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NFL Power Ranking vor dem Saisonstart: Patriots, Eagles, Packers und Co.

SPOX.com-Logo SPOX.com 04.09.2018 SPOX
Tom Brady und die New England Patriots sind einmal mehr einer der Topfavoriten vor dem Start der neuen Saison. © getty Tom Brady und die New England Patriots sind einmal mehr einer der Topfavoriten vor dem Start der neuen Saison.

Die Regular Season ist endlich da - am Donnerstag eröffnen die Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons die neue Spielzeit! Zeit für ein letztes, die ganze Liga umfassendes Zwischenfazit: Wer sind denn nun die engsten Titelfavoriten? Wie deutlich ist die Dominanz der NFC? Und welche Franchises planen eher schon Richtung 2019? SPOX-Redakteur Adrian Franke blickt vor dem Start der neuen Saison auf alle 32 Teams.

32. Buffalo Bills

Gut für die Bills, dass sie für A.J. McCarron jetzt noch etwas bekommen haben - neben der Entwicklung von Nathan Peterman eine der wenigen guten Nachrichten für Bills-Fans in den vergangenen Wochen. Buffalo geht mit der potentiell schlechtesten Offensive Line, dem schlechtesten Quarterback-Room und einem der schwächsten Wide-Receiver-Corps an den Start - eine sehr schwierige Mischung, umso mehr, da LeSean McCoy noch immer eine mögliche Sperre droht. Die Bills sind ohne Frage in einem Übergangsjahr, daran wird auch das gerade in der Secondary vorhandene Talent wenig ändern können. Buffalos Fokus muss auf der Entwicklung von Josh Allen liegen, was sehr gut bedeuten könnte, dass er 2018 keinen Snap spielen sollte. Buffalos Fans können sich auf den hochveranlagten Tremaine Edmunds, Tre'Davious White und ein sehr gutes Safety-Duo freuen.

Mehr: AFC West: Zeit für die Wachablösung? | NFL: Gewinner und Verlierer der Preseason | Deadline Day: Chaos, Schock, Überraschung

31. Oakland Raiders

Die Raiders haben gerade ihren besten Spieler abgegeben und die eigene Defense der einzigen echten Säule beraubt. Sicher, die jungen Defensive Tackle sahen in der Preseason vielversprechend aus - geht man die Defense aber der Reihe nach durch, kommt man mit viel mehr Fragen als Antworten heraus, selbst wenn das Scheme unter Guenther besser sein sollte. Offensiv ist die Line eher Richtung als (oberer) Durchschnitt einzuordnen, dass Penn von der linken auf die rechte Seite gezogen wird und Kolton Miller direkt startet hilft da eher wenig. Hat Gruden also Alternativrezepte, wenn Carr den Ball nicht sofort los bekommt? Hat Carr in diesen Situationen Antworten? Kann Jordy Nelson den Raiders noch etwas geben? Der Eindruck entsteht zunehmend, dass Gruden dieses Team mehrere Jahre vom Contender-Status sieht und der Mack-Trade womöglich erst der Anfang des Umbruchs war.

30. New York Jets

Sam Darnolds Auftritt in Woche 3 der Preseason war ohne Frage beeindruckend und gab den Jets genug, um Teddy Bridgewater wenig später zu traden. Darnold wird von Anfang an starten und womöglich eine neue Ära beginnen - zunächst aber wird er Rookie-Fehler machen, wie nahezu jeder Quarterback. Er wird unter einer sehr wackligen Offensive Line leiden, er wird es mit Defenses zu tun bekommen, die ihm ihre exotischsten Pressure-Plays entgegenwerfen, um ihn zu testen und er wird seine Wachstumsschmerzen haben. Die sind normal und bisweilen auch wichtig, aber mit Blick auf 2018 werden sie die Jets auch mehrere Spiele kosten - während defensiv der Pass-Rush einmal mehr das riesige Sorgenkind ist.

29. Indianapolis Colts

Ich würde die Colts mit Blick auf Andrew Lucks Fortschritte in der Preseason gerne höher einstufen - aber Luck wird vermutlich noch einige Wochen brauchen, um noch näher an sein altes Leistungsniveau zu kommen und gleichzeitig hat er so wenig um sich herum. Das Receiver-Corps ist außerhalb von T.Y. Hilton ein großes Fragezeichen, im Backfield startet vorerst wohl Fünftrunden-Rookie Jordan Wilkins; der hat zwar einige positive Ansätze gezeigt, einen echten Unterschied wird das Backfield für die Colts aber wohl nicht machen. Die Cornerbacks sind ein potentiell riesiges Problem, zumindest die defensive Front hat einige talentierte Spieler dabei. Dennoch: Selbst der Luck-Faktor reicht nicht, um ein sich ansonsten an vielen Stellen im totalen Umbruch befindendes Colts-Team (vorerst) weiter hoch zu hieven.

