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Doris Day: Nachlass von Schauspielerin für fast drei Millionen Dollar versteigert

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 06.04.2020 Bastian Midasch

Schmuck, Filmkostüme und ein uraltes Auto: Der Nachlass von Hollywoodlegende Doris Day wurde für einen Millionenbetrag versteigert. Wegen des Coronavirus fand die Auktion ohne Zuschauer statt.

© Ernst Feix/ DPA

Hunderte Andenken aus dem Nachlass von Hollywoodstar Doris Day sind in Kalifornien für fast drei Millionen Dollar (rund 2,8 Millionen Euro) versteigert worden - wegen der Coronavirus-Pandemie fand die Auktion allerdings ohne Publikum statt.

Das sei deutlich mehr als die erwarteten Einnahmen in Höhe von bis zu 600.000 Dollar, teilte das Auktionshaus Julien's Auctions in Beverly Hills mit. Der Versteigerungserlös solle an eine von Day gegründete Tierschutzstiftung gehen.

Allein ein Auto, das Day in der Show "Best Friends" benutzt hatte (ein Ford Model A aus dem Jahr 1930), brachte 96.000 Dollar ein. Mehrere Golden-Globe-Trophäen erreichten fünfstellige Preise. Zudem wurden unter anderem Schmuck, Filmkostüme, Möbelstücke und Haushaltsgegenstände versteigert. Interessenten konnten online bieten.

"America's Sweetheart"

Die Schauspielerin und Sängerin war im vergangenen Mai in ihrem Haus im kalifornischen Carmel mit 97 Jahren gestorben. Als Doris Mary Ann Kappelhoff wurde sie 1922 im US-Bundesstaat Ohio geboren, ihre Eltern waren Kinder deutscher Einwanderer. Den späteren Künstlernamen borgte sie sich von ihrem Song "Day by Day". Damit eroberte sie in den Vierziger- und Fünfzigerjahren die Hitparaden und wurde als "America's Sweetheart" zum Leinwandstar.

Als Hollywoodschauspielerin machte Day 1956 in Hitchcocks Thriller "Der Mann, der zu viel wusste" auf sich aufmerksam. Sie wurde zum unschuldigen "Golden Girl" oder "Mädchen von nebenan" Hollywoods und spielte in Kassenmagneten wie "Bettgeflüster" (1959) und "Mitternachtsspitzen" (1960) die Hauptrollen.

Durch die aufkommende Freizügigkeit im internationalen Film blieb für die Unschuldsfrau ab Mitte der Sechzigerjahre in Hollywood nur wenig Platz: Bereits 1968 war ihre Filmkarriere beendet - den Menschen blieb sie dennoch in Erinnerung (lesen Sie hier einen ausführlichen Nachruf).

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