Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Bauhaus-Bestseller: Wipperfürther Kunstbahnhof inszeniert „Wenn Martha tanzt“

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 21.04.2021 Lutz Blumberg
Unterwegs zum Bauhaus. Schauspielerin Lea Wagener in der Titelrolle der Martha. © Zuzanna Berster Unterwegs zum Bauhaus. Schauspielerin Lea Wagener in der Titelrolle der Martha.

Nun soll Martha wieder tanzen – der Roman des Wipperfürther Autors Tom Saller „Wenn Martha tanzt“ war in der Literaturszene 2018 ein Überraschungserfolg. Der Bauhaus-Bestseller kommt nun auf die Theaterbühne. Im Februar 2022 soll das Martha-Stück Premiere in Wipperfürth, Gummersbach und Eckenhagen feiern. Gestemmt wird das Projekt von einem Zusammenschluss von Kulturschaffenden, die nun einen Einblick in ihre Arbeit gaben.

Bis zur Premiere ist noch viel zu tun: Das Projekt findet unter Federführung des Kunstbahnhofs Wipperfürth statt, Leiterin Nicola Wild hatte die Idee. Mit dabei sind Laienensembles wie das Wipperfürther „Unartig“ und die „Spielsucht“ aus Gummersbach, ebenso die Nachwuchs-Ensemble „Theater für Teens“ und „Theater für Kids“ aus Wipperfürth. Sie haben sich mit Profi-Theatermachern zusammengetan, um den Bestseller für die Bühne zu adaptieren.

Der Roman erzählt die Geschichte der am Bauhaus ausgebildeten Tänzerin Martha.

Die Handlung spielt Anfang des 20. Jahrhunderts im Deutschen Reich, in den 1920er Jahren der Weimarer Republik und zur Jahrtausendwende in der Bundesrepublik und den USA.Allein schon die Zeitenwechsel machen den Stoff zu einer besonderen Herausforderung – drei Schauspielerinnen braucht es für die Rolle.

Den Stoff für die Bühne adaptiert hat Kai Mönnich. Der routinierte Theatermacher und Dramaturg schrieb das Script Von der Romanvorlage war er gleich fasziniert: „Es ist geradezu repräsentativ für das 20. Jahrhundert“.


Video: Oscars 2021: Das müssen Sie vor der Verleihung wissen | Academy Awards (glomex)

Video wiedergeben

18 Rollen hat das Stück, einige müssen noch besetzt werden

Für das Konzept steht Mönich im Austausch mit Nicola Wild. Die Theaterpädagogin vom Kunstbahnhof hat viel Erfahrung mit Theaterprojekten, sie konzipiert die Inszenierung und führt Regie. Die Regiearbeit teilt sie sich mit der Choreographin Nelia Nusch, als Regieassistent ist Sven Popovici dabei.

Die Herausforderung der Corona-Pandemie ist dabei einkalkuliert: Die Rollenarbeit hat schon längst begonnen, berichtet Nicola Wild. Eins zu eins arbeitet sie mit den Schauspielenden. „Das geht bei Mimik und Gestik über Zoom“, berichtet sie. Nelia Nusch tauscht sich in der Distanz mit ihren Tänzerinnen und Tänzern aus. Einig sind sie sich, dass es eine Herausforderung sein wird, die Stränge zu koordinieren und Zusammenzuführen. „Es wird wie ein Puzzle“, sagt Nicola Wild.

Die Adaption des Romans mit seinen verschiedenen Motiven – Bauhaus, Frauenbiografie, Nachkriegsgeschichte – soll in der Bühnenadaption so exakt wie möglich bearbeitet, aber eben auch interpretiert werden. „Autor Tom Saller hat sich deswegen auch schon bei einer Probe dazu geschaltet“, berichtet Wild. Kurz: Die Schauspielenden und Adaptierenden arbeiten sich im Austausch mit dem Autoren an Martha ab.

Das dürfte im Sinne des Projekts sein. Denn der Ansatz sei ein „hochwertiges kulturelles Bildungsangebot“, das den Vergleich mit Produktionen von Rhein und Ruhr nicht scheuen müsse, erklärenden die Theatermachenden ihren Ansatz.

Bis es soweit ist, geht die Arbeit auf Distanz weiter. Noch sind nicht alle Rollen besetzt. Darunter auch der Part des Bauhaus-Gründers Walter Gropius. Ebenso die fiktive Figur von Marthas Vater Otto Wetzlaff. Zwei höchst unterschiedliche Charaktere: Gropius, der Formgeber und Visionär, der die Ideen der Neuen Sachlichkeit auch verkaufen konnte und Kapellmeister Vater Otto Wetzlaff, der Vollblutmusiker, der die Liebe zur Musik weitergab und auf Hochzeiten und Beerdigungen den Marsch bläst. 18 Rollen hat das Stück, sie alle werden sich zusammenfügen müssen.

Wer mitspielen will: Kunstbahnhof Wipperfürth, E-Mail info@kunstbahnhof-wipperfuerth.de.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Kölner Stadt-Anzeiger

Kölner Stadt-Anzeiger
Kölner Stadt-Anzeiger
| Anzeige
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon