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Kontroverse Tweets: Eddie Redmayne stellt sich gegen J.K. Rowling

spot-on-news.de-Logo spot-on-news.de 10.06.2020 (jom/spot)
J.K. Rowling und Eddie Redmayne bei einer Filmpremiere 2019. © lev radin/shutterstock.com J.K. Rowling und Eddie Redmayne bei einer Filmpremiere 2019.

Autorin J.K. Rowling hat mehrere kontroverse Tweets über Transsexuelle abgesetzt. Eddie Redmayne, der Star aus Rowlings "Phantastische Tierwesen"-Buchverfilmungen hat ihre Aussagen scharf kritisiert.

"Harry Potter"-Schöpferin J.K. Rowling (54) hat am vergangenen Wochenende mehrere Tweets über Transsexuelle abgesetzt und ist seitdem dem Vorwurf der Transphobie ausgesetzt. Nachdem sich Daniel Radcliffe (30), der Star der "Harry Potter"-Verfilmungen, bereits kritisch dazu geäußert hat, distanzierte sich nun auch der Hauptdarsteller aus den Filmen zu Rowlings "Phantastische Tierwesen"-Roman, Eddie Redmayne (38), von ihren Aussagen. In einem Interview mit dem US-Portal "Variety" erklärt er: "Als jemand, der mit J.K. Rowling und Mitgliedern der Trans-Community zusammengearbeitet hat, will ich deutlich machen, wo ich stehe: Ich widerspreche Jo's [Joanne K. Rowling, Anm. d. Red.] Kommentaren."

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Sehen Sie hier "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen"

Die Autorin schrieb zu einem Artikel, in dem Frauen als "Menschen, die menstruieren" bezeichnet wurden, dass es dafür ein Wort gegeben habe und formte aus "Women" die Wörter "Wumben", "Wimpund" oder "Woomud". Transgender-Aktivisten kritisierten sie dafür und Rowling setzte einen zweiten Tweet ab, in dem sie unter anderem schrieb, dass sie Transmenschen liebe und ihre Rechte respektiere, das biologische Geschlecht jedoch eine Realität sei. "Wenn das Geschlecht nicht real ist, wird die Lebensrealität von Frauen weltweit ausgelöscht", erklärte sie.

"Trans-Frauen sind Frauen, Trans-Männer sind Männer und nicht-binäre Geschlechtsidentitäten existieren", erklärt Redmayne gegenüber "Variety". Er wolle niemals im Namen der Gemeinschaft sprechen, aber er wisse, dass seine Transgender-Freunde und -Kollegen dieses "ständige Infragestellen ihrer Identität satt haben, das allzu oft zu Gewalt und Missbrauch führt. Sie wollen einfach nur friedlich leben und es ist Zeit, sie dies tun zu lassen." Der Respekt vor Transgender-Menschen bleibe ein kulturelles Gebot. Er selbst habe im Laufe der Jahre ständig versucht, sich zu dem Thema weiterzubilden. "Das ist ein fortlaufender Prozess."

Daniel Radcliffes Statement wurde am 8. Juni auf der Homepage des Trevor Projects veröffentlicht, einer amerikanischen Non-Profit-Organisation, die sich für Jugendliche in der LGBTQ-Gemeinschaft einsetzt und mit der der Schauspieler zusammenarbeitet. Auch Radcliffe betonte: "Transgender-Frauen sind Frauen. Jede gegenteilige Aussage löscht die Identität und Würde von Transgender-Menschen aus und widerspricht allen Ratschlägen von Berufsverbänden des Gesundheitswesens, die über weitaus mehr Fachwissen zu diesem Thema verfügen als Jo [Joanne K. Rowling, Anm. d. Red.] oder ich."

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