Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

McDaniels: Warum alle den Mann hinter der mauen Pats-Offense wollen

ran.de-Logo ran.de 31.12.2019 RAN
Josh McDaniels und Tom Brady © 2019 Getty Images Josh McDaniels und Tom Brady

München - Spätestens seit dem Black Monday ist ein Name in der halben NFL wieder in aller Munde: Josh McDaniels.

Der Offensive Coordinator der New England Patriots hat laut "ESPN" bereits eine Anfrage zu einem Vorstellungsgespräch als potenzieller Head Coach bei den Cleveland Browns erhalten. Die Carolina Panthers und die New York Giants sind ebenfalls mögliche Kandidaten.

Der mit einem Jahresgehalt von vier Millionen Dollar bestbezahlte Assistenztrainer der NFL ist nicht einmal zwei Jahre nach seiner unprofessionellen Last-Minute-Absage an die Indianapolis Colts heiß begehrt. Doch warum eigentlich?

Patriots-Offensive? Mittelmaß!

In den wichtigsten Offensivstatistiken sind die Patriots 2019 bestenfalls Mittelmaß. 5664 Total Yards? Rang 15 noch hinter den Raiders oder Chargers! Eine Third Down Conversion Rate von rund 38 Prozent? Rang 17! Die einstige Stärke der Patriots, die variable Offense, ist in dieser Saison das Sorgenkind der erfolgsverwöhnten Franchise.

Warum also rennen die NFL-Teams dem zuständigen Offensive Coordinator die Bude ein? Weil McDaniels aus deutlich schlechteren Rahmenbedingungen als in den Vorjahren immer noch einiges machen kann. Stellvertretend dafür steht das 24:17 am vorletzten Spieltag gegen die Buffalo Bills – ihrerseits immerhin drittbeste Defensive der Liga was zugelassene Yards angeht.

Sieg gegen die Bills als Fingerzeig

Dort legten die Pats mal eben 414 Yards hin. Unter anderem, weil der für die offensiven Playcalls zuständige McDaniels Tailback Rex Burkhead mehr Plays zuschusterte. Der dankte es mit 77 Receiving Yards - persönliche Bestleistung in der NFL. Oder weil er aus Linebacker Elandon Roberts nach dem Saisonaus von Fullback James Develin den Blocker für Sony Michel machte und so das lahmende Laufspiel wiederbelebte. Gegen die Dolphins fing Roberts dann auch noch seinen allerersten NFL-Touchdown.

Zudem musste McDaniels immer wieder den unerwarteten Ausfall von Anspielstationen für Tom Brady ausgleichen: Das Fehlen des NFL-All-Time-Teamers Rob Gronkowski wog schon schwer genug. Receiver-Youngster N'Keal Harry ist ein Mann für die Zukunft, aber eben noch keiner für das Hier und Jetzt. Und als mit Josh Gordon und später Antonio Brown zwei potenzielle Game-Changer die Franchise unrühmlich verließen, war es vor allem McDaniels, der die Scherben auflesen musste. Mit der Integration des Ex-Falcons-Receivers Mohamed Sanu ist ihm das zumindest im Ansatz gelungen.

Erst Playoffs, dann Verhandlungen

Gerade die dünne Personaldecke in der Patriots-Offensive dürften Head-Coach-Angebote umso interessanter für McDaniels machen. Zumal mit den Browns ein ambitioniertes Team aus seinem Heimatstaat Ohio darunter ist. Darüber reden will der 43-Jährige derzeit aber nicht. Schließlich stehen die Playoffs mit dem Wild-Card-Duell gegen die Tennessee Titans (Sonntag, 00:15 Uhr live auf ProSieben und ran.de) schon vor der Tür.

"Wir haben eine Menge Arbeit vor uns, und darauf liegt mein Fokus. Das ist das Beste für das Team und damit auch das Beste für mich", wiegelte McDaniels am Black Monday Anfragen über mögliche Interessenten ab.

Dennoch: Die Gefahr eines zweiten McDaniels-Abgangs nach seinem Wechsel zu den Denver Broncos im Jahr 2009 und seiner Rückkehr 2012 ist für die Patriots real. Denn nicht nur die drei Super-Bowl-Siege, die die Patriots mit McDaniels geholt haben, machen eines deutlich: Die Pats-Offensive stottert nicht wegen, sondern trotz McDaniels.

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Notifications für Live-Events. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von ran.de

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon