gewonnen hatte, auf dem elften Tabellenplatz. Einen Verbleib beim japanischen Erstligisten über seinen bis Ende 2019 laufenden Vertrages hinaus hatte Podolski zuletzt offen gelassen.

VfB Stuttgart kassiert Klatsche gegen Eintracht Frankfurt

Der Absturz des VfB Stuttgart hält unter Markus Weinzierl weiter an. Die Schwaben kassierten beim 0:3 gegen Eintracht Frankfurt im dritten Spiel unter dem neuen Trainer die dritte Pleite und bleiben mit nur fünf Punkten Bundesliga-Schlusslicht. Weinzierls Bilanz dabei: Null Punkte und 0:11 Tore – die zweitschlechteste Bilanz seit Jörg Berger 1986 mit Hannover 96!

Die Frankfurter sorgten bereits im ersten Durchgang dank der Treffer von Sébastien Haller und Ante Rebic gegen die erschreckend schwachen Stuttgarter für eine Vorentscheidung. Nicolai Müller erzielte das 3:0. Damit kletterten die Hessen bis Samstagnachmittag auf den dritten Tabellenplatz und dokumentierten ihre Europapokalambitionen. 

Meister München feiert sechsten Sieg in Serie

Meister Red Bull München hat in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seine Erfolgsserie fortgesetzt. Die Münchner gewannen am 16. Spieltag gegen die Eisbären Berlin mit 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) und feierten damit den sechsten Sieg in Serie. In der Tabelle der DEL bleibt München Zweiter hinter Adler Mannheim.Maximilian Kastner (13.), Mark Voakes (21.) und Nationalspieler Patrick Hager (60.) erzielten vor 5650 Zuschauern die Tore für die Gastgeber. Der Berliner Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 fiel durch Mark Cundari (50.).

Formel 1 fährt 2020 erstmals in Vietnam

Die Formel 1 wird in der Saison 2020 erstmals in Vietnam fahren. Dies teilte das Volkskomitee der Hauptstadt Hanoi am Donnerstag mit, eine offizielle Bestätigung vonseiten des Weltverbandes FIA gab es noch nicht. Die Strecke soll bei einer Gala in der kommenden Woche vorgestellt werden und das erste Rennen in Vietnam im April 2020 stattfinden.Der Kurs in Hanoi wäre damit die erste neue Strecke im Kalender, seit Liberty Media das Ruder der Königsklasse im Januar 2017 übernommen hat. Gerüchte über ein Rennen in Vietnam hatten sich bereits zuvor hartnäckig gehalten.

Charlie Whiting, Renndirektor in der Formel 1, hatte den angestrebten Kurs, der westlich von Hanoi liegen soll, bereits Anfang Oktober vor dem Großen Preis von Japan besichtigt. Der Kurs sei „im fortgeschrittenen Designstadium“, sagte er damals. „Nach meiner vorherigen Erfahrung denke ich nicht, dass es ein Problem werden sollte.“

In der Saison 2019 fährt die Königsklasse fünfmal in Asien: Bahrain (31. März), China (14. April), Singapur (22. September), Japan (13. Oktober) und Abu Dhabi (1. Dezember).

DFB-Pokal am Mittwoch

Reus rettet Dortmund bei Polter-Abend

Leipzig_Sieg_Hertha_BSC_180311 © dpa Leipzig_Sieg_Hertha_BSC_180311

Dortmund setzte seine Erfolgsserie mit einer B-Elf fort. Dank der Treffer von Christian Pulisic (40.), Maximilian Philipp (73.) und dem Elfmetertor von Reus (120.) blieb der BVB auch ohne Glanz im 14. Pflichtspiel unter der Regie von Trainer Lucien Favre ungeschlagen. Dagegen mussten die Berliner trotz des zweimaligen Ausgleichs durch Joker Sebastian Polter (63./88.) die erste Saisonniederlage hinnehmen. Am Ende setzte sich der BVB mit 3:2 nach Verlängeurng durch.

Bremen souverän in Flensburg

Werder Bremen hat seine Pflicht im DFB-Pokal erfüllt. Der Fußball-Bundesligist setzte sich am Mittwochabend in Lübeck gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg am Ende souverän mit 5:1 (3:1) durch. Die Bremer hatten nur in der ersten Halbzeit phasenweise Probleme gegen den Viertligisten. Insgesamt reichte eine durchschnittliche Leistung, um sicher das Achtelfinale zu erreichen.

Freiburg unterliegt Zweitligist Kiel

Nach dem Freiburger Führungstor von Nils Petersen (2.) leitete Janni Serra mit seinem Ausgleich (26.) den Kieler Coup gegen die eine Liga höher spielenden Breisgauer ein. David Kinsombi erzielte elf Minuten vor dem Ende den vielumjubelten Siegtreffer zum 2:1 im hohen Norden.

Nagelsmann unterliegt zukünftigem Klub

Schwach präsentierte sich auch Hoffenheim. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann musste sich dessen künftigem Arbeitgeber 0:2 (0:0) geschlagen geben. Nationalstürmer Timo Werner traf für Leipzig doppelt (48./56.).

Nürnberg im Elfer-Krimi Nervenstark

Nürnberg gewann beim Drittligisten Rostock mit 4:2 im Elfmeterschießen (2:2, 1:1, 0:1). Werder hatte gegen den Viertligisten Flensburg wenig Mühe, obwohl die Gastgeber in Lübeck durch Ilidio Pastor Santos (27.) zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatten.

Duisburg nach acht Jahren wieder im Achtelfinale

Der MSV Duisburg hat erstmals nach 2010 wieder das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Im Duell der Fußball-Zweitligisten gewann die Mannschaft von Coach Torsten Lieberknecht am Mittwoch in der zweiten Pokal-Runde auswärts gegen Arminia Bielefeld mit 3:0 (3:0).

Infantino will Mega-WM mit 48 Teams doch schon 2022

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Tür für eine Aufstockung der Fußball-WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer weit aufgemacht. „Es wird auf jeden Fall 2026 so sein. Aber 2022? Ihr kennt mich. Es ist möglich. Warum nicht?“, sagte der Chef des Weltverbands beim Kongress des asiatischen Kontinentalverbands AFC in Kuala Lumpur.Für die Endrunde 2026, die in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen wird, hatte das FIFA-Council die Aufstockung bereits im Januar 2017 beschlossen. WM-Gastgeber Katar hatte sich zunächst gegen ein Turnier mit 48 Mannschaft gewehrt, Organisationschef Hassan al-Thawadi bestätigte aber zuletzt, dass nun doch über eine Aufstockung beraten werde. Eine Entscheidung könnte Anfang 2019 fallen.

BVB_Union_Berlin_31102018 © dpa BVB_Union_Berlin_31102018

Infantino würde eine WM 2022 mit 48 Teilnehmern auch für die Präsidentschaftswahl im Sommer 2019 helfen. Den AFC-Delegierten sage er: „Ihr hättet eine größere Chance (zur Qualifikation, d. Red.). Es ist möglich. Es ist machbar. Wir reden darüber mit unseren Freunden aus Katar und vielen anderen Freunden in der Region. Wir hoffen, dass es passiert. Wir müssen es immer versuchen.“

DFB-Pokal: Pyro-Alarm in Wiesbaden – Bayern mit Dusel

Rekordsieger Bayern München hat ohne jeden Glanz das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Der Vorjahresfinalist gewann am Dienstagabend in Osnabrück gegen den Fußball-Regionalligisten SV Rödinghausen mit 2:1 (2:0).

Infantino © dpa Infantino

Vor 16.000 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke, in das der Viertligist ausgewichen war, erzielten Sandro Wagner (8. Minute) und Thomas Müller (13./Foulelfmeter) die Treffer für die Bayern. Renato Sanches scheiterte mit einem Strafstoß an der Latte (23.), Linus Meyer sorgte noch einmal für etwas Spannung (50.).

HSV-Sieg, aber Stadionsprecherin drohte mit Abbruch

Pierre-Michel Lasogga hat den Hamburger SV ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. Beim 3:0 (1:0)-Sieg des Fußball-Zweitligisten am Dienstag beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden erzielte der Stürmer vor 11.137 Zuschauern zwei Treffer (21./51.). Douglas Santos erhöhte in der siebten Minute der Nachspielzeit. Trainer Hannes Wolf bleibt nach seinem Sieg beim Punktspiel-Einstand in Magdeburg auf Erfolgskurs. Die Partie stand wegen fortwährender Pyrofackeleien im Hamburger Block am Rande des Abbruchs. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck beorderte die Spieler sogar für fünf Minuten vom Platz, als kurz nach dem Seitenwechsel Fackeln gezündet wurden. Vor dem Anpfiff, in der Pause und Mitte der ersten Halbzeit war es schon zu ähnlichen Vorfällen gekommen. Hamburger Spieler gingen zu ihren Fans und versuchten, sie zur Vernunft aufzurufen. Die Stadionsprecherin drohte mit dem Spielabbruch.

Am kommenden Montag trifft der HSV in der Liga auf den 1. FC Köln.

Alle Ergebnisse im Überblick:

W. Wiesbaden – Hamburger SV 0:3

Rödinghausen – Bayern München 1:2

Augsburg – Mainz 3:2

Heidenheim – Sandhausen 3:0

Ch. Leipzig – Paderborn 0:3

Ulm – Fortuna Düsseldorf 1:5

Hannover 96 – VfL Wolfsburg 0:2

Darmstadt – Hertha BSC Berlin 0:2

Spanischer Verbands-Vize festgenommen

Spaniens Fußball-Verband RFEF droht ein Skandal. Vizepräsident Andreu Subies wurde am Dienstagvormittag in Barcelona festgenommen. Laut Berichten spanischer Medien erfolgte die Verhaftung des 48-Jährigen im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue.

Den Medienangaben zufolge soll Subies, der sein RFEF-Amt erst vor gut sechs Monaten angetreten hatte und pikanterweise für Finanzen und wirtschaftliche Angelegenheiten zuständig ist, Verbandsgelder umgeleitet und für private Zwecke beiseite geschafft haben. Angeblich erstrecken sich die Untersuchungen der Ermittler auch auf Subies´ Amtszeit als Präsident des katalanischen Fußball-Regionalverbandes zwischen 2011 und 2018. Zur Höhe der mutmaßlich veruntreuten Summe lagen zunächst keine Informationen vor.

Meistercoach kritisiert Entwicklung der NBA

bayern_pokal © Bongarts/Getty Images bayern_pokal

Mit seiner Rekord-Show stellte Klay Thompson selbst Superstar Stephen Curry in den Schatten. Der Basketball-Profi der Golden State Warriors versenkte beim 149:124-Sieg des Meisters bei den Chicago Bulls insgesamt 14 Dreipunktewürfe - so viele wie noch kein NBA-Spieler zuvor. „Ich wusste einfach, dass ich bereit für eine große Nacht war“, sagte Thompson, der seine 52 Punkte in nur 27 Minuten erzielte.

Die vorige, zwei Jahre alte Bestmarke von 13 getroffenen Dreiern in einem Spiel hielt sein Teamkollege Curry. „Rekorde sind dafür da, gebrochen zu werden“, sagte der zweimalige wertvollste Spieler der Liga am Montag (Ortszeit). „Ich bin nur froh, dass es ein Mannschaftskamerad von mir ist und niemand sonst. Und dass ich es persönlich erleben durfte.“

Gregg_Popovich_30102018 © AP Gregg_Popovich_30102018

Die beiden Scharfschützen der Warriors stehen stellvertretend für einen Trend in der nordamerikanischen Profiliga: Distanzwürfe sind so wichtig wie nie zuvor. 24 Teams versenken mehr als zehn Dreier pro Partie - vor vier Jahren waren es gerade einmal drei Mannschaften mit einer solchen Quote.

Diese Entwicklung gefällt dabei nicht jedem in der Liga.

„Es ist kein echter Basketball. Lasst uns einen Vier-Punkte-Wurf einführen“, spottete Meister-Coach Gregg Popovich beim 113:108-Sieg nach Verlängerung seiner San Antonio Spurs gegen die Dallas Mavericks. „Oder einen Fünf-Punkte-Wurf, um es zu einem echten Spaß für die Fans zu machen. Lasst uns einen Zirkus machen.“

Reals höchste Clásico-Pleite seit acht Jahren! Trainer Lopetegui gefeuert

Champions-League-Sieger Real Madrid hat sich am Montag erwartungsgemäß von Trainer Julen Lopetegui getrennt.

Steph_Curry_Klay_Thompson_30102018 © AP Steph_Curry_Klay_Thompson_30102018

Der 52-Jährige, ehemaliger spanischer Nationalcoach, war erst seit Saisonbeginn bei den Königlichen tätig gewesen. Am Sonntag hatte Real den Clasico beim Meister FC Barcelona mit 1:5 verloren. Der frühere Real-Profi Santiago Solari, derzeit Trainer der zweiten Mannschaft, tritt interimsmäßig die Nachfolge Lopeteguis an.

Der 42-Jährige soll am Dienstag erstmals das Training leiten. In der Tabelle der Primera Division belegt Real nach vier Saisonpleiten den enttäuschenden neunten Rang. Der Rückstand auf Tabellenführer Barca beträgt sieben Punkte.

NFL-Profis prellen Mega-Zeche

Vier Footballprofis der Jacksonville Jaguars sind vor dem NFL-Gastspiel in London von der Polizei wegen einer dicken unbezahlten Rechnung vorübergehend festgenommen worden. Laut eines Berichts der Tageszeitung The Sun haben die Spieler im London Reign Showclub bis tief in die Nacht gefeiert, über 50.000 Pfund (56.000 Euro) sollen dabei zusammenkommen sein.Gegen vier Uhr wollte das Quartett den Club offenbar verlassen, ohne die Zeche zu zahlen. Doch die Security hielt die Gäste ab.

Vorher sollen die Profis Champagner für 450 Pfund pro Flasche und Wodka getrunken haben. Nach neun Stunden wurden die Spieler der Jaguars wieder freigelassen, der Klub zahlte angeblich die Rechnung.