28. Cleveland Browns

Bei all dem Hype, der in den letzten Wochen und Monaten um die Browns entstanden ist, bleibe ich erstmal noch vorsichtiger und sage: zeigt es auf dem Platz! Zeigt es, wenn Schemes, Game Plans und In-Game-Coaching eine Rolle spielen. Weder Gregg Williams, noch Hue Jackson machen mir da allzu viel Hoffnung - und dass die Browns Amos Jones als ihren Special-Teams-Coordinator geholt haben, der über Jahre in Arizona nur sehr wenig vorweisen konnte, ist ebenfalls fragwürdig. Das ist umso bitterer, da das Talent ja vorhanden wäre: Cleveland hat die offensiven Waffen mit Landry, Callaway, Higgins, Njoku und Rückkehrer Josh Gordon sowie einem tiefen Backfield. Die Browns haben eine überdurchschnittliche Line, endlich einen stabilen Quarterback, einen der besten jungen Pass-Rusher der Liga in Myles Garrett und eine generell gut besetzte Front. Jetzt muss man all das nur auch auf dem Feld sehen.

27. Miami Dolphins

Pass-Rush, Cornerbacks, Interior Defensive Line - die Dolphins-Defense hat zum Start der neuen Saison unangenehm viele unklare und potentiell wacklige Mannschaftsteile. Das beinhaltet auch das Linebacker-Corps, indem letztlich die Hoffnung ist, dass Rookie Jerome Baker sowie Vorjahres-Zweitrunden-Pick Raekwon McMillan endlich für mehr Stabilität sorgen. Miami dürfte in der Folge das ganze Jahr über Probleme damit haben, gegnerische Offenses zu stoppen. Die positive Nachricht: Die Offense sollte endlich näher an die Vorstellungen von Coach Adam Gase ran rücken, mit Kenyan Drake als echter Matchup-Waffe aus dem Backfield, dem in der Preseason beeindruckenden Mike Gesicki als Receiving-Tight-End, einer verlässlichen Receiver-Waffe in Danny Amendola als Landry-Ersatz sowie Kenny Stills als Deep Threat. Auch die Offensive Line sollte besser sein.

26. Dallas Cowboys

Die Cowboys gehen mit einem Receiver-Corps in die Saison, das einige solide Nummer-2-Waffen hat - Beasley und Hurns etwa, potentiell auch Rookie Michael Gallup - dem aber ein dominanter Receiver fehlt. Das fällt umso mehr ins Gewicht, da mit Jason Witten die sichere Kurzpass-Option wegfällt und Zweifel an Scheme und Play-Calling der Cowboys noch immer berechtigt sind. Dennoch muss Dak Prescott den nächsten Schritt machen - während in der Line gleichzeitig Center Travis Frederick mehrere Wochen lang fehlen wird und Zack Martin sowie Tyron Smith schon angeschlagen in die Saison gehen. Anders gesagt: Dallas' Offense könnte doch einige Probleme haben - dafür sollte auf der anderen Seite des Balls der Pass-Rush so manche Partien (mit-)entscheiden können: Lawrence und Crawford sind hier die klaren Leader, als X-Faktor ist jetzt auch Randy Gregory zurück.

25. Tampa Bay Buccaneers

Die Offseason der Bucs hat bei mir eine Frage hinterlassen. Eines der Teams, das sich schematisch mit am stärksten auf seinen 4-Men-Pass-Rush verlässt, investierte zwar kräftig in die Defensive Line und nach einem komplett harmlosen Pass-Rush im Vorjahr war das auch dringend nötig. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Bucs mit Vita Vea, Jason Pierre-Paul, Beau Allen, Vinny Curry und Co. nicht eher ihre Run-Defense signifikant verbessert haben. Angesichts der Problemzonen in der Secondary ist ein deutlich verbesserter Pass-Rush allerdings Pflicht, wollen die Bucs nicht wieder komplett von ihrer Offense abhängig sein. Die allerdings kommt immerhin mit jeder Menge Feuerpower daher: Eines der besten Receiving-Trios der Liga, Peyton Barber als eine der positiven Überraschungen der vergangenen Wochen, eine verbesserte (wenn auch schon angeschlagene) Offensive Line sowie Jameis Winston, der im Laufe der vergangenen Saison deutliche Fortschritte an den Tag gelegt hat - allerdings auch die ersten drei Spiele gesperrt verpasst. Und dann bleibt natürlich die Frage, wie viel von dieser Feuerkraft Dirk Koetter auch aufs Feld übertragen kann.

