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"Zur Not zu Fuß!" Wie Favre Piszczek zur BVB-Karriere verhalf

sport1.de-Logo sport1.de 29.07.2020 Maximilian Lotz

Lukasz Piszczek geht in seine elfte Saison mit Borussia Dortmund. An seinem Wechsel zum BVB hatte sein heutiger Trainer Lucien Favre großen Anteil.

Lucien Favre (l.) riet Lukasz Piszczek 2010 zum BVB-Wechsel © Imago Lucien Favre (l.) riet Lukasz Piszczek 2010 zum BVB-Wechsel

Allmählich lohnt es sich nicht mehr zu zählen, den wievielten Frühling Lukasz Piszczek im Spätherbst seiner Karriere eigentlich gerade erlebt.

Deutete während der ersten Saisonhälfte nach Piszczeks Stammplatz-Verlust auf der rechten Verteidigerposition noch alles auf das ursprünglich für diesen Sommer geplante Karriereende hin, sorgte ein Positionswechsel plötzlich für ein Umdenken.

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Im Mai verlängerte der mittlerweile 35 Jahre alte Routinier nochmals seinen Vertrag beim BVB, nachdem er in der Schlussphase als rechter Innenverteidiger der Dreierkette und als stellvertretender Kapitän für den verletzten Marco Reus wieder eine tragende Rolle auf dem Feld eingenommen hatte.

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Favre riet Piszczek zu BVB-Wechsel

Dass der Pole nun in seine elfte Saison mit den Dortmundern geht, ist auch Lucien Favre zu verdanken - nicht nur wegen der jüngsten Umschulung zum Innenverteidiger.

Als Piszczek 2007 aus Polen in die Bundesliga zu Hertha BSC wechselte, hatte gerade Favre als Trainer die "Alte Dame" übernommen. Aufgrund anhaltender Personalsorgen wurde der eigentlich als Stürmer ausgebildete Piszczek damals vom Schweizer zum Rechtsverteidiger umgeschult und spielte sich so 2010 in den Fokus von Jürgen Klopp und Borussia Dortmund.

Favre war da schon längst kein Hertha-Trainer mehr, aber Piszczek hielt den Kontakt aufrecht.

In einem Interview auf der BVB-Webseite bestätigte der Pole, dass Favre ihm damals zu dem Wechsel riet. Der Schweizer sagte demnach: "Lukasz, das müssen Sie auf jeden Fall machen! Es ist der BVB! Zur Not müssen Sie dorthin zu Fuß gehen!"

Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass er damals auch noch mit "allerlei anderen Leuten" über diesen Schritt gesprochen habe, ergänzte Piszczek: "Und alle haben mir gesagt, dass der BVB ein großartiger Verein ist und Jürgen Klopp ein Trainer, unter dem sich junge Spieler gut entwickeln können."

Favre lobt Piszczek: "Außergewöhnlich intelligenter Fußballspieler"

Nach seinen Anfängen im Sturm und vereinzelten Einsätzen im offensiven Mittelfeld ist die Versetzung in die jüngste Dreierkette nach vielen Jahren als Rechtsverteidiger nun schon die vierte Position für Piszczek unter Favre.

"Lukasz hat sich auch als Stürmer gut bewegt, er hat ein gutes Kopfballspiel und einen Blick für die Situation. Aber seine wahre Gabe lag woanders, das haben wir zum ersten Mal bei einem Testspiel mit der U23 gesehen", sagte Favre im Rückblick auf die Hertha-Zeit. "Er ist ein außergewöhnlich intelligenter Fußballspieler und hat die Abläufe auf der Außenlinie sofort verinnerlicht."

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Auch Piszczek selbst fiel die Umstellung leicht. "Das zeigt vielleicht, dass ich als Spieler vielleicht nicht der Dümmste bin. Ich glaube, ich kann mich gut in jede Rolle hineinversetzen und zeigen, dass ich das Spiel verstehe", erklärte er. "Ich habe früher für mein Leben gern im Angriff gespielt und Tore geschossen. Aber die Tendenz im Alter geht ja dahin, dass man sich auf dem Platz ein bisschen weiter zurückzieht."

Bevor er sich aber ganz in seine Heimat zurückzieht und bei seinem Jugendklub LKS Goczalkowice seine Karriere ausklingen lässt, will er dem BVB mit all seiner Erfahrung auch in der neuen Saison helfen.

Verschiebt Piszczek das Karriereende erneut?

Mit Mateu Morey und dem Neuzugang Thomas Meunier ist die Konkurrenz auf der rechten Abwehrseite trotz des Abgangs von Achraf Hakimi zwar nicht kleiner geworden, aber Piszczek hat ohnehin seinen Platz in der Dreierreihe gefunden.

Wächst da etwa die Wahrscheinlichkeit, dass er sein Karriereende nochmals aufschiebt? "Langsam!", entgegnet Piszczek. "Stand heute werde ich mich im nächsten Sommer aus Dortmund verabschieden. Ich habe meine Pläne zu Hause in Polen, die musste ich jetzt wegen der Vertragsverlängerung schon um ein Jahr verschieben."

Zusammen mit seiner Frau habe er schon lange entschieden, wieder nach Polen zurückzukehren: "Da lebt unsere Familie, da ist mein Heimatverein und da habe ich meine Akademie aufgebaut."


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