„Die Angelegenheit wurde bereinigt, die Spieler sind wieder beim Team“, teilte die Franchise mit. Namen wurden nicht genannt, über Disziplinarmaßnahmen werde intern entschieden. Jacksonville spielt am Sonntag in der britischen Hauptstadt gegen Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles.

Bayern nach Sieg zunächst Zweiter - BVB nur mit Remis gegen Hertha

Tabellenführer Borussia Dortmund hat den erhofften siebten Pflichtspielsieg in der Fußball-Bundesliga kurz vor Schluss noch vergeben, Verfolger Bayern München verkürzte den Rückstand auf den BVB am 9. Spieltag auf zwei Punkte. Die BVB-Mannschaft von Trainer Lucien Favre kam am Samstag im Top-Duell über ein 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC nicht hinaus. Der Ausgleich der Berliner fiel erst in der Nachspielzeit. Dennoch führt der BVB weiter mit 21 Punkten, die Bayern sind mit 19 Zählern zumindest über Nacht Zweiter.

Mit einem 2:1 (1:0) bei Hannover 96 verschärfte der FC Augsburg die Krise der Niedersachsen. Aufsteiger Fortuna Düsseldorf bleibt nach der 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg mit nur fünf Punkten das Schlusslicht. Borussia Mönchengladbach ist nach der 1:3-Niederlage am Freitagabend in Freiburg zumindest bis Sonntag noch Tabellendritter hinter dem BVB und den Bayern.

Kerbers Saison beendet

Angelique Kerber hat das Halbfinale bei den WTA Finals in Singapur verpasst. Die Nummer zwei der Tennis-Welt verlor am Freitag ihr letztes Gruppenspiel gegen Sloane Stephens aus den USA mit 3:6, 3:6. Mit einer Bilanz von 1:2-Siegen beendete Kerber die Rote Gruppe nur auf Platz drei und schied damit aus. Neben Stephens steht auch die Niederländerin Kiki Bertens im Halbfinale. Kerber musste sich gegen Stephens nach 1:40 Stunden mit dem ersten Matchball geschlagen geben. Es war die fünfte Niederlage in Serie für die Kielerin gegen jodie Amerikanerin. Die Saison ist für Kerber damit beendet.

Afrika-Cup ab 2023 im Sommer

Der Afrika Cup findet ab dem Jahr 2023 im Sommer statt. Das Council des Fußball-Weltverbands FIFA stimmte in seiner Sitzung in Ruandas Hauptstadt Kigali am Freitag einem entsprechenden Vorschlag des afrikanischen Verbandes CAF zu, wie FIFA-Präsident Gianni Infantino sagte.

Bislang fand die Kontinentalmeisterschaft alle zwei Jahre im Januar und Februar statt, künftig soll der Wettbewerb in den Monaten Juni und Juli über die Bühne gehen.

GYI_841982662 © David Ramos/Getty Images GYI_841982662

Afrikas Verbände hatten bereits vor einigen Monaten dafür gestimmt, dass der Afrika Cup künftig im Sommer und mit 24 Teams ausgespielt wird. Zuletzt hatte es immer wieder Probleme mit den europäischen Clubs wegen der Spielerabstellungen gegeben, da die Titelkämpfe im Winter während der laufenden Saison in Europa stattfanden.

UEFA bestraft Rumänien

Die rumänische Fußball-Nationalmannschaft muss ihr Nations-League-Heimspiel gegen Litauen am 14. November in Ploiesti vor leeren Rängen austragen. Das beschloss die Ethikkommission der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und reagierte damit auf mehrere Vorfälle im Nations-League-Spiel gegen Serbien (0:0) am 14. Oktober.

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Zudem muss der rumänische Verband eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 73.000 Euro zahlen.Die UEFA reagiert damit vor allem auf rassistische Ausfälle rumänischer Fans. Auf einem Spruchband waren Flüchtlinge mit Terrorismus in Verbindung gebracht worden, in Gesängen richteten sich Anhänger zudem gegen Ungarn und Kosovo. Zudem betraten Fans das Spielfeld und zündeten Pyrotechnik.

Der rumänische Fußballverband FRF kündigte in einer Stellungnahme an, über einen Einspruch nachzudenken.

Skibbe nicht mehr Griechenland-Coach

Michael Skibbe ist nicht mehr Trainer der griechischen Fußball-Nationalmannschaft. „Wir haben das Ende der Zusammenarbeit beschlossen“, erklärte der Präsident des Verbandes Evangelos Grammenos im Staatsradio ERA-Sport am Donnerstag. „Wir bedanken uns bei Herrn Skibbe. Er ist ein Gentleman“, fügte Grammenos hinzu. Neuer Trainer beim Europameister von 2004 werde der Grieche Angelos Anastasiades (65), teilte der EPO-Präsident weiter mit.

Der frühere Bundesliga-Coach Skibbe hatte die griechische Nationalelf seit Oktober 2015 trainiert. Nach der verpassten Qualifikation für die WM 2018 und den jüngsten enttäuschenden Leistungen war der 53 Jahre alte Skibbe mehr und mehr in die Kritik geraten.

Robin van Persie beendet aktive Karriere

Der niederländische Fußball-Stürmerstar Robin van Persie will seine Karriere am Saisonende beenden. „Normalerweise höre ich am Ende der Saison auf“, sagte der 35 Jahre alte ehemalige Oranje-Nationalstürmer dem Algemeen Dagblad.

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Der Angreifer von Feyenoord Rotterdam, der unter anderem beim FC Arsenal und Manchester United gespielt hatte, weiter: „Ich werde im nächsten Jahr 36, ich war dann 18 Jahre im Profi-Fußball.“ Für die Niederlande erzielte van Persie in 102 Länderspielen 50 Treffer.

Froh ist van Persie, dass er wieder bei seinem Stammklub Feyenoord spielen kann. Zuletzt bei Fenerbahce Istanbul habe er die Freude verloren. „Für mich ist wichtig, dass meine Rückkehr zu Feyenoord auch erfolgreich ist, wenn wir keinen Titel gewinnen“, so der Torjäger.

Pflichtsieg gegen Israel – Deutschlands Handballer überzeugen in EM-Qualifikation

Pflicht erfüllt, Erkenntnisse gewonnen: Die deutschen Handballer sind standesgemäß in die heiße Phase der Vorbereitung auf die Heim-WM 2019 gestartet. 78 Tage vor dem Anpfiff in Berlin gewann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in Wetzlar das EM-Qualifikationsspiel gegen Israel ohne Mühe 37:21 (19:9). Beste deutsche Torschützen waren Uwe Gensheimer und Tobias Reichmann mit je sieben Toren.Bundestrainer Christian Prokop nutzte die Partie vor 4347 Zuschauern für Experimente und viele Wechsel. So begann statt Kapitän Gensheimer auf Linksaußen Bundesliga-Toptorschütze Matthias Musche, im Rückraum feierte Europameister Martin Strobel nach zweijähriger Abstinenz sein Comeback als Spielmacher der Nationalmannschaft. Auch die Nachwuchskräfte Tim Suton und Franz Semper sammelten fleißig Einsatzminuten.

Gegen die international zweitklassigen Gäste geriet das offensiv ausgerichtete und nach der Halbzeit auf mehreren Positionen veränderte DHB-Team kaum unter Druck, nach 20 Minuten führten die Gastgeber bereits 11:5. Auch wenn in der letzten Viertelstunde die Konzentration in der Abwehr nachließ, dürfte Prokop die Einstellung seines Teams gefallen haben. „Wir hatten sehr, sehr viel Tempo drin und haben über weite Strecken konzentriert gespielt. Dass es am Ende etwas nachlässt, ist bei so einem Spielstand nicht zu vermeiden“, sagte Gensheimer.

Zwar ging es formal um die Qualifikation für die EM 2020 in Norwegen, Schweden und Österreich. Am Sonntag (19.30 Uhr) steht noch ein Quali-Spiel im Kosovo auf dem Programm. Im Kopf haben die deutschen Handballer aber längst die am 10. Januar beginnende WM (bis 27. Januar), die Deutschland zusammen mit Dänemark ausrichtet.

„Das sind jetzt keine Freundschaftsspiele“, hatte Prokop, der „kein riesiges Casting in den Januar hinein“ veranstalten will, im Vorfeld gesagt. Am 10. Dezember wird der 39-Jährige einen 28er-Kader nominieren, der dann auf 16 Spieler reduziert werden muss. Gegen Israel musste Prokop auf die verletzten Fabian Wiede und Paul Drux verzichten, auch Steffen Weinhold und Kai Häfner fehlten.

Die vermeintlichen Ersatzleute machten ihre Sache aber über weite Strecken sehr ordentlich. Die Israelis waren immer wieder überfordert mit den deutschen Angriffen, allein in der ersten Halbzeit verursachten sie fünf Siebenmeter. Reichmann ließ sich nicht zweimal bitten - zur Freude der DHB-Führungsspitze.

„Wir müssen die Lehrgangswoche mit den beiden EM-Qualifikationsspielen nutzen, um uns gemeinsam auf das große Ziel einzuschwören. Auf dem Spielfeld, aber auch daneben“, hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning gesagt: „Ich fordere von der Mannschaft und von uns allen drumherum eine hundertprozentige Bereitschaft für den sportlichen Erfolg - und keine Romantik.“

Ancelotti tritt gegen FC Bayern nach

Carlo Ancelotti hat ein Jahr nach seiner Entlassung beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München verbal nachgetreten. „PSG hat einen neuen Trainer, der FC Bayern hat nach wie vor Probleme und meine Stimmung ist anders als damals“, sagte der erfahrene italienische Fußballlehrer, jetzt in Diensten des SSC Neapel, vor dem Champions-League-Duell bei Paris St. Germain mit Coach Thomas Tuchel. Ancelotti mit einem deutlichen Seitenhieb in Richtung der Bayern: „Vor einem Jahr spürte ich hier in Paris das Vertrauen von lediglich vier oder fünf Bayern-Spielern. Jetzt spüre ich die Unterstützung des ganzen Klubs.“ Ancelotti hatte vor Jahresfrist nach der 0:3-Pleite der Bayern in Paris gehen müssen.

Nun kehrt er als Napoli-Coach ins Prinzenpark-Stadion zurück. PSG feierte in zehn Meisterschaftsspielen in der Ligue 1 zehn Siege, doch Ancelotti lässt sich nicht einschüchtern: „Es gibt keine unbesiegbare Mannschaft. PSG hat zwar ein unglaubliches offensives Potenzial. Das Spiel gegen den FC Liverpool hat uns aber mehr Selbstvertrauen eingeflößt.“

Usain Bolt vom Mannschaftstraining ausgeschlossen

Die erhoffte Profikarriere von Sprintlegende Usain Bolt beim australischen Fußballklub Central Coast Mariners droht am Geld zu scheitern. Der Verein aus der A-League teilte am Dienstag mit, es sei unwahrscheinlich, dass der jamaikanische Weltrekordler das Angebot des Clubs akzeptiert - sofern sich nicht noch ein Sponsor findet, der etwas obendrauf legt.

Medienberichten zufolge sollen die Mariners dem 32-Jährigen einen mit umgerechnet 80 000 Euro dotierten Vertrag geboten haben, während sich Bolt selbst mehr als das Zwanzigfache erhofft. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sprach der Verein von „falschen Werten“ in Medienberichten.

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Seit dem Ende seiner Leichtathletik-Karriere 2017 bemüht sich der achtfache Sprint-Olympiasieger um eine Laufbahn als Fußballprofi. Manche sehen das als reinen PR-Gag, andere erkennen bei Bolt tatsächlich gute Anlagen - allen voran seine enorme Schnelligkeit.

Vor eineinhalb Wochen erzielte er bei seinem Startelf-Debüt für die Mariners in einem Wohltätigkeitsspiel direkt zwei Tore. Gleichwohl brauche Bolt noch Praxis auf Wettkampfniveau, heißt es in der Vereinsmitteilung - und die könne er bei den Mariners in der höchsten australischen Spielklasse derzeit nicht bekommen.

Solange es keine Einigung gebe, werde Bolt deshalb nicht mehr mit dem Team trainieren. Weiter heißt es: „Die Central Coast Mariners wollen sicherstellen, dass Usain Bolt alle erdenklichen Chancen bekommt, um sich seinen Traum von einer Karriere als Fußballprofi zu erfüllen.“

Ribery fehlt Bayern gegen Athen

Der FC Bayern München muss im Champions-League- Spiel bei AEK Athen auf Mittelfeldspieler Franck Ribéry verzichten. Das teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister am Montag vor der Abreise nach Griechenland mit. Grund für das Fehlen Ribérys im Kader von Trainer Niko Kovac für die Begegnung am Dienstag (18.55 Uhr/Sky) ist eine Wirbelblockade.

„Es hätte keinen Sinn, ihn mitzunehmen, weil die Reise eine Belastung ist, dementsprechend ist er in München besser aufgehoben“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Vormittag am Flughafen und ergänzte: „Man braucht da gar nichts reininterpretieren. Das ist eine reine Problematik der Muskulatur.“

Nach Oberschenkelproblemen beim Sieg gegen den VfL Wolfsburg (3:1) am Samstag in der Bundesliga gehört der Österreicher David Alaba zum Aufgebot für das dritte Gruppenspiel. Der FC Bayern will in Athen einen weiteren Schritt Richtung Achtelfinale der Königsklasse machen. Nach dem 2:0 bei Benfica Lissabon und dem 1:1 gegen Ajax Amsterdam sind die Bayern Tabellenzweiter ihrer Gruppe. Am 7. November empfangen die Münchner den griechischen Meister zum Rückspiel.

Ricciardo zerschlägt Umkleide

Red Bull-Fahrer Daniel Ricciardo hat nach seinem Ausscheiden im USA-Grand-Prix eine Umkleide zerstört. „Man konnte seinen Frust sehen, als er mit der Faust durch die Wand geschlagen hat“, schilderte Red-Bull-Teamchef Christian Horner den Ausraster des Australiers.

Kurz nach dem Start war Ricciardo mit Vettel kollidiert, in der achten Rennrunde musste er den Wagen aufgrund eines technischen Defekts abstellen. „Alles hat sich abgeschaltet, sogar das Display,“ schilderte der Fahrer.

Nach der Saison kehrt Ricciardo Red Bull den Rücken, der 29-Jährige unterschrieb einen Vertrag im Rennstall von Renault. Sein letztes Ziel im Cockpit von Red Bull sei es, noch einmal auf dem Podium zu stehen. Aus den letzten sechs Rennen holte der Australier nur 28 Punkte. Teamchef Christian Horner drückte sein Mitgefühl aus: „lch bin mir sicher, dass er mit seinem künftigen Arbeitgeber ein ernstes Wort reden wird, denn es ist einfach so frustrierend, ihn laufend zu verlieren. Es tut uns so leid für ihn.“

Handball-WM 2019 im Free-TV

Aufatmen bei den deutschen Handball-Fans, ein TV-Blackout bei der Heim-WM im Januar ist endgültig vom Tisch. Rund elf Wochen vor dem ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft haben ARD und ZDF die Rechte für das Turnier im kommenden Winter erworben und sich auch die Übertragungen für die kommenden Welt- und Europameisterschaften bis 2025 gesichert.

Die Vereinbarung umfasst neben der anstehenden WM (10. bis 27. Januar) auch die Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025. Außerdem erwarben die Sender die Übertragungsrechte für die Europameisterschaften 2020, 2022 sowie 2024 in Deutschland. DHB-Präsident Andreas Michelmann sprach allen Beteiligten ein großes Lob für das „ebenso großartige wie langfristig wirkende Verhandlungsergebnis“ aus.

Für die Heim-WM mit den vier deutschen Standorten Berlin, Köln (vom 19. - 23. Januar in der Lanxess-Arena die deutsche Hauptrunde), Hamburg und München hatte es bis zuletzt keinen gültigen Vertrag für den deutschen Markt gegeben, da der Kontrakt mit dem ehemaligen Rechteinhaber MP & Silva aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten der Firma aufgelöst worden war. Seitdem hatte der neue Rechteinhaber Lagardere Sports mit den Sendern verhandelt.

Das Ergebnis für die WM 2019 lautet wie folgt: Das Eröffnungsspiel des DHB-Teams am 10. Januar gegen Korea in Berlin zeigt das ZDF, das zudem zwei weitere Gruppenspiele (gegen Brasilien am 12. Januar und gegen Frankreich am 15. Januar) überträgt. In der ARD werden zwei Partien der Gruppenphase (gegen Russland am 14. Januar und gegen Serbien am 17. Januar) zu sehen sein. Ein mögliches deutsches Halbfinale würde im Ersten übertragen, ein Finale der Handball-WM mit Deutschland liefe im ZDF.

Hamilton von der Pole – Macht er heute alles klar?

Lewis Hamilton hat sich für die vorzeitige Krönung zum Formel-1-Weltmeister in die optimale Ausgangslage gebracht. Der WM-Spitzenreiter von Mercedes raste am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis der USA auf die Pole Position.

Auf Platz zwei kam zwar sein WM-Verfolger Sebastian Vettel mit nur 61 Tausendstelsekunden Rückstand. „Es war knapp“, gab Hamilton zu. „Ich war ziemlich happy mit den Runden“, sagte Vettel, ärgerte sich aber, die Pole verpasst zu haben.

Die Chancen des 31 Jahre alten Heppenheimers, die WM-Entscheidung an diesem Sonntag (20.10 Uhr/Rennen) noch zu verhindern, werden aber durch eine Strafe vom Freitagstraining weiter gemindert.

Vettel wird von Position fünf aus der dritten Reihe starten müssen. Er müsste bei einem Sieg Hamiltons aber auf den zweiten Platz am Ende des viertletzten Saisonlaufs kommen.

Vor Vettel liegen nun beim Start noch Teamkollege Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas im zweiten Mercedes und Daniel Ricciardo im Red Bull. Dessen Stallrivale Max Verstappen wurde gegen Ende des ersten Zeitabschnitts von einem Defekt an der Federung gestoppt und kam nicht über Platz 15 hinaus. Nico Hülkenberg wurde im Renault Siebter. 

Bremer Maximilian Eggestein schickt Schalke mit Doppelpack wieder in Abstiegskampf

Werder Bremen hat sich zumindest bis zum Sonntag auf den zweiten Platz der Fußball-Bundesliga geschoben. Die Norddeutschen gewannen am Samstagabend 2:0 (1:0) beim FC Schalke 04 und liegen weiterhin drei Punkte hinter Spitzenreiter Borussia Dortmund. Maximilian Eggestein sorgte mit seinen Treffern in der 43. und 66. Minute dafür, dass Werder den FC Bayern nach dessen 3:1 in Wolfsburg wieder überholte. Der Meister ist vorerst Dritter vor RB Leipzig. Am Sonntag können noch Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC zu Werder aufschließen.

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 „Wenn man 2:0 auf Schalke gewinnt und so guten Fußball spielt wie im Moment, da beschwert man sich nicht“, sagte Bremens Max Kruse bei Sky, „wir haben unsere Dinge eiskalt gemacht. Das zeichnet uns im Augenblick aus.“

„Wir hoffen, dass es so weiter geht und wir Leverkusen nächste Woche auch besiegen können", sagte Doppeltorschütze Eggestein.

BVB dominiert bei Weinzierls VfB-Debüt - Bayern beenden Negativserie

Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund hat auch in Stuttgart frühzeitig alles im Griff. Der FC Bayern holt nach vier vergeblichen Anläufen wieder einen Sieg und lässt den Abstand nicht noch größer werden. Leverkusen vermied eine schmerzhafte Heimniederlage.

Borussia Dortmund hat seine Spitzenposition in der Fußball-Bundesliga souverän verteidigt, Rekordmeister FC Bayern hat am achten Spieltag seinen Negativlauf beendet. Nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg und der Medienschelte ihrer Bosse gewannen die Münchner am Samstag 3:1 (1:0) beim VfL Wolfsburg und schoben sich vorerst sogar auf Rang zwei.

Robert Lewandowski (30./49. Minute) nach Zuspiel von Mats Hummels und schwerem VfL-Abwehrpatzer traf zweimal für die Mannschaft von Trainer Niko Kovac, die weiterhin vier Punkte hinter den Dortmundern liegt. Nach der Gelb-Roten Karte für Arjen Robben (58.) und dem Anschlusstor von Wout Weghorst (63.) machte James (72.) alles klar.

Der BVB verdarb dem neuen Stuttgarter Trainer Markus Weinzierl mit dem 4:0 (3:0) beim VfB gründlich den Einstand und hat nun 20 Punkte. Talent Jadon Sancho (3.), Marco Reus (23.) und Paco Alcácer (25.) nach schlimmem VfB-Abspielfehler sorgten früh für die Entscheidung gegen den Vorletzten. Maximilian Philipp (85.) setzte den Schlusspunkt. Der Tabellenführer will die Kaufoption für Alcácer ziehen, der vom FC Barcelona ausgeliehen ist. „Im Moment spricht wenig dagegen“, sagte Sportdirektor Michael Zorc vor dem Anpfiff im TV-Sender Sky.

Der bisherige Tabellen-Zweite RB Leipzig kam beim FC Augsburg nur zu einem 0:0 und fiel hinter die Bayern zurück.

Champions-League-Starter 1899 Hoffenheim siegte 3:1 (0:1) bei Aufsteiger 1. FC Nürnberg. Reiss Nelson (50./57.) und Adam Szalai (67.) sorgten für die Wende nach Nürnbergs Führung durch den Foulelfmeter von Hanno Behrens (18.).

Hannover 96 verpasste es mit dem 2:2 (1:1) in Leverkusen, an Bayer vorbeizuziehen. Karim Bellarabi (90.+4) glich für das Team von Trainer Heiko Herrlich kurz vor dem Ende noch aus. Florent Muslija per Freistoß (25.) und Felipe (54.), der kurz darauf nach dem zweiten Handspiel Gelb-Rot sah, trafen für 96. Lars Bender (34.) erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für Bayer. Wendell scheiterte früh (7.) mit einem Handelfmeter an Hannovers Torhüter Michael Esser.

Sebastian Vettel verliert bei US-Grand-Prix drei Startplätze 

Ferrari-Star Sebastian Vettel (31) muss vor der möglichen WM-Entscheidung im Titelkampf mit Lewis Hamilton (Mercedes) einen herben Rückschlag einstecken. Der Heppenheimer wird in der Startaufstellung zum Großen Preis der USA (Sonntag, 20.10 Uhr/RTL) um drei Plätze strafversetzt, weil er im ersten freien Training unter Roter Flagge zu schnell unterwegs war. Das gaben die Rennkommissare nach einer Anhörung von Vettel bekannt. Damit wird es für Vettel noch schwieriger, die Entscheidung in der WM noch einmal zu vertagen. Hamilton könnte schon am Sonntag seinen fünften WM-Titel einfahren. Der Titelverteidiger geht mit 67 Punkten Vorsprung in das Rennen auf seiner Lieblingsstrecke, holt er acht Zähler mehr als Vettel, ist ihm die WM nicht mehr zu nehmen. Das Qualifying wird am Samstag (23.00 Uhr MESZ) ausgetragen.

Vidal nach Disco-Schlägerei verurteilt

Der frühere Bayern-Star Arturo Vidal muss für eine Disco-Schlägerei 800 000 Euro Strafe zahlen. Das Amtsgericht München erließ einen Strafbefehl über 80 Tagessätze á 10 000 für den Spieler des FC Barcelona. Sein Bruder muss ebenfalls wegen gefährlicher Körperverletzung 120 Tagessätze á 150 Euro bezahlen. Das Amtsgericht München bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte.

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Die Vidal-Brüder hatten im vergangenen Jahr Ärger in einem Münchner Club. Juristisch wiegt die Strafe bei Vidals Bruder schwerer, weil man ab 91 Tagessätzen als vorbestraft gilt. Bei den beiden Brüdern wurde bei dem nächtlichen Ausflug eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt.

Die Vidal-Brüder erschienen nicht vor Gericht, der Fußball-Profi war für die Nationalmannschaft Chiles gegen Mexiko im Einsatz. Gegen den Strafbefehl können sie Einspruch einlegen. Dann käme es zur Verhandlung. Arturo Vidal war in diesem Sommer nach drei Jahren beim FC Bayern zum FC Barcelona gewechselt.

Rubin Kasan für ein Jahr gebannt

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den russischen Club Rubin Kasan für eine Spielzeit aus den Europacup-Wettbewerben ausgeschlossen. Sollte sich der derzeitige Tabellenfünfte der Premier Liga innerhalb der kommenden zwei Jahre für die Champions League oder Europa League qualifizieren, wäre er nicht startberechtigt.

Grund für die Sperre ist die Verletzung von Vergleichsvereinbarungen im Zuge von Verstößen gegen das Financial Fair Play durch Rubin Kasan, teilte die UEFA am Donnerstag mit. Gegen das Urteil der rechtsprechenden Kammer der UEFA-Finanzkontrolleure kann der Verein Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS einlegen.

Dennis Schröder mit starken NBA-Auftritt

 Zum Überraschungssieg beim Meister reichte es zwar nicht, trotzdem gelang Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder eine gute Leistung in seinem ersten Ligaspiel für Oklahoma City Thunder. „Es gibt viel Positives“, sagte der 25-Jährige nach dem 100:108 gegen die Golden State Warriors. Der Braunschweiger kam in seinem ersten Spiel für den neuen Club auf 21 Punkte, sechs Assists und einen Karrierebestwert von neun Rebounds.

Nach dem Ausfall von Superstar Russell Westbrook stand Schröder bei seinem Thunder-Debüt gleich in der Startformation.

„Wir haben als Einheit gespielt“, sagte Schröder: „Wir haben in der Defensive und bei der Ballbewegung schon einen guten Job gemacht, aber wir können auch noch viele Dinge verbessern.“ Die Warriors um den überragenden Topscorer Stephen Curry (32 Punkte) waren am ersten Spieltag noch eine Nummer zu groß für OKC.

Doch auch Thunder-Trainer Billy Donovan sah gute Ansätze: „Ich war sehr ermutigt und zufrieden mit der Art und Weise wie wir in das dritte Viertel gestartet sind. Im vergangenen Jahr war dies oft ein Problem für uns.“

Nach einer Arthroskopie am rechten Knie fehlte Anführer Westbrook, wertvollster Spieler der NBA-Saison 2016/2017, den Thunder und wurde von Schröder als Point Guard vertreten. Das Auftaktmatch am Dienstag (Ortszeit) in Oakland war für ihn nach zuvor fünf Jahren bei den Atlanta Hawks ein Neustart.

Schröder überzeugte in 32 Minuten auf dem Parkett mit Übersicht und vielen guten Entscheidungen. Und es wurde auch spektakulär: Mit einem Block gegen Klay Thompson zeigte er auch in der Defensive starke Qualitäten. Allerdings traf er nur sieben von 19 Würfen aus dem Feld.

Oklahoma City gelang es, die Begegnung beim Favoriten in Kalifornien bis zum Ende offen zu halten - auch dank Schröder. Obwohl er bei seinem Wechsel keine Garantie auf einen Platz in der Startformation bekam, bietet sich Schröder mit guten Leistungen an. Selbst nach der Rückkehr des gesetzten Westbrook dürfte er viel Spielzeit bekommen.

Vor dem Eröffnungsspiel erhielt das Meisterteam um Curry und Durant die üblichen Ringe als Zeichen für den Triumph in der vergangenen Saison. Außerdem wurde das dritte Meister-Banner aus den letzten vier Jahren unter die Hallendecke der Oracle Arena gezogen.

La Valetta macht Usain Bolt ein Angebot

Der maltesische Fußball-Meister FC Valletta will die Leichtathletik-Ikone Usain Bolt verpflichten und damit „Geschichte schreiben“. Geschäftsführer Ghasston Slimen sagte australischen Medien, Valletta werde „das Finale im Super-Cup am 13. Dezember spielen, welches wir gewinnen werden... also können sie sich vorstellen, wie Usain Bolt zehn Jahre nach seinem Rekord von Peking die Super-Cup-Trophäe stemmt?“

Es ginge dabei nicht um Geld, „es geht um Geschichte. Das ist etwas, worüber man in 50 oder 100 Jahren noch sprechen wird“, sagte Slimen, der die Verpflichtung nicht als PR-Nummer verstehen will. „Er soll hier keinen Urlaub machen, er soll hart trainieren.“ Es soll sich bei dem Angebot um einen Zweijahresvertrag handeln.

Eine Gruppe von Investoren der Sanban Group in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat im vergangenen Monat eine Mehrheitsbeteiligung an Valletta erworben, mit dem Ziel, sich für die Gruppenphase der Champions League zu qualifizieren.

Der achtmalige Olympiasieger Bolt hatte zuletzt bei seinem Startelf-Debüt für den australischen Erstligisten Central Coast Mariners in einem Testspiel doppelt getroffen (hier lesen). Der 32-Jährige hatte schon zu seiner aktiven Zeit als Sprinter offen über spätere Ambitionen auf eine weitere Karriere als Profifußballer gesprochen.

Mehrfach hatte der schnellste Mann der Welt Wettkampfpausen zu Trainingsbesuchen bei Spitzenklubs wie dem englischen Rekordmeister Manchester United und Bundesligist Borussia Dortmund genutzt.

Laura Dahlmaier auf unbestimmte Zeit erkrankt

Erst ein Radunfall, dann eine Zahn-OP, zuletzt ein übler Infekt: Die gesundheitlichen Tiefschläge der vergangenen Monate haben Biathlon-Königin Laura Dahlmeier zu Fall gebracht. Die 25-Jährige muss wegen ihres „ziemlich geschwächten“ Immunsystems für unbestimmte Zeit mit dem Leistungssport pausieren – eine Teilnahme am Weltcup-Auftakt Anfang Dezember in Pokljuka erscheint utopisch.

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„Einzeln betrachtet waren die diversen Schwierigkeiten zwar nicht besonders gravierend, und eigentlich war ich auch ganz zuversichtlich, dass ich die stressige Olympiasaison gut verkraftet habe“, sagte Dahlmeier, die in ihrem Tatendrang aber immer wieder ausgebremst worden war: „Wenn ich dachte, dass es jetzt endlich aufwärts geht, kam gleich der nächste Infekt oder wieder irgendein gesundheitliches Problem. Die vergangenen Wochen waren deshalb nicht gerade leicht für mich.“

Wann sie wieder in das Training einsteigt, wollte auch DSV-Mannschaftsarzt Klaus-Jürgen Marquardt nicht vorhersagen.

„Die unterschiedlichen gesundheitlichen Probleme der vergangenen Monate haben in Summation dazu geführt, dass Lauras Immunsystem aktuell ziemlich geschwächt ist“, sagte der Mediziner. Für den schmächtigen Star der Skijäger-Szene seien daher „hohe Intensitäten, große Trainingsumfänge oder Stress in der jetzigen Situation absolut kontraproduktiv“.

Dahlmeiers Karriere war in der letzten Zeit sowieso immer wieder durch Rückschläge geprägt: eine Schnittverletzung nach einem Sturz beim Klettern, die Weisheitszähne wurden rausoperiert, zuletzt wurde sie durch einen langiwerigen Infekt ausgeknockt.

„Ich muss jetzt einfach auf meinen Körper hören und, wie man so schön sagt, 'Luft ran lassen'. Auch wenn mir das nicht wirklich leicht fällt“, sagte Dahlmeier, die ihren Willen aber noch nicht verloren hat: „Ich bin mir sicher, dass ich den Trainingsrückstand wieder ganz gut aufholen kann, wenn ich wieder voll belastbar bin.“

Oliver Kahn sorgt sich um deutsche Keeper

Oliver Kahn sorgt sich um den Torhüter-Nachwuchs in Deutschland. „Ich sehe im Moment hinter Neuer und ter Stegen nicht das absolute junge Ausnahmetalent, das schon Spielpraxis auf hohem Niveau sammelt. Wir haben anscheinend keinen wie den 19-jährigen Gianluigi Donnarumma in Italien“, sagte der ehemalige Weltklasse-Schlussmann dem kicker.

In der Fußball-Bundesliga seien zwölf deutsche Torhüter die Nummer eins in ihren Klubs, so Kahn, aber: „Davon sind neun über 28 Jahre.“

Bei Bundestrainer Joachim Löw ist Manuel Neuer weiterhin die Nummer eins. Nach seiner monatelangen Verletzungspause zeigte aber auch der 32-Jährige vom deutschen Rekordmeister Bayern München zuletzt Schwächen. Als Neuers Nachfolger in der DFB-Auswahl steht der sechs Jahre jüngere Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona bereit.

Der heutige ZDF-Experte Kahn verwies ferner darauf, dass der vielversprechendste Schlussmann, der 24 Jahre alte U 21-Europameister Julian Pollersbeck, mit dem Hamburger SV in der 2. Bundesliga spielt.

Patrick Lange gewinnt Ironman auf Hawaii

7:52:39 Stunden! Triathlet Patrick Lange (Darmstadt) hat seinen Titel bei der Ironman-WM auf Hawaii mit einem Fabelrekord verteidigt und die deutsche Siegesserie in beeindruckender Manier fortgesetzt. Bei perfekten äußeren Bedingungen knackte der 32-Jährige über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen als erster „Eisenmann“ die Acht-Stunden-Marke. Im Ziel machte er seiner Lebensgefährtin Jule einen Heiratsantrag.

Mick Schumacher schon vorzeitig Formel-3-Meister

Im einstigen Revier seines Vaters Michael ist Mick Schumacher zum bislang größten Erfolg seiner jungen Karriere gerast. Unter dem Jubel der zahlreichen deutschen Fans in Hockenheim sicherte sich der Sohn des Formel-1-Rekordweltmeisters vorzeitig den Titel in der europäischen Formel 3. Im vorletzten Saisonrennen genügte Platz zwei, der 19-Jährige kann im letzten Lauf am Sonntag (10.05 Uhr/n-tv) nicht mehr abgefangen werden.

„Das ist noch nicht richtig angekommen, es ist unglaublich. Das Team hat über das ganze Jahr so viel geleistet“, sagte Schumacher kurz nach dem Zieleinlauf. Mit wohlbekannter Schumacher-Akribie hatte er zuvor den Matchball hochkonzentriert verwandelt, im Cockpit laut eigener Aussage nicht über die Meisterschaft nachgedacht. „Da habe ich mich eigentlich eher über meine Fehler geärgert“, sagte er grinsend.

Der Premierentitel soll aber nur ein Zwischenschritt auf dem Weg in die Formel 1 sein. Denn der Aufstieg in die Königsklasse ist das erklärte Ziel des Teenagers, der erst Ende Juli in Spa, im „Wohnzimmer“ seines Vaters, seinen ersten Formel-3-Sieg gefeiert hatte.

Am Samstagnachmittag siegte der Este Jüri Vips vor Schumacher und seinem Landsmann Ralf Aron. Schumachers Mutter Corinna und seine Schwester Gina-Maria feierten auf der Tribüne mit. Der Brite Daniel Ticktum, der Schumachers Titelgewinn noch hätte gefährden können, war von Platz 15 gestartet und wurde nur Siebter.

Schumacher hat von bislang 29 Rennen acht gewonnen, nach anfänglichen Problemen in seiner zweiten Formel-3-Saison war der junge Deutsche seit dem Sommer der herausragende Fahrer im Feld. In der zweiten Saisonhälfte dominierte er das Geschehen.

Angetrieben wurde sein Prema-Bolide von einem Mercedes-Motor, und Toto Wolff gehörte zu den ersten Gratulanten. „Der Junge stand von Beginn an im Fokus und hatte einen riesen Druck“, sagte der Mercedes-Motorsportchef: „Damit klar zu kommen, ist alles andere als leicht. Seine Leistung in der zweiten Saisonhälfte war daher absolut beeindruckend. Er hat gezeigt, was in ihm steckt und dass er ein Großer in unserem Sport werden kann.“

Für den jungen Mann mit dem größten Namen im Motorsport wäre der Sprung in die Formel 2 zur nächsten Saison nun der logische Schritt. Er könnte somit bei seinem Team Prema Theodore Racing bleiben und sich in gewohnter Umgebung den letzten Feinschliff für die Königsklasse holen. Der Triumph in der Formel 3 ist das beste Bewerbungsschreiben.

Schumacher hätte den Titelgewinn bereits im ersten Hockenheim-Rennen am Samstagmorgen perfekt machen können. Doch bei einem harten Duell mit seinem Teamkollegen Marcus Armstrong aus Neuseeland wurde Schumachers Bolide beschädigt. Der 19-Jährige musste in die Box und reihte sich am Ende des Feldes wieder ein. Danach zeigte er zwar eine starke Aufholjagd, die jedoch nur auf Platz zwölf und somit nicht mehr in die Punkteränge führte.

Ticktum wurde Fünfter, Schumachers Vorsprung auf den Briten schrumpfte damit um zehn Zähler auf 39 Punkte zusammen. Doch er ließ sich nicht beirren. Den zweiten Matchball nutzte Schumacher nervenstark, die Fans in Hockenheim, einige von ihnen mit Mick-Schumacher-Transparenten, jubelten ihm zu.

Schumacher war 2015 vom Kart- in den Formelsport gewechselt. Seine Premierensaison in der ADAC Formel 4 schloss er als Zehnter ab, 2016 folgten in der deutschen und der italienischen Serie jeweils die Vizemeisterschaften. Ein Jahr später stieg Schumacher in die Formel 3 auf - und ließ nun in Hockenheim den bisherigen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere folgen.

Thierry Henry neuer Trainer bei AS Monaco

Der frühere Fußball-Welt- und Europameister Thierry Henry wird neuer Trainer der AS Monaco, Gegner von Borussia Dortmund in der Champions League. Henry unterschrieb am Samstag im Fürstentum einen Dreijahresvertrag. Am Freitagabend war der 41-Jährige noch als belgischer Co-Trainer beim 2:1-Sieg der Roten Teufel gegen die Schweiz im Einsatz. Für Henry wäre Monaco die erste Station als Cheftrainer. Monaco hatte sich am Donnerstag nach vier Jahren von seinem Chefcoach Leonardo Jardim getrennt.

Schwedisches Ex-Top-Talent stirbt mit 32 Jahren

Das frühere schwedische Fußball-Toptalent Labinot Harbuzi ist mit nur 32 Jahren verstorben. Sein Vater bestätigte der Zeitung Expressen, dass der langjährige Junioren-Nationalspieler daheim einen Herzstillstand erlitten hatte und im Krankenhaus schließlich sein Tod festgestellt wurde.

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Harbuzi stammt wie Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic aus dem Nachwuchs von Malmö FF, für das er auch als Profi spielte. Harbuzi stand zuletzt in Malaysia unter Vertrag und war seit rund zwei Jahren ohne Klub.

Lewandowski verliert mit Polen gegen Portugal

Im 100. Länderspiel von Kapitän Robert Lewandowski hat Polen am Donnerstag in der Nations League eine 2:3 (1:2)-Niederlage gegen Europameister Portugal kassiert. Der Bayern-Stürmer, der in der Bundesliga schon seit drei Spieltagen nicht getroffen hat, blieb weitgehend unauffällig.

In Abwesenheit von Superstar Cristiano Ronaldo drehten die Portugiesen einen 0:1-Rückstand durch Krzystof Piatek (18.) schon bis zum Halbzeit durch einen Treffer von Andre Silva (31.) und ein Eigentor von Kamil Glik (41.) zur 2:1-Führung. Bernardo Silva erhöhte nach einem schönem Solo mit einem straffen Flachschuss von der Strafraumgrenze (52.) auf 3:1, ehe der eingewechselte Jakub Blaszczykowski in der 77. Minute noch einmal verkürzte. Der Ex-Dortmunder ist mit 103 Länderspielen nun alleiniger Rekord-Nationalspieler Polens.

Weiterer Ergebnisse in der UEFA Nations League:

Israel-Schottland 2:1

Litauen - Rumänien 1:2

Montenegro - Serbien 0:2

Kosovo - Malta 3:1

Färöer - Aserbaidschan 0:3

Paco Alcacer trifft auch für Spanien doppelt und bleibt Dortmunder

Dortmunds Stürmerstar Paco Alcacer ist auch im Trikot der spanischen Fußball-Nationalmannschaft nicht zu stoppen. Der 25-Jährige erzielte zwei Tore beim 4:1 (3:0) des Weltmeisters von 2010 im Länderspiel gegen Wales in Cardiff (8. und 29. Minute). Außerdem trafen Abwehrchef Sergio Ramos (19.) und der Ex-Dortmunder Marc Bartra (74.). Das Tor für Wales erzielte Sam Vokes (89.).

Alcacer führt in der Bundesliga mit sechs Treffern in nur drei Spielen die Torschützenliste an. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll sich der BVB mit dem bislang ausgeliehenen Stürmer auf einen Vertrag bis 2023 geeinigt haben. Alcacer war im Sommer für ein Jahr vom spanischen Fußball-Meister FC Barcelona ausgeliehen worden. Der BVB besitzt aber eine fixierte Kaufoption in Höhe von 23 Millionen Euro.

In Cardiff waren die Spanier die klar dominierende Mannschaft. Der Ex-Dortmunder Bartra kam dabei zur zweiten Halbzeit zum Einsatz. Der Münchner Thiago wurde geschont. Bei den Walisern fehlte der angeschlagene Stürmerstar Gareth Bale.

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