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Verzweiflung in der Wüste: So schlug sich Michael Wendler bei "Konny Goes Wild"

teleschau-Logo teleschau 16.04.2019 Andreas Schoettl

Schlagersänger Michael Wendler sollte mit Konny Reimann durch die Wüste Utahs wandern. Nicht nur der Wunsch, sich mit den spärlichen Wasservorräten die Haare zu waschen, ließ Zuschauer und Outdoor-Experte Reimann verzweifeln.

"Das ist Wildnis ohne Zäune. Keiner weiß, was passiert, wenn wirklich ein Grizzly um die Ecke kommt", sagte Michael Wendler voraussehend. Da saß er noch im klimatisierten Auto. Also in Sicherheit. Doch der Schlagerbarde wollte sich stellen. Gemeinsam mit dem Auswandererkönig Konny Reimann ließ er sich auf (s)einen ultimativen Abenteuer-Trip ein. Vier Tage lang wollten die beiden quer durch die Wüste Moab im US-Bundesstaat Utah wandern. Ohne Hilfsmittel und Proviant! Konnte das gut gehen?

Dass es zwischen dem Wendler und dem Reimann nicht einfach werden würde, zeigte sich schnell. Der Auswanderer und Naturbursche Reimann blickte nur auf das Schuhwerk seines Begleiters. "Wenn du mit Golfschuhen auf so einer Ebne auftauchst, dann ist das ein Problem", moserte er. Wohl dachte er dabei an seine eigene Sicherheit. Immerhin, sollte wirklich ein Grizzly um die Ecke kommen, wäre Reimann auf den Wendler angewiesen. Wirklich Hilfe hatte er zum Start bereits keine erwartet. Reimann: "Es ist ein absolutes Risiko, so einen Menschen mit in die Wildnis zu nehmen."

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Weit entfernt der Zivilisation

Wenigstens etwas vorbereitet auf einen vermeintlichen Überlebenskampf in der Wildnis wurden die beiden. Der Survival-Experte Ludger Bracht brachte Reimann und Wendler unter anderem bei, dass sie Klapperschlangen meiden sollten. "Wird einer gebissen, hat er zwei bis vier Stunden Zeit, um zu überleben", sagte er. Wendler im weißen T-Shirt stockte der Atem. "Wer kann so schnell Hilfe holen, wenn wir mehr als 100 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt sind?", fragte er. Des Rätsels Lösung: zunächst keine.

Die Anhänger des Schlagersängers aber dürfen beruhigt sein. Michael Wendler überlebte sein Abenteuer. Und das bei 40 Grad im Schatten. Ein Klapperschlange hat ihn nicht angefallen, auch kein Grizzly. Dafür standen Wendler und Reimann urplötzlich vor einem toten Pferd. "Boah, stinkt das", rief Wendler hinauf in den stahlblauen Himmel. Er selbst hatte zuvor ganz andere Qualen durchgestanden.

So musste sich der Wendler beispielsweise bei der gewohnten Körperpflege offenbar einschränken. "Ein bisschen Hygiene muss sein. Und es ist ein persönliches Luxusgefühl. Das ist mir total wichtig", versuchte er zu rechtfertigen, warum er sich mit den begrenzten Wasservorräten unbedingt die Haare waschen wollte. Weder Zuschauer noch Reimann konnten das fassen: "Wir sind am Arsch der Welt. Wasser ist hier wertvoller als Gold oder Diamanten. Da habe ich das erste Mal gedacht: Ich glaub, ich hätte ihn zuhause lassen sollen."

Schlimme Erinnerungen

Da auf der Wanderung Wendlers mit dem Reimann durch unwirtliches Gebiet kaum Gefahren an jeder Ecke drohten (auch wenn RTL II jede dunkle Wolke und jedes anschwellende Bächlein dramatisierte), räumte das knapp 90-minütige Format dem Sänger ausreichend Zeit ein, sich an seinen schlimmsten Unfall zu erinnern. 2015 zog er sich während der Dreharbeiten zu "Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein!" einen Bruch des rechten Handgelenks zu. Damals stürzte er während eines Bungie-Stunts ab.

Als Reimann und Wendler an der Kante einer 30 Meter tiefen Schlucht standen und sich abseilen sollten, überkam Wendler wieder die Angst. "Diese ganzen Gefühle von damals sind wieder da. Furchtbar! Furchtbar!", jammerte er. "Ich bin auf dem Boden aufgeschlagen, ich wäre fast krepiert!"

Die letzte Schlucht

Mithilfe Reimanns überwand der Sänger jedoch auch dieses Hindernis. Zumindest kurzzeitig waren sich die Abenteurer da schon nicht mehr grün. Wendler sagte: "Ich glaube, dass Konny eine andere Definition von Männlichkeit hat als ich. Konny ist ein waghalsiger Mensch, der Glück hatte, dass er vielleicht in seinem Leben noch nicht so viele dramatische Erlebnisse hatte. Wenn du welche hattest, dann wirst du einfach vorsichtiger. Das ist einfach menschlich bedingt."

Reimann blickte derweil an den Horizont und hoffte, seinem Ziel näher zu kommen. Der letzte Marsch jedoch führte über eine 80 Meter tiefe Schlucht. Wendler und Reimann sollten über ein dünnes Seil balancieren. Als Lockvögel dienten die damaligen Partnerinnen Claudia Wendler und Manu Reimann. Konny griff über die Distanz von 150 Metern sehr mutig in die Seile. Der Wendler jedoch verweigerte die Herausforderung. "Das war mir zu hart", sagte er. Seine Rechtfertigung: "Ich brauche diese Männlichkeitsprüfung nicht!"

Das Fazit der beiden über den Trip fiel entsprechend verhalten aus: "War geil, dabei gewesen zu sein, aber nochmal würde ich es nicht machen. Ich hab wieder Brusthaare, obwohl ich jahrelang drauf geachtet habe, keine zu haben. Und ich stinke wie ein Iltis", sagte der Wendler. Konny Reimann würde das Abenteuer "mit dem richtigen Kumpel an der Seite" indes jederzeit wieder wagen - nur eben nicht mit dem Michael.

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