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"Wir machen nur 100 Euro Umsatz am Tag" - Frank Rosin verzweifelt an Hartz-IV-Imbiss-Paar

teleschau-Logo teleschau 06.12.2019 teleschau

Eine Herzensangelegenheit für Frank Rosin: Im hessischen Friedberg wollte der Gastro-Retter der "Kleinen Braterei" endlich Kundschaft bescheren. Doch das Hartz-IV-Paar, das den Imbisswagen betreibt, war sogar mit der Pommes-Zubereitung überfordert. Und die Currywurst "schmeckt nach Brühwürfel".

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Wenn Sternekoch Frank Rosin einen Imbisswagen sieht, geht ihm das Herz auf. "Meine Eltern hatten eine Pommesbude, ich bin darin groß geworden. Aber das hier, das ist scheiße", schimpfte der bekennende Currywurstfan in der neuen Ausgabe von "Rosins Restaurants" bei kabel eins. Sein Blick fiel auf den tristen weißen Anhänger, der auf dem Asphalt eines Gewerbegebiets im hessischen Friedberg unbemerkt vor sich hin vegetierte, obwohl hier Tag für Tag rund 3.000 potenziell hungrige Menschen vorbeidüsen. Dass ihr Imbiss "Kleine Braterei" heißt, ließ sich nur erahnen, denn der Anhänger war nicht einmal ansprechend beschriftet.

Stefan und Yvonne Ummelmann waren ratlos. "Wir machen nur 100 Euro Umsatz am Tag, werden mit 1.200 Euro vom Amt gestützt", so die zierliche und verzweifelte Zweifach-Mama. Die Uhr tickte, es blieb nur ein halbes Jahr, um den Imbiss in die schwarzen Zahlen zu lenken, sonst würde die Stütze gestrichen und das Pommes-Projekt begraben. Die 12.000 Euro für den Anhänger habe ihnen der beste Freund geliehen, bis dato konnten sie nicht eine einzige Rate zurückzahlen. "Ich habe Angst, dass meine Kinder gehänselt werden", fürchtete Yvonne auf der heimischen Couch, während Rosin ihre Söhne (zweieinhalb und vier Jahre alt) liebevoll begrüßte.

"Die Currywurst schmeckt nach Brühwürfel"

Wie gut, dass Stefans Schwester auf die Idee kam, den gnadenlos ehrlichen Restaurant-Retter nach Nordhessen zu locken. "Die Currywurst schmeckt wie in Form gebrachter Brühwürfel. Viel zu viel Geschmacksverstärker!", urteilte Rosin. Auch die Kritiken nach dem ersten Testessen fielen verheerend aus: Die Pommes seien viel zu weich und labberig. Getränke - Fehlanzeige. "Oh, hab' ich total vergessen", sagte der in den engen sieben Quadratmetern völlig überforderte Stefan.

Das allergrößte Problem, das Frank Rosin feststelle, war die Nervosität, die Hektik und die daraus resultierende Planlosigkeit, die der 48-Jährige ausstrahlte. Fast eine halbe Stunde lang mussten die Testesser auf ihre Bestellungen warten, Im Stehen, versteht sich. Klar, dass gemeckert wurde. Die frustrierten Tester "bedankten" sich mit 21 von 50 möglichen Punkten bei der anschließenden Bewertung. Ein erbärmliches Ergebnis.

Rosin verpasste dem Ehepaar einen Crash-Kurs Schnellimbiss. Im 30 Kilometer entfernten Frankfurt gab's Anschauungsunterricht im "Beste Worscht" - die wissen, wie Imbiss geht. "Ich habe mir eine ganz fiese Fieserei ausgedacht", frohlockte Rosin - und schmiss die beiden ins kalte Wasser dieses Vorzeigeladens. Schürze an, und auf ging's, Hektiker Stefan musste in diesem top strukturierten Team mitarbeiten, versagte auch hier. Aber nun sah er mal, wie echte Profis das so machen.

Generalprobe im Freiluftkino

Währenddessen pimpte Rosins Dekorateur Florian den Imbisswagen der Ummelmanns auf. Das Paar hat seine "Kleine Braterei" danach nicht wiedererkannt. Völlig neu designt und beklebt erleuchtete nun ihr Wagen, professionelle Arbeitsflächen und eine moderne Holzoptik im Inneren ließen das Ganze nun richtig professionell aussehen. Rosin empfahl Stefan, Sport zu treiben, um seine Hektik-Attitüde in den Griff zu bekommen. Es folgte eine Generalprobe mit dem mobilen Imbisswagen in einem Freilichtkino. "Wenn das nicht klappt, klebe ich alles wieder ab am Wagen", drohte Rosin. Und deutete per Handbewegung an, dass er diesen real gewordenen Traum eines Bilderbuch-Imbisswagens wieder platzen lassen könnte.

Happy End: Es lief nicht alles glatt bei dieser Generalprobe, Stefan war sich mit seiner Hektik zwar ständig selbst im Weg, aber egal: Die von Frank Rosin kreierte neue Currywurstsoße wurde von den finalen Testessern gefeiert. Diesmal hatte Stefan sogar an die Drinks gedacht. Sensationelle 41 von 50 Punkten, für das Ambiente gab's sogar einen Zehn-Punkte-Ritterschlag. Dann verschwand er wieder wie Lucky Luke, der Frank Rosin - zurück ließ er ein überglückliches Pommesbudenpaar.

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