Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Regelwahnsinn! Verrückte Situationen in den Wild Card Games

ran.de-Logo ran.de 06.01.2020 RAN
NFL_Wildcard_Regeln © imago images/ZUMA Press NFL_Wildcard_Regeln

München - Die ersten beiden Wild Card Games zwischen den Tennessee Titans und den New England Patriots sowie den Buffalo Bills und den Houston Texans hielten einige kuriose Situationen bereit.

Die Frage, ob die Bills einen Touchdown erzielt hatten, oder die Texans einen Touchback bekamen, verwirrte kurzfristig sogar die Schiedsrichter auf dem Feld.

Wir haben uns die einzelnen Situationen mal angeschaut.

- Touchdown oder Touchback? Verrückte Situation um DeAndre Carter

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte der Partie zwischen den Buffalo Bills und den Houston Texans kam es zu einer verrückten Situation. DeAndre Carter, Punt Returner der Houston Texans, fing den Kickoff von Bills Kicker Stephen Hauschka in der eigenen Endzone. Carter zeigte keinen Fair Catch an, kniete nicht ab, gab aber das Play sofort auf.

Zudem warf er den Ball in Richtung des ebenfalls in der Endzone stehenden Hauptschiedsrichters. Der Referee fing den Ball aber nicht, sondern signalisierte, dass das Spiel weiterlaufen solle. Das Special Team der Bills schnappte sich daraufhin den Ball in der Endzone, die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Touchdown.

Nach einer Beratung der Unparteiischen wurde dieser dann aber zurück genommen, da Carter angezeigt hatte, nicht mit dem Ball laufen zu wollen und so den Spielzug beendet hatte.

Es gab also einen Touchback statt Touchdown, der Zwischenstand wurde von 19:0 für die Bills wieder auf 13:0 zurückgesetzt. Und das völlig zu Recht.

- Ist ein Onside Kick in der Verlängerung eigentlich erlaubt?

Bekanntlich holten die Texans den Rückstand im Anschluss auf und zwangen die Bills in die Verlängerung. Und da kam auch bei den #ranNFL-Usern die Frage auf, ob es eigentlich möglich ist, eine Overtime mit einem Onside Kick zu beginnen.

Die Antwort lautet: Ja! Und so verrückt ist die Idee gar nicht. Denn sollte der Onside Kick gelingen, eröffnet sich dem kickenden Team die Möglichkeit, mit einem Touchdown oder Field Goal das Spiel zu entscheiden.

Sollte das gegnerische Team den Ball gewinnen, gäbe es nach einem Field Goal immer noch die Chance, mit einem eigenen Touchdown oder Field Goal die Verlängerung für sich zu entscheiden.

Allerdings besteht wie immer bei einem Onside Kick das Risiko, das gegnerische Team in guter Feldposition in Ballbesitz zu bringen. Man sollte also eine gute Defense haben, um diese Variante zu wählen. So wie die Seattle Seahawks, die am 13. September 2015 die Verlängerung gegen die damaligen St. Louis Rams mit einem Onside Kick begannen - ob beabsichtigt oder verunglückter Kickoff streiten sich die Experten noch heute allerdings.

Damals schnappten sich die Rams den Ball und erzielten daraufhin ein Field Goal. Die Seahawks konnten aber nicht mehr antworten, Marshawn Lynch wurde bei einem vierten Versuch für ein Yard gestoppt. Mal schauen, wann das nächste Mal ein NFL-Team eine Verlängerung mit einem Onside Kick startet.

- Dawson Knox schlägt den Ball ins Aus - und sorgt für Raumgewinn

Eine weitere verrückte Szene gab es kurz vor Schluss der regulären Spielzeit. Bei etwas mehr als einer Minute auf der Uhr und beim Stand von 19:16 für die Texans lief Bills-Quarterback Josh Allen selbst. Als er von den Verteidigern gestoppt wurde, sicherte er allerdings nicht den Ball, sondern warf ihn kurz nach rechts zum mitgelaufenen Tight End Dawson Knox.

Beziehungsweise über Knox hinweg, denn dieser hatte keine Chance, den Ball zu fangen. Aber Knox hechtete hinterher und schlug den Ball ins Aus. Eigentlich ein absichtliches Out of Bounds-Schlagen des Balles, aber es gibt eine Ausnahme. Denn den Ball nach hinten und ins Aus zu schlagen, ist erlaubt. Somit sicherte Knox den Bills die Feldposition und stoppte die Uhr. Es lohnt sich also, die Regeln genau zu kennen, wie dieses Beispiel wiedermal belegt.

- Zeitspiel: Titans schlagen Belichick mit den eigenen Waffen

Noch im Oktober hatte Patriots-Coach Bill Belichick ein Schlupfloch in den NFL-Regeln genutzt, um die New York Jets im letzten Viertel zu besiegen. In der Wild Card Round am Samstag nutzten nun die Titans die gleiche Lücke im Regelwerk, um den Sieg gegen die Patriots über die Zeit zu bringen.

Denn das NFL-Regelwerk besagt, dass die Game Clock nach einer Strafe wieder auf 25 Sekunden gesetzt und gestartet wird. Die Titans verursachten im letzten Viertel absichtlich eine Strafe wegen Spielverzögerung, dann einen False Start.

Danach halfen die Patriots den Titans mit einem Offside, noch mehr Zeit verstreichen zu lassen. Bis die Titans schließlich ihren Punt ausführten, war die Spieluhr von 6:36 Minuten auf 4:50 Minuten runtergetickt.

Und Bill Belichick musste an einem ohnehin bitteren Abend erfahren, wie es sich anfühlt, mit den eigenen Waffen geschlagen zu werden.

Christian Stüwe

Du willst die wichtigsten NFL-News, Videos und Daten direkt auf Deinem Smartphone? Dann hole Dir die neue ran-App mit Push-Nachrichten für die wichtigsten News Deiner Lieblings-Sportart. Erhältlich im App-Store für Apple und Android.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von ran.de

| Anzeige
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon