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Hochzeit vor laufender Kamera im "GNTM"-Finale

teleschau-Logo teleschau 24.05.2019 Simone Deckner

Simone ist "Germany's next Topmodel". So weit, so erwartbar. Womit man nicht unbedingt rechnen konnte: wie offenherzig Heidi Klum sich zeigte. Wie distanziert Thomas Gottschalk dem Spektakel zusah. Und dass es zur einer Hochzeit vor laufenden Kameras kommen würde - so war das große Finale von GNTM.

Was wird von diesem Finale in Erinnerung bleiben? Jessas, schwierig. Die Auswahl an absurden Momenten war noch größer als das Dekolleté von Heidi Klum - was schon eine Leistung ist, denn: Die Model-Mama hatte augenscheinlich beschlossen, dass "Hans und Franz" (so nennt Heidi ihre Brüste) mal wieder an die frische Luft sollten. Und was raus will, soll man nicht stoppen.

Aber Medienprofi Heidi setzte noch ein weiteres Zeichen: Sie hatte sich eine dicke, fette Schleife genau über den Bauch gebunden. Wäre ja auch zu doof, wenn die Schwangerschaftsgerüchte und damit die mediale Aufmerksamkeit abebben - jetzt, da die GNTM-Staffel beendet ist.

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Simone gewinnt das Finale

Dass Simone am Ende in Tränen ausbrechen würde, weil sie auf dem Cover der deutschen "Harper's Bazaar" landete und Germany's next Topmodel wurde - keine Überraschung. "Nichts auf der Welt ist mächtiger als eine gute Geschichte", hatte doch gerade Tyrion Lannister in der (ebenfalls) finalen Folge von "Game of Thrones" gesagt. Und wer hatte eine bessere Geschichte als die Frau, die von fast allen Mitkandidatinnen gemobbt wurde, erfolgreich ihre Ängste überwand und jeden Schmerz mit "Simi Shine" weg lächelte? Auch Platz zwei (Sayana) und drei (Cäcilia) gehen in Ordnung. Cäcilias Versuch, sich als feministische Vorkämpferin zu inszenieren, wirkte hingegen genauso auswendig gelernt wie das ganze Heidi-Geschwafel von Girlpower. Fremdscham pur. Merke: Nur, weil man auf Kleider Sprüche wie "God Is a Woman" druckt, ist man noch lange keine Feministin.

Das Größte im Leben einer Frau ist ja ohnehin: heiraten. "Mein absolutes Lieblingsthema: Hochzeit!", kreischte Heidi. Bereits vor dem Finale hatte sie Gerüchte befeuert, dass "womöglich Hochzeitsglocken klingeln" in der Show. Huiuiuiuiui, würde sie womöglich ihren Tokio-Tom live im TV heiraten? Noch dazu, wo der praktischerweise auch als Showact im Finale zugegen war?

Live-Hochzeit mit Herbert als Trauzeuge

Es kam alles natürlich anders: Ein armer ProSieben-Angestellter musste als lebensgroßes Stofftier Herbert herhalten. Die Älteren erinnern sich: Herbert hieß das Maskottchen von Kandidatin Theresia, dass sie überall mit hinschleppte. Jetzt stand Theresia bibbernd neben einem Riesen-Herbert, neben ihr ihr Verlobter Thomas. " Wir geben uns heute hier gemeinsam das Ja-Wort", schrie sie ihn an. "Die ist doch wahnsinnig, diese Frau!" sagte der und sagte natürlich doch, er wolle. Dass die ganze Zeremonie von Heidi Klum selbst ausgeführt wurde, ließ dann doch erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Eheschließung aufkommen. Heidi: "Morgen dann im Rathaus von Düsseldorf macht ihr noch den ganzen offiziellen Kram, ihr habt einen Termin."

Im Backstage schwitzte derweil ein anderer, bemitleidenswerter ProSieben-Mitarbeiter seine Zeit als Buchstabe K ab. Seine Aufgabe: Immer gut hinter Klaudia mit K stehen, sodass leicht vergessliche Zuschauer sofort aufmerken: K, K, wieso steht denn da so ein rotes, glitzerndes K rum? Ach so! Es ist Klaudia mit K! Die Ex-Teilnehmerin, die 2018 den "Personality-Award" bekam, (den dieses Mal Tatjana einheimste) freute sich so sehr über ihren Moderationsjob, dass sie jeden Satz mit gefühlt 15 Ausrufezeichen sprach. Herzig, als sie die "Magic Mike"-Tänzer mit "Ich habe hier 14 heiße Typen bei mir zu stehen" ankündigte. Eher holperig ihre Anmoderation eines schüchternen Floristen: "Wir haben hier eine nutten ... einen netten jungen Mann!"

Gottschalk im Tom-Hanks-Modus

Nicht jedem ist das Moderieren so in die Wiege gelegt worden wie Thomas Gottschalk. Heidi Klum holte sich ihren Entdecker auf die Couch, und für gute fünf Minuten fühlte es sich so an, als sei wieder 2003 und "Wetten, dass ... ?" in vollem Gange. Gottschalk tat, was ein Gottschalk tun muss: unvorbereitet sein, Sprüche reißen, Tyra Banks tätscheln. Was er denn so von den Mädchen und ihren Walks halte, wollte Heidi unvermittelt wissen. Gottschalk: "Für mich ist das natürlich alles großer Kinderfasching hier!" Irgendwann fing die Kamera sein Gesicht ein. Es sah exakt so aus wie das von Tom Hanks, als der bei "Wetten, dass ..." (schon unter Markus Lanz) eine alberne Katzenmütze aufsetzen musste. Man konnte die Gedanken förmlich hören: Was, um Gottes willen, tue ich hier?

Besser geplant hatten Taylor Swift und Channing Tatum. Die Sängerin erschien nur zur Probe und ratterte ihren Song im Vollplayback vor leerer Halle herunter. Tatum kam für ganze zwei Minuten mit blonder Eminem-Gedächtnis-Frisur, machte sich nicht nackig (wie alle erwartet hatten), erlaubte aber ein Selfie. "Du musst gehen, ich weiß", sprach Heidi beim Abschied. Es war das "Dein Flieger wartet" aus der Gottschalk-Ära.

Bill und Tom Kaulitz: "Wir sind Simone-Fans"

Aber da waren ja immerhin noch Tokio Hotel. "Jetzt freue ich mich, meine künftige Familie ankündigen zu können", kündigte Heidi die Band an. Zuvor hatte sie erklärt, deren großer Erfolg sei ja "damals in den 90-ern" an ihr vorbeigegangen. "Da habe ich so viele Kinder gekriegt." Zur Erinnerung: Die Kaulitz-Zwillinge wurden 1989 geboren. Zum Besten gaben sie den GNTM-Titelsong "Melancholic Paradise" im feinsten Playback. Später durften alle vier Bandmitglieder auf der Couch Platz nehmen und ihren Tipp abgeben. Bill und Tom stimmten für Simone, die anderen zwei, deren Namen niemand kennt, für Sayana. Der Rest ist bekannt.

Was bleibt? "Alle denken, ich bin schwanger. Dabei esse ich gerade so viel, weil ich so viel Stress habe." Hört sich so ein Dementi an? Klar aber ist: Heidi Klum macht auch die nächsten sechs Jahre noch "Germany's next Topmodel". Die Verträge sind frisch unterschrieben. Und für all die Mädchen, die Simone überrundet, gibt es ja auch noch Hoffnung: Sie können irgendwann die nächste "Bachelorette" werden - so wie Ex-Teilnehmerin Gerda.

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