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Nelson Piquet Jr.: NASCAR-Comeback "realistischer" als Formel E und Co.

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 09.04.2020 Mario Fritzsche, Co-Autor: Felipe Motta
Elkhart Lake 2013: Nelson Piquet Jr. als Rennsieger in der zweiten NASCAR-Liga © Motorsport Images Elkhart Lake 2013: Nelson Piquet Jr. als Rennsieger in der zweiten NASCAR-Liga

Nelson Piquet Jr. hat Lust, in Zukunft wieder NASCAR zu fahren.

Im Zeitraum von 2010 bis 2016 war der Sohn des dreimaligen Formel-1-Weltmesiters Nelson Piquet bereits in den USA unterwegs. Dabei gelangen ihm in dritten NASCAR-Liga zwei Rennsiege. Und diese beiden Truck-Siege holte er nicht etwa auf Rundkursen, sondern Ovalen. So gewann er 2012 sowohl auf dem Michigan International Speedway als auch auf dem Las Vegas Motor Speedway.

In der zweiten NASCAR-Liga, der heutigen Xfinity-Serie, fuhr Piquet Jr. direkt bei seinem dritten Start, in Elkhart Lake 2012, in die Victory Lane. In der NASCAR-Topliga allerdings blieb es für den Brasilianer bei einem einmaligen Renneinsatz. 2014 fuhr er in Watkins Glen einen Ford Fusion für das inzwischen nicht mehr existente Team Randy Humphrey Racing und kam dabei auf P26 ins Ziel. Eine Rückkehr schließt er nun, mehr als fünf Jahre später, nicht aus.

Nelson Piquet Jun. © LAT Nelson Piquet Jun.

"Ich habe immer betont, dass es für mich zwei Gründe gibt, weshalb ich in die NASCAR zurückkehren könnte", sagt Piquet Jr., inzwischen 34 Jahre alt, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und führt aus: "Erstens kann man auch im Alter von 40 bis 50 Jahren noch konkurrenzfähig sein, sofern man gesund lebt. Zweitens mag ich es."

"Ich sehe mich einfach nicht in Europa leben, wenn ich mal mit dem Rennfahren aufhöre", gesteht der Brasilianer und verweist darauf, dass "alle meine geschäftlichen Aktivitäten in Brasilien und in den USA stattfinden". So lässt er unter anderem in West Palm Beach unweit von Miami einen Entertainmentpark mit Kartstrecke errichten.

Was das Profi-Rennfahren in den USA betrifft, hat Piquet Jr. gute Erinnerungen. "Ich wurde damals eingeladen, NASCAR zu fahren, weil ich einfach etwas anderes probieren wollte", denkt der ehemalige Formel-1-Pilot von Renault an das Jahr 2010 zurück.

"Ich hatte keine Ahnung, wie cool das sein würde und hatte wirklich Glück. Ich hätte ein Jahr fahren und wieder verschwinden können. Ich hätte die Serie hassen können. Tatsächlich aber habe ich es genossen", so Piquet Jr.

Und so unterstreicht der Brasilianer aus heutiger Sicht: "NASCAR erscheint mir persönlich realistischer als Formel 1, Formel E oder IndyCar."

In der Formel E krönte sich Piquet Jr. in der Premierensaison 2014/15 zum ersten Champion. Nach drei weiteren vollen Saisons stieg er aber mitten in der Saison 2018/19 aus der Elektrorennserie aus. Seither geht Piquet Jr. in der Brasilianischen Stockcar-Meisterschaft an den Start, in der unter anderem auch Rubens Barrichello fährt.

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