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Review: Trivium :: WHAT THE DEAD MEN SAY

Metal Hammer-Logo Metal Hammer 24.04.2020 Sebastian Kessler

Letzten August sprühte Matt Heafy noch Riffs und Funken auf der Wacken-Hauptbühne während des 2020er-Announcement-Trailers – und nun endlich wieder auch auf einem neuen Trivium-Album. Drei Jahre nach THE SIN AND THE SENTENCE scheint sich die Band wieder vollends selbst gefunden zu haben, nachdem dessen Vorgänger SILENCE IN THE SNOW (2015) für manchen Fan den […]

Trivium WHAT THE DEAD MEN SAY © Bereitgestellt von www.metal-hammer.de Trivium WHAT THE DEAD MEN SAY

Letzten August sprühte Matt Heafy noch Riffs und Funken auf der Wacken-Hauptbühne während des 2020er-Announcement-Trailers – und nun endlich wieder auch auf einem neuen Trivium-Album. Drei Jahre nach THE SIN AND THE SENTENCE scheint sich die Band wieder vollends selbst gefunden zu haben, nachdem dessen Vorgänger SILENCE IN THE SNOW (2015) für manchen Fan den […]

Letzten August sprühte Matt Heafy noch Riffs und Funken auf der Wacken-Hauptbühne während des 2020er-Announcement-Trailers – und nun endlich wieder auch auf einem neuen Trivium-Album. Drei Jahre nach THE SIN AND THE SENTENCE scheint sich die Band wieder vollends selbst gefunden zu haben, nachdem dessen Vorgänger SILENCE IN THE SNOW (2015) für manchen Fan den Fokus zu sehr auf Klargesang gelegt hatte. Also hieß es: etwas zurückrudern und beginnen, sich neu zu sortieren – um jetzt auf WHAT THE DEAD MEN SAY das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Sowohl der Titel-Track als auch die erste Vorab-Single ‘The Catastrophist’ atmen noch ganz viel von der Stadionhymnenkompatibilität eines ‘Silence In The Snow’, machen aber zugleich klar: Die „alten“ Trivium sind zurück! Speziell ‘What The Dead Men Say’ schwingt (zum Finale) heftig die Thrash-Keule, ebenso wie ‘Amongst The Shadows And The Stones’, welches live zum Refrain hin mächtige Moshpits produzieren und Fans sowohl der früheren Alben als auch von IN WAVES zufrieden aufschreien lassen dürfte.

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Das gehetzte ‘Sickness Unto You’ lässt erahnen, wie Metallica klängen, würden sie eine Prise Death Metal schnüffeln, und ‘Bending The Arc To Fear’ evoziert Machine Head-Wucht. ‘Bleed Into Me’ und ‘Scattering The Ashes’ dagegen fallen positiv aus der Reihe mit reduzierten, bassgetragenen Strophen, die im jeweiligen Refrain zum emotionalen, schunkelnden Alternative-Rocker explodieren. Matt Heafy hat