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Jeff Buckley: Die tragische Todesursache des Ausnahmekünstlers

Rolling Stone-Logo Rolling Stone 11.04.2020 Rolling Stone

Als Jeff Buckley 1997 starb, verlor die Welt einen einmaligen Musiker. ROLLING STONE erinnert an den Sänger und Gitarristen.

Jeff Buckley © Bereitgestellt von www.rollingstone.de Jeff Buckley

Als Jeff Buckley 1997 starb, verlor die Welt einen einmaligen Musiker. ROLLING STONE erinnert an den Sänger und Gitarristen.

Die Todesursache von Jeff Buckley ist im Kontext der vielen anderen Tode großer Rockstars fast lächerlich banal. Der berühmte Club 27 mit Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Kurt Cobain und schließlich Amy Winehouse ist dabei die tragische Speerspitze dessen, was zahlreiche andere ihrer Berufskollegen über die Jahrzehnte das Leben kostete – Alkohol, Drogen, Depressionen. Genau deswegen ist Buckleys Tod besonders frustrierend. In seinem Fall fehlt die Erklärung. Weder starb er an einer Überdosis, noch nahm er sich – entgegen mehrer Theorien – das Leben oder wurde gar ermordet. Jeff Buckley starb aufgrund eines Unfalls, den man am liebsten ungeschehen machen möchte.

Jeff Buckley wächst heran

Geboren wurde Buckley am 17. November 1966 in Anaheim, Kalifornien. Sein Vater Tim war selbst Musiker und nahm in den späten 1960er-Jahren einige vielbeachtete Alben auf. Weil sich seine Eltern bald nach seiner Geburt 1966 trennten, verbrachte er später nur eine Woche mit seinem Vater – kurz vor dessen Tod. Tim Buckley starb 1975 an einer Überdosis Heroin. Später distanzierte sich sein Sohn einerseits vom Werk des Altvordern, ehrte aber andererseits sein Andenken. „Wir waren unser Leben lang getrennt, und jetzt liegen wir in einem Regal beieinander. Doch er sollte sein eigenes Fach haben, und ich meines. Oder habe ich eine andere Chance, ihm meinen Respekt zu erweisen?“

An irgendeinem Punkt vergaß man einfach, wie unbehaglich man sich fühlte, weil man merkte, dieser Mann hat vor nichts und niemandem Angst. Ihn singen zu hören ist einer dieser Hinweise darauf, dass die Menschen nicht alle schlecht sind und es im Leben tatsächlich so etwas wie Schönheit und Genialität gibt. © Bereitgestellt von Rolling Stone An irgendeinem Punkt vergaß man einfach, wie unbehaglich man sich fühlte, weil man merkte, dieser Mann hat vor nichts und niemandem Angst. Ihn singen zu hören ist einer dieser Hinweise darauf, dass die Menschen nicht alle schlecht sind und es im Leben tatsächlich so etwas wie Schönheit und Genialität gibt.

Die hatte er nicht. Bei allem Bemühen um Distanz blieb Jeff Buckley zumal mit seinem Gesang dem Vater nah. Bereits die ersten Aufnahmen – seine eigenen Songs „Mojo Pin“ und „Eternal Life“, Van Morrisons „The Way Young Lovers Do“ in einer mäandernden 10-Minuten-Fassung – erinnerten in ihrer zerquälten Uferlosigkeit an Tim Buckleys manische Exerzitien. In Sachen Talent stand Sohn Jeff seinem Vater sicherlich in nichts nach. Im Alter von fünf Jahren begann er, Gitarre zu spielen, und beschloss als Pubertierender schließlich, Musiker werden zu wollen.

New York, New York

In seiner Jugend spielte Buckley in diversen Bands im Großraum Los Angeles – von Reggae über Jazz bis Prog-Rock. Nach der Schule besuchte er eine Hochschule für Musik. Eine Zeit, die er im Nachhinein als enorme Zeitverschwendung betrachtete. Sich selbst als Musiker zu finden, war ihm dort nicht möglich, weshalb er sein Glück ab 1991 in New York suchte. Zuvor hatte er vor allem Gitarre gespielt, doch an der Ostküste entdeckte er seine Vier-Oktaven-Stimme. Vorrangig im Club Sin-é im Greenwich Village spielte er Abend für Abend Sets aus Coverversionen und vereinzelten eigenen Songs. Led Zeppelin, The Smiths und Elton John waren seine maßgeblichen Einflüsse, die nun auf neue Gesangsvorbilder wie Van Morrison, Robert Johnson und Billie Holiday trafen.

Sony Music

Artikel im Original lesen auf www.rollingstone.de

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