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Als Papa Schweiger kritisierte – „Til, pass mal auf, was du hier sagst“

WELT-Logo WELT 10.06.2020
Sieht seine öffentliche Unterstützung für Xavier Naidoo mittlerweile kritisch: Til Schweiger Quelle: dpa © dpa Sieht seine öffentliche Unterstützung für Xavier Naidoo mittlerweile kritisch: Til Schweiger Quelle: dpa

Til Schweiger hat sich von dem Wunsch verabschiedet, von allen Kritikern in Deutschland geliebt zu werden. „Wenn du das machst, musst du dich aufknüpfen, da habe ich keine Lust drauf.“

Aus Spaß, so der Schauspieler im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, habe er zu seinen Kollegen gesagt: „Lasst uns ein Thema nehmen, das den Kritikern gut gefällt, dann drehen wir den Film in Schwarz-Weiß mit möglichst wenig Schnitten und ganz langen Einstellungen und versuchen, jeglichen Erzählrhythmus zu vermeiden.“ Das Problem sei nur: „wenn du so einen Film machst und ‚Regie: Til Schweiger‘ drauf schreibst, würde er trotzdem nichts gewinnen.“

Auf die Frage, warum er sich zuletzt mit dem umstrittenen Sänger Xavier Naidoo solidarisierte, als dieser wegen fremdenfeindlicher Aussagen scharf kritisiert wurde, gesteht Schweiger unbedacht ergriffen zu haben: „Ich habe seine Lieder nicht gehört. Das ist ein Vorwurf, den kann ich mir selber machen.“

„Das Gefühl, mich hinter den stellen zu müssen“

Sein Vater habe ihm Links aus dem Internet geschickt zu den Videos Naidoos und gesagt: „Til, pass mal auf, was du hier sagst.“ Wenn alle auf einen draufhauen, sagt Schweiger, habe er „automatisch das Gefühl, mich hinter den stellen zu müssen.“ „Das klingt jetzt komisch, aber ich mag den Kerl so gern, dass ich mir diese Lieder gar nicht anhören will.“

Enttäuscht zeigt sich Schweiger auch von der Mutter seiner vier Kinder. Dana Schweiger hatte im Herbst vergangenen Jahres ein Buch (“Im Herzen barfuss“) veröffentlicht, in dem sie über die das gemeinsame Familienleben berichtete, und das nicht nur positiv. Unter anderem schrieb die gebürtige US-Amerikanerin über das Scheitern ihrer Ehe und Fremdgehvorwürfe gegen ihren damaligen Mann.

„Mich hat erstaunt“, so Schweiger, „dass sie das mit mir und dem Rest der Familie nicht vorher abgesprochen hat.“ An Weihnachten sei es bei ihm zuhause deshalb zur Aussprache gekommen: „Heiligabend haben wir jedenfalls hier zusammen an diesem Tisch gesessen. Bei der Gelegenheit hat sie schon von ihren Töchtern die eine oder andere Ansage bekommen. Ich habe das Buch übrigens nicht gelesen.“

Mittlerweile ist der 56-Jährige wieder anderweitig liiert.

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