24. Washington Redskins

Washington sollte eigentlich eine überdurchschnittliche Defense haben. Beginnend bei der Line um Allen, Payne und Ioannidis, einem noch immer unterschätzten Pass-Rusher in Ryan Kerrigan sowie einer soliden Secondary, angeführt von Josh Norman. Gleichzeitig haben die Redskins in Kendall Fuller auch einen der talentierteren jungen Slot-Cornerbacks verloren und hatten in Coverage schon letztes Jahr einige Defizite. Die größeren Fragezeichen bringt aber die Offense mit: bleibt die Line endlich mal von Verletzungen verschont? Wie passt Alex Smith in das Scheme von Jay Gruden? Funktioniert das Backfield mit einem Zusammenspiel zwischen Adrian Peterson und Chris Thompson?

23. New York Giants

In New York wird man möglicherweise noch für eine ganze Weile über den vergangenen Draft sprechen - dann nämlich, falls sich Sam Darnold bei den Jets zu einem echten Franchise-Quarterback entwickelt und gleichzeitig die Giants, die Darnold an 2 hätten haben können, mit Saquon Barkley zwar ihr Run Game, aber nicht ihre kurz- und mittelfristigen Titelchancen signifikant verbessern. Denn während die linke Seite der Line mit Solder und Hernandez fraglos verbessert daherkommt, kann man das über den Rest der Line mitnichten sagen. Eli Manning ist derweil auf dem absteigenden Ast und die Giants müssen hoffen, dass Pat Shurmurs Scheme zusammen mit einem spektakulären Waffenarsenal das ausgleichen kann. Und dann wäre da die Defense, die New York vor zwei Jahren noch in die Playoffs führte, aktuell aber im Cornerback-Corps, im Pass-Rush und auch bei den Linebackern doch gewaltige Ungewissheiten mitbringt.

22. Arizona Cardinals

Die Cardinals haben das Potential, eines der Under-the-Radar-Teams dieser Saison zu werden. Nicht als Cinderella-Playoff-Team oder dergleichen, aber als ein Team, das ein paar Spiele mehr gewinnen kann als vielerorts vermutet und das so manches stärkere Team ärgern kann. Warum? Weil die Defense unter Steve Wilks aggressiv zu Werke gehen wird und in Chandler Jones, Patrick Peterson, Markus Golden, Deone Bucannon, Budda Baker und Tre Boston mehrere Säulen auf allen Leveln hat. Weil Haason Reddick in seinem zweiten Jahr und in neuer Rolle besser zurechtkommen sollte. Weil David Johnson zurück ist, die Offensive Line wieder fit ist und hinter Fitzgerald Christian Kirk und Chad Williams in der Preseason auf sich aufmerksam gemacht haben. Die Line wird noch immer gelegentlich ein Problem sein, der zweite Cornerback-Spot gegenüber von Patrick Peterson bleibt auch in einer stärker auf Zone Coverage fokussierten Defense eine Schwachstelle und niemand setzt ernsthaft darauf, dass Sam Bradford 16 Spiele macht. Arizona aber hat auf beiden Seiten des Balls zu viele zu gute Spieler, um auch in einem Übergangsjahr komplett einzubrechen.

21. Kansas City Chiefs

Kansas City ist ein ganz heißer Bewerber für den Titel des Teams, das die größte Diskrepanz zwischen der eigenen Offense und der eigenen Defense an den Tag legt. Die Chiefs haben offensiv alle Feuerkraft der Welt sowie eines der spektakulärsten Receiving-Corps überhaupt mit Hill, Watkins und Kelce, in Kombination mit einer stabilen Offensive Line. Die Defense dagegen wird vor allem gegen den Pass große Probleme bekommen - trotz Chris Jones und Justin Houston und, falls er nochmals zu alter Stärke zurückfindet, Eric Berry. Kansas City wird im Passspiel auf allen Ebenen angreifbar sein, während der Quarterback-Wechsel von Alex Smith zu Patrick Mahomes zwar mehr Spektakel verspricht; gleichzeitig quasi aber auch mehr Turnover garantiert. Und dann muss Mahomes auch erst einmal Smiths Deep-Passing-Production aus dem Vorjahr übertreffen.

20. Baltimore Ravens

Baltimore ist ohne Frage ein Playoff-Kandidat, und sei es auch via Wildcard. Zu stark ist die defensive Front vor allem so lange Terrell Suggs auf diesem Level spielt. Das Linebacker-Corps dahinter ist deutlich jünger, aber angeführt von C.J. Mosley seinerseits hochtalentiert und die Secondary gehört ohnehin zur ligaweiten Spitze. Baltimores erfahrene Defense wird auch in dieser Saison wieder Gegnern Schwierigkeiten bereiten, das aber war auch nicht das Problem letztes Jahr - das war vielmehr die eigene Offense. Jetzt scheint Joe Flacco tatsächlich fitter zu sein und sich besser zu bewegen, das Receiver-Corps wurde ausgetauscht und klar verbessert, in der Offensive Line ist Marshal Yanda zurück und Alex Collins hat letztes Jahr gezeigt, dass er ein sehr guter Running Back sein kann.

19. Denver Broncos

Welchen Case Keenum erleben wir 2018? Die 2017er Version? Oder die aus den Jahren davor? Letztlich steht das im Mittelpunkt der Broncos-Analyse. Zu gravierend waren die Probleme letztes Jahr aufgrund der permanenten Quarterback-Baustelle, und in der heutigen NFL ist es für Defenses immer schwieriger, so etwas auszugleichen. Ich traue Denver einen Wildcard-Platz zu, weil Keenum unter Bill Musgrave in einer Offense spielen wird, die ihm liegen sollte und weil er ein prall gefülltes Waffenarsenal sowie ein solides Run Game als Unterstützung haben sollte. Die Defense mit Bradley Chubb, Von Miller und Shaq Barrett sollte im Pass-Rush zurück Richtung Liga-Spitze klettern, Chris Harris ist noch immer einer der besten Cornerbacks der Liga und Pacman Jones gibt Denver erfahrene Kader-Tiefe, neben Rookie Isaac Yiadom. Denver ist eines dieser Teams, das einige Kritiker positiv überraschen könnte.

18. Houston Texans

Houston vor dem Start der Saison einzuordnen ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit - wahrscheinlich stehen sie deshalb hier in der Mitte. Die Texans KÖNNTEN eines der explosivsten, spektakulärsten Teams haben, mit einer der dominantesten Fronts um Watt, Clowney und Mercilus. Explosivität pur steckt dahinter mit McKinney, Mathieu und Colvin sowie offensiv Deshaun Watson, den viele schon in den MVP-Status schreiben wollen. Ein anderes Szenario? Watsons Risiko-Pässe aus der Vorsaison landen dieses Mal häufiger beim Gegner, die Probleme in der Offensive Line begleiten Houston das ganze Jahr über, die schematisch umgebaute Offense hat einige Kinderkrankheiten und die Outside-Cornerbacks sind zu anfällig. Es fällt nicht schwer, für die Texans extreme Bilder in beide Richtungen zu zeichnen.

17. Seattle Seahawks

Die nächste große Wildcard gleich hinterher. Seattles Line war letztes Jahr über weite Strecken ein Desaster, in Protection und im Run-Blocking. Die kommende Saison wird zeigen, ob der Austausch großer Teile des Trainierstabs hier den erhofften positiven Effekt hat und ob die Line zumindest Richtung Durchschnitt gehen kann. Im Mittelpunkt steht aber natürlich der Umbruch in der Defense, in der Chancellor, Avril, Sherman und Bennett fehlen, während Earl Thomas' Status weiter ungewiss ist. Warum also trotzdem Platz 17? Russell Wilson gibt den Seahawks eine hohe Base-Line, gleichzeitig ist mit Spielern wie Bobby Wagner, Shaquill Griffin, Frank Clark, Jarran Reed und K.J. Wright Talent vorhanden, während die Rookies Shaquem Griffin und Rasheem Green Druck auf die Starter ausüben. Seattles Team wird ein anderes Gesicht haben, aber der Umbruch bei den Seahawks wird sanfter und schneller verlaufen, als das normalerweise der Fall ist.

16. Carolina Panthers

Daryl Williams, Matt Kalil, Amini Silatolu - die Offensive Line der Panthers war per se schon nicht sonderlich gut besetzt, der Zustand in puncto angeschlagenen Spielern sowie Ausfälle vor dem Start der Saison zeichnet nach dem Free-Agency-Abgang von Andrew Norwell ein noch viel düstereres Bild. Williams könnte möglicherweise früher zurückkehren als erhofft, dennoch bleibt abzuwarten, wie sattelfest die Line wirklich ist; und am Ende des Tages muss sie das in Norv Turners Scheme sein. Cam Newton derweil ist noch immer ein Quarterback, der vor allem als Runner den Unterschied ausmachen kann. Christian McCaffrey scheint bereit für den nächsten Schritt hin zu einem echten 3-Down-Back und die Defensive Front sah in der Preseason schon wieder ziemlich gut aus. Carolina ist auch 2018 eines der unangenehmeren Teams - aber reicht das für einen erneuten Playoff-Platz?

15. Cincinnati Bengals

Die Bengals sind vielleicht das größte Under-the-Radar-Team vor dem Start der neuen Regular Season. Cincinnati sollte eine der besseren Defenses in der NFL haben: Cornerback William Jackson (26,4 Coverage-Snaps pro Reception, bester Wert aller Cornerbacks mit mindestens 100 Coverage-Snaps) ist auf bestem Wege, der nächste Superstar-Corner zu werden und die Bengals waren eines von nur drei Teams, das zwei Spieler in der Top-12 hatte was QB-Pressures angeht: Dunlap und Atkins, beide haben gerade verlängert. Vor allem aber sollte die Offense mit der deutlich verbesserten Offensive Line wesentlich effizienter sein. Das gilt umso mehr, falls Tyler Eifert fit bleibt und John Ross die positiven Eindrücke aus der Preseason bestätigt.

14. Chicago Bears

Keine Frage: Der Trade für Khalil Mack hat Chicago nochmals um ein paar Plätze nach oben katapultiert - einen der besten (Edge-)Verteidiger der Liga wenige Tage vor Saisonstart zu verpflichten hat diesen Effekt. Mack und Akiem Hicks sollten Offenses riesige Probleme bereiten, individuell aber auch im Zusammenspiel etwa via Slants. Roquan Smith dahinter ist ein sofortiges riesiges Linebacker-Upgrade und die Secondary ist ebenfalls überdurchschnittlich. Oder anders gesagt: Chicago hat alle Bausteine für eine Top-5-Defense. Dabei war es im Frühjahr noch die Offense, auf die wir gespannt waren, und die man nicht vergessen sollte: mit einem runderneuerten, spektakulären Waffen-Arsenal und einem neuen, modernen Scheme. Jetzt muss nur Mitch Trubisky auch die entsprechenden Fortschritte zeigen.

13. San Francisco 49ers

Die schwere Verletzung von Jerick McKinnon tut San Francisco ohne jede Frage weh - Kyle Shanahan fehlt jetzt eine zentrale Matchup-Waffe. Matt Breida und Alfred Morris werden das im Duo auffangen, der Effekt geht dadurch aber ein wenig verloren. Ansonsten bleibt das alte Thema bei den Niners der Edge-Rush - hier muss San Francisco Druck erzeugen können, es ist das fehlende Puzzleteil einer ansonsten schon sehr gut besetzten Defense mit einer starken Line, Foster (wenn er zurück ist) dahinter und Witherspoon sowie Richard Sherman in der Secondary. Auch die Offensive Line kommt deutlich verbessert und vor allem besser an Shanahans (Zone-Blocking-)Bedürfnisse angepasst daher. Marquise Goodwin ist auf dem Wege, ein Nummer-1-Receiver zu werden und mit Pierre Garcon sowie Dante Pettis hat er einiges an Feuerkraft an seiner Seite. Es ist also alles für Jimmy Garoppolo bereitet, um seine erste volle Saison als Starter so erfolgreich fortzusetzen, wie die kleine Sample Size der vergangenen Saison endete.

12. Tennessee Titans

Ich bin ein großer Fan von Tennessees Offseason. Nicht nur dass infolge der Trainerwechsel endlich eine moderne Offense Einzug erhält, auch die Spieler, die Tennessee verpflichtet hat, gefallen: Dion Lewis gibt den Titans eine echte Matchup-Waffe, während defensiv Rashaan Evans dem Linebacker-Corps eine ordentliche Dosis Explosivität verleiht. Harold Landry indes könnte sich als der beste Pass-Rusher dieser Klasse entpuppen, er gibt den Titans gemeinsam mit Brian Orakpo, Derrick Morgan und Jurrell Casey einen tiefen Rush. Gleichzeitig verfügt Tennessee durch die Verpflichtung von Malcolm Butler jetzt über eines er besten Cornerback-Trios der Liga. Butler, Logan Ryan und Adoree' Jackson sollten in der Lage sein, jedes noch so vielseitige Wide-Receiver-Corps in Man Coverage zu nehmen. Das würde auch den Weg für das aggressive Play-Calling ebnen, mit dem man in Tennessee rechnen muss. Zusätzlich haben Corey Davis und Taywan Taylor merkliche Fortschritte gemacht - jetzt liegt es an Marcus Mariota, all diese Fäden auch zusammen zu führen.

11. Detroit Lions

Ähnlich wie bei San Francisco ist auch bei Detroit der Pass-Rush eines der zentralen Themen - wenngleich bei den Lions die Lücke noch größer scheint, Detroit hat nicht die Qualität in der Defensive Line, welche die Niners mitbringen. Was die Lions aber haben, ist eine sehr gut besetzte Secondary, eine Top-10-Offensive-Line, eines der spannenderen Receiver-Trios und einen Top-10-Quarterback, der trotz Head-Coach-Wechsel weiter mit seinem Offensive Coordinator zusammenarbeiten kann. Das gibt in jedem Fall Stabilität, jetzt muss Jim Bob Cooter aber auch zeigen, dass er mit seinen neuen Ressourcen ein verbessertes Run Game aufziehen kann. Stichwort Head-Coach-Wechsel: Durchbricht Matt Patricia den Kreis der (vergleichsweise) erfolglosen Belichick-Schüler als NFL-Head-Coach?

10. Jacksonville Jaguars

Was gibt es zu den Jaguars noch zu sagen, das nicht schon ausgiebig diskutiert wurde? Die Jags haben alle Mittel, um erneut eine absolute Elite-Defense zu bilden: Beginnend mit dem besten Cornerback-Duo der Liga, über eines der explosivsten Linebacker-Duos der Liga bis zu einer der gefährlichsten Defensive Lines der Liga. Am Ende aber bleibt die Frage, wie viel das wert ist, wenn Jacksonville offensiv erneut mit dem Plan in die Saison geht, auf Blake Bortles zu vertrauen. Der hat ein interessantes, tiefes Receiver-Corps, auch nach der Verletzung von Marqise Lee, und kann sich auf das Run Game stützen. Aber was passiert, wenn er wieder zu viele gravierende Fehler macht? Was, wenn Jacksonville in Spiele kommt, in denen es ihn verstecken muss? All das haben wir letztes Jahr bereits gesehen und es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass wir es dieses Jahr nicht wieder sehen werden. Das macht es selbst mit dieser herausragenden Defense schwer, die Jaguars in den engsten Kreis der Titelanwärter zu zählen.

9. Los Angeles Chargers

Das Verletzungspech hat in Person von Jason Verrett, Jaylen Watkins und Hunter Henry schon wieder kräftig zugeschlagen - zumindest bei Henry, der sich bereits im Frühjahr verletzte, haben die Chargers aber noch die Hoffnung nicht ganz aufgegeben. Sieht man vom alljährlichen Chargers-Pech und den Special-Teams-Debakeln mal ab, dann hat L.A. eigentlich alle Bausteine für einen Titelkandidaten: Das vielleicht beste Pass-Rush-Duo der Liga in Ingram und Bosa, einen echten Nummer-1-Cornerback in Casey Hayward und jetzt zusätzlich noch Rookie Derwin James als defensive Allzweckwaffe. Gleichzeitig sollte die Offensive Line merklich verbessert sein, Philip Rivers ist noch immer ein Top-10-Quarterback und neben Keenan Allen ist jetzt auch Vorjahres-Erstrunden-Pick Mike Williams fit. Er könnte schematisch durch seine Physis gelegentlich eine Receiving-Tight-End-Rolle einnehmen, für die Red Zone haben die Chargers inzwischen Antonio Gates zurückgeholt. Eigentlich ist dieses Team bereit für einen tiefen Playoff-Run. Eigentlich...

8. Green Bay Packers

Zum ersten Mal seit vielen Jahren bin ich tatsächlich auf eine Packers-Defense gespannt! Einerseits, da der neue Defensive Coordinator Mike Pettine schon eine signifikante Verbesserung darstellen sollte. Andererseits, weil die Packers in der Offseason das Team auch mit Spielern verstärkt haben, die Pettines aggressive Idee einer Defense umsetzen können. Das beinhaltet vor allem die beiden Rookie-Cornerbacks Josh Jackson und Jaire Alexander, aber auch Rückkehrer Tramon Williams sorgt hier für mehr Sicherheit. Mo Wilkerson ist eine Wildcard, nimmt er die Saison aber als eine Chance wahr, dann hat Green Bay plötzlich eine der gefährlicheren Defensive Lines. Und offensiv? Aaron Rodgers zurück bei 100 Prozent macht Green Bay alleine brandgefährlich, Jimmy Graham zumindest als Red-Zone-Waffe sollte da nur helfen. Mehr Ungewissheiten bringt vor allem das Wide-Receiver-Corps hinter Adams und Cobb mit, während die Hackordnung im Backfield ein Thema sein könnte, das Green Bay über weite Teile der Saison begleitet.

7. Los Angeles Rams

Hier gibt es in meinen Augen einen kleinen Cut - die ersten sechs Teams zähle ich zum engsten Contender-Kreis, schon ein wenig ab Pittsburgh und spätestens mit den Rams muss man einige Abstriche machen. Keine Frage, auf dem Papier sieht dieses Rams-Team spektakulär aus. Die Frage aber wird sein: wie viel davon überträgt sich auf den Platz? Reicht das Duo Donald/Suh, um die Edge-Fragezeichen vergessen zu lassen? Können die Linebacker nicht als Schwachstelle gezielt attackiert werden? Wie funktioniert das komplett neue Starting-Cornerback-Duo und ist nicht ein kleiner Rückschritt der Offense zu erwarten - insbesondere mit Blick auf die im Vorjahr von Verletzungen ungewöhnlich stark verschonte Offensive Line, in der Whitworth im letzten Saison-Drittel merklich mehr zuließ und Right Tackle Rob Havenstein in der Regular Season insgesamt 41 QB-Pressures erlaubte? Nach dem großartigen Breakout im Vorjahr wird es nicht leicht für die Rams, diese Leistung erst einmal zu bestätigen. Gelingt das, und entwickeln sie sich als Team gar noch weiter, sprechen wir ohne Frage von einem siebten klaren Contender.

6. Pittsburgh Steelers

Nach wie vor habe ich so meine Zweifel, ob die Defense Pittsburgh nicht wieder zum Verhängnis wird, wenn die Spiele im Dezember und im Januar so richtig kritisch werden - die Defensive Line ausdrücklich ausgenommen. Denn zumindest offensiv sollte kaum ein Team mit den Steelers mithalten können: Die Line ist glänzend besetzt, das Receiver-Corps mit Brown, Smith-Schuster und dahinter Rookie James Washington hat das Potential für großes Spektakel. Le'Veon Bell kehrt nach seinem erneuten Holdout hoffentlich aus Steelers-Sicht dann doch zeitnah zurück und Roethlisberger wird von den Anpassungen unter Randy Fichtner - ganz besonders mit Blick auf mehr Tempo und mehr Freiheiten an der Line of Scrimmage - profitieren. Die Steelers sind abermals der klare Favorit innerhalb der eigenen Division und haben einen hochkarätig besetzten Kader. Gleichzeitig läuft diesem Team, mit Blick auf Bells Vertrag und Roethlisbergers Alter, langsam aber sicher die Zeit davon.

5. Philadelphia Eagles

Die Plätze 1 bis 6 sind für mich nahezu beliebig austauschbar, der Grund für Philadelphias Abrutschen ist unter dem Strich einzig und allein die Quarterback-Situation. Man bekommt zunehmend den Eindruck, dass Carson Wentz womöglich mehr als nur das erste Spiel verpassen könnte - immerhin ist seine schwere Knieverletzung noch keine neun Monate her, und Philly ist hier, völlig zurecht, auf die langfristige Perspektive bedacht. Mit Foles könnte das alles problemlos über die Bühne gehen, wir könnten aber auch mehr von dem Nick Foles sehen, den wir in der Preseason beobachten konnten; er ist einer der Quarterbacks mit den extremsten Schwankungen über die letzten Jahre. Passiert das, könnte es die Eagles in der hart umkämpften NFC früh in der Saison einige Spiele kosten, auch weil Alshon Jeffery etwa vorerst nicht zur Verfügung stehen wird. Ansonsten aber ist der Titelverteidiger noch immer herausragend besetzt: Eine spektakuläre defensive Front wurde mit Ngata und Bennett noch stärker, dahinter kehrt Jordan Hicks nach Verletzung zurück. Lediglich das Cornerback-Corps muss nach dem Abgang von Patrick Robinson einen schwereren Schlag verdauen.

4. New England Patriots

Die Patriots sind auch dieses Jahr wieder das Team, das es in der AFC zu schlagen gilt: Die große Schwachstelle der vergangenen Saison - die Defensive Line - wurde mit Danny Shelton und Adrian Clayborn seht intelligent adressiert, beide Spieler sollten hervorragend in New Englands Scheme passen. Gleichzeitig steht Derek Rivers nach seiner Verletzung endlich zur Verfügung und sollte den Pats früh eine zusätzliche Pass-Rush-Präsenz geben. Die Secondary ist noch ein Fragezeichen, auch deshalb die Patriots "nur" auf dem vierten Platz. Die dünne Receiver-Situation spielt da keine allzu große Rolle, New England spielt ohnehin mehr 12- und 21-Personnel als nahezu jedes andere Team und verlangt in seinen Konzepten von allen Spielern, dass sie Routes aus verschiedenen Positionen laufen können. Ich erwarte eine Rückkehr zur Kurzpass-Offense, was auch die Line entlastet und in der kein Quarterback an Brady ran kommt.

3. Minnesota Vikings

Kaum ein Team hat seinen Cap in den letzten Jahren so gut verwaltet mit Minnesota, was den Vikings mit der vergangenen Offseason ein jetzt (vorerst) dreijähriges Titelfenster geöffnet hat. Minnesota gehört zum ganz engen Contender-Kreis, sollte eine Top-3-Defense und eines der besten Receiver-Duos der Liga haben - und zu der letztjährigen Championship-Game-Version kommen mal eben Sheldon Richardson dazu und der früh verletzt ausgefallene Dalvin Cook zurück. Kirk Cousins ist in puncto Konstanz definitiv ein Upgrade über Case Keenum, auch wenn dessen Leistung in der vergangenen Saison nicht einfach unter den Tisch fallen sollte. Die große Sorge bei den Vikes ist und bleibt die Offensive Line. Die muss zumindest Durchschnitt sein, andernfalls läuft Minnesota Gefahr, dass die Offense schematisch und was den Game Plan angeht zu stark auf gegnerische Defenses reagieren muss.

2. New Orleans Saints

Der Marshon-Lattimore-Effekt in New Orleans letztes Jahr war enorm - plötzlich funktionierten all die komplexen Pressure- und Blitz-Pakete, weil die Saints endlich einen echten Nummer-1-Cornerback in ihren Reihen hatten. Bleibt die Frage, ob New Orleans an diesen rasanten Anstieg anknüpfen kann, oder ob die Defense doch vorerst einen kleinen Schritt zurück macht? Wie lange dauert es, ehe Marcus Davenport neben dem herausragenden Cam Jordan ein Faktor wird? Offensiv derweil fehlt Mark Ingram für die ersten vier Spiele, dafür kommt das Wide-Receiver-Corps mit Cameron Meredith und Tre'Quan Smith stärker daher - möglicherweise gibt es also nochmals eine letzte Spektakel-Saison von Drew Brees. Der ist noch immer einer der akkuratesten Deep-Passer der Liga, hat das nur prozentual letztes Jahr auffällig selten gemacht - das Screen Game vor allem mit Alvin Kamara war zu gut und zu dominant. Eine etwas bessere Balance könnte New Orleans hier offensiv nochmals gefährlicher machen. Die Saints haben sehr viele der nötigen Bausteine, um den Titel zu gewinnen.

1. Atlanta Falcons

In Atlanta ist über die letzten Jahre ein tolles Team zusammengewachsen: Eines der potentiell besten Receiver-Trios der Liga, das vielleicht beste und vielseitigste Running-Back-Duo neben dem in New Orleans, das explosivste Linebacker-Duo neben dem in Jacksonville, ein aufstrebender Defensive Tackle in Grady Jarrett, eine in der Breite und der Spitze glänzend besetzte Secondary und ein (mindestens) Top-10-Quarterback in Matt Ryan, der in der vergangenen Saison großes Interception-Pech hatte, was die Stats und auch den öffentlichen Eindruck nach unten drückte. Atlantas Offense sollte, indem an einigen kleinen Schrauben wie einer Rückkehr zur intensiveren Play-Action-Nutzung, mehr Motion und einer besseren Ballverteilung gedreht wird, im Vergleich zum letzten Jahr wieder einen klaren Schritt nach vorne machen, während die Defense nach einigen Jahren in Dan Quinns Scheme und mit enormer Geschwindigkeit ausgestattet bereit ist für den Sprung auf ein noch höheres Level. Ist Atlantas Roster damit perfekt? Nein, meine größte Sorge bei den Falcons ist und bleibt der Edge-Rush. Hier muss Vic Beasley konstanter werden und Takkarist McKinley sich schnell weiterentwickeln. Ansonsten wird es zu sehr auf Jarrett in der Mitte ankommen.

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