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Ian Anderson versteht nicht, wie Jethro Tull einst Metallica bei den Grammys ausstechen konnten

Rolling Stone-Logo Rolling Stone 15.04.2020 Rolling Stone

Jeder glaubte, dass Metallica den Preis sicher in der Tasche hatten. Bis heute gilt dies als eine der großen Grammy-Fehlentscheidungen.

Ian Anderson von Jethro Tull lacht nachträglich über einen historischen Irrtum © Bereitgestellt von www.rollingstone.de Ian Anderson von Jethro Tull lacht nachträglich über einen historischen Irrtum

Jeder glaubte, dass Metallica den Preis sicher in der Tasche hatten. Bis heute gilt dies als eine der großen Grammy-Fehlentscheidungen.

Eigentlich konnten Metallica vor Kraft kaum gehen: „And Justice For All“ (1988), ihre vierte Platte und die zweite LP bei einem Major Label, machte die Band nur noch populärer und dann kam 1989 auch noch ihr erstes Musikvideo („One“) und eine Mega-Tour hinzu.

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Dennoch unterlagen Metallica 1989 bei den Grammys ausgerechnet Jethro Tull in der Kategorie „Beste Hard-Rock/Metal-Performance (Gesang oder Instrumental)“.

Rückblickend glaubt selbst Tull-Frontmann Ian Anderson, dass dies absolut ungerecht war und die Thrash-Titanen die Trophäe natürlich sehr viel mehr verdient hätten – zumal in dem Genre.

Selbst Jethro Tulls Plattenfirma war sich sicher, dass Metallica gewinnt

„Ich hielt es nicht für sehr wahrscheinlich, dass wir den Grammy gewinnen würden“, sagte Anderson kürzlich in einem Interview mit „Classic Rock“. „Und ja, ich war ein wenig perplex und amüsiert, als wir in dieser Kategorie nominiert wurden.“

Anderson war bei der Preisverleihung nicht einmal anwesend, um den Preis entgegenzunehmen, als seine Band – für ihn rein zufällig – zum Gewinner ernannt wurde. Das Label hatte auch kaum Vertrauen. „Unsere Plattenfirma sagte uns: ‚Macht euch nicht die Mühe, zu den Grammys zu kommen. Metallica wird ihn sicher gewinnen.’“ Ein Irrtum!

Mehr als 30 Jahre später hat der Sänger und Flötist nicht das Gefühl, dass es der Preis eher ein Zeichen der Anerkennung war und weniger eine Beurteilung des Tull-Albums „Crest Of A Knave“.

Eine Auszeichnung für „nette Jungs“

Anderson: „Meiner Ansicht nach wurde uns der Grammy nicht verliehen, weil wir der beste Hard-Rock- oder Metal-Act waren, sondern weil wir ein Haufen netter Jungs waren, die noch nie zuvor einen Grammy gewonnen hatten.“

Die „Fehlentscheidung“ hatte aber auch Folgen: Nachdem selbst die Laudatoren Alice Cooper und Lita Ford reichlich verwirrt über die Gewinner waren, beschlossen die Veranstalter, die Kategorie im folgenden Jahr unabhängig voneinander in Hard Rock und Heavy Metal aufzuteilen.

Artikel im Original lesen auf www.rollingstone.de

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