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Die beste Sängerin aller Zeiten: Aretha Franklin – Essay von Mary J. Blige

Rolling Stone-Logo Rolling Stone 16.04.2020 Rolling Stone

Sie war schon eine Gospelgröße, bevor sie den ersten weltlichen Hit hatte. Mary J. Blige hat für ROLLING STONE aufgeschrieben, warum Aretha Franklin die beste Sängerin aller Zeiten ist.

© Express Newspapers

Sie war schon eine Gospelgröße, bevor sie den ersten weltlichen Hit hatte. Mary J. Blige hat für ROLLING STONE aufgeschrieben, warum Aretha Franklin die beste Sängerin aller Zeiten ist.

ROLLING-STONE-Ranking: Die beste Sängerin aller Zeiten, Platz 1: Aretha Franklin

von Mary J. Blige

Man weiß, wenn etwas vom Himmel gesandt ist. Man weiß, wenn Gott seine Hand im Spiel hatte. Und Aretha ist ein Geschenk Gottes. Wenn es darum geht, sich mit jeder Faser in einen Song einzubringen, kann ihr niemand das Wasser reichen. Sie ist der Grund, warum Frauen singen wollen. Aretha hat alles – die Kraft, die Technik. Sie ist ehrlich in allem, was sie sagt. Alles was sie denkt oder tut, ist in ihrer Musik zu finden, von „Chain Of Fools“ bis „Respect“ und ihren Live-Auftritten. Und sie zweifelt keine Sekunde an sich.

Ich glaube, dieses Selbstvertrauen hat mit ihrer Verwurzelung im Gospel zu tun, weil man im Gospel nicht herumspielt – da geht es darum, wer am meisten drauf hat, wer die besten Parts kriegt. Für sie ist das alles nicht nur ein Spiel. Als ich klein war, liefen „Do Right Woman“ und „Ain’t No Way“ bei uns jeden Tag. Meine Mutter weinte, wenn sie diese Songs hörte, und ich weinte mit. Durch den Soundtrack zu „Sparkle“ entdeckte ich Aretha dann für mich selbst. Ich glaube, ich habe „Giving Him Something He Can Feel“ 30 Mal hintereinander gespielt, bis mir klar wurde, dass das ja die Stimme war, die meine Mutter so gerne hörte.

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Sogar die Art, wie sie Wörter ausspricht, ist fantastisch: In „Giving Him Something He Can Feel“ singt sie „Many say that I’m too young“ – und wie sie „I’m“ sagt, man kann es fast sehen, sie ist stinksauer, aber du hängst immer noch an ihren Lippen. Ich sehe ihre Hände vor mir, wenn sie auf „Ain’t No Way“ singt „You’re tying both of my hands“, weil sie das Wort „both“ dermaßen attackiert. Wenn man sie bei der Arbeit sieht, erkennt man, warum Aretha so ist, wie sie ist.

Artikel im Original lesen auf www.rollingstone.de

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