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Zahavi wird es den Bayern nicht leicht machen

sport1.de-Logo sport1.de 23.03.2020 Tobias Holtkamp
SPORT1-Chefkolumnist Tobias Holtkamp über David Alaba © SPORT1-Grafik: Marc Tirl/Getty Images/SPORT1 SPORT1-Chefkolumnist Tobias Holtkamp über David Alaba

Hallo Bundesliga-Freunde,

die Nachricht kam bei den Bayern-Bossen ungefähr so gut an wie ein eingewachsener Zehennagel: David Alaba, 27, hat sich für die bevorstehenden Vertragsgespräche einen der härtesten Verhandler der Fußballwelt ins Team geholt - Berater-Ikone Pini Zahavi.

Der mittlerweile 76-Jährige war in der jüngeren Vergangenheit u.a. der Strippenzieher im Neymar-Deal zwischen Barcelona und Paris, dem mit 222 Millionen Euro Ablöse teuersten Fußballtransfer der Geschichte. 2003 verhandelte Zahavi die Übernahme des FC Chelsea durch Roman Abramowitsch, für den er daraufhin diverse Transfers organisierte.

Zahavi vertrat auch Lewandowski

Doch auch die Bayern hatten zuletzt mit Zahavi, einem Israeli, der in den 70er Jahren als Sportjournalist in die Branche eingestiegen war, zu tun. Robert Lewandowski hatte den Star-Berater engagiert, um über dessen Netzwerk Angebote von Real Madrid und englischen Top-Vereinen einzuholen.

Mit Real war Zahavi sogar handelseinig, Bayern erhöhte noch einmal das Angebot und macht den Polen zum bestbezahlten Bundesliga-Fußballer aller Zeiten. Etwa 20 Millionen Euro pro Jahr sollen der Rekordmeister Lewandowski zahlen.

Zahavis herausragende Leistung sprach sich schnell herum. Und jetzt möchte auch David Alaba, dessen Vertrag im nächsten Sommer ausläuft, das Maximum für sich herausholen. Beim FC Bayern - oder eben einem anderen Groß-Verein im Ausland.

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Alaba, da sind sich in München so ziemlich alle sicher, kann sich einen Wechsel, jetzt im besten Fußballer-Alter und nach mittlerweile 13 Jahren beim FC Bayern, gut vorstellen. Zahavi soll alle Optionen ausloten, er ist natürlich besser aufgestellt als Alabas Vater George, der aber auch im Team bleibt.

Den FC Bayern erwartet eine Herkulesaufgabe

Alaba ist Teil einer "neuen" Generation beim FC Bayern, für die der erfolgreichste deutsche Verein nicht auch die Karriere-Endstation bedeuten soll. Die der Schritt ins Ausland mehr reizt als sorgt, zumal sie sich sowieso als Europäer sehen und die Wege zwischen den Metropolen in den vergangenen Jahren viel kürzer geworden sind.

Auch Joshua Kimmich und Leon Goretzka haben Ideen und Ziele für eine Zeit nach dem FC Bayern. Niklas Süle ebenso. Eine ideale Entwicklung vorausgesetzt, haben sie den Plan, sich auch noch in anderen großen Fußball-Ländern zu beweisen, in der Spitze. Toni Kroos, der es nach den Bayern zum Anführer bei Real Madrid gebracht hat, ist für viele ein motivierendes Beispiel. Auch Antonio Rüdigers Weg hat seine Bewunderer.

Die Herkulesaufgabe für die Verantwortlichen in München wird, die Top-Spieler in Zukunft nicht ablösefrei zu verlieren. Und dennoch nicht jeden wahnsinnigen Preiskampf mitzugehen. Bei Alaba wäre dieser Sommer die letzte Möglichkeit, eine große Ablöse zu erzielen. Alternativ sollten sie seinen Vertrag verlängern.

Zahavi wird es ihnen nicht leicht machen - und günstig sowieso nicht.

Tobias Holtkamp, der Autor dieses Textes, war in der Chefredaktion von Sport Bild und Chefredakteur von transfermarkt.de. Heute berät er Sportler und Marken in ihrer inhaltlichen und strategischen Ausrichtung. Für SPORT1 schreibt Holtkamp als Chef-Kolumnist die wöchentliche "Bundesliga-Kolumne".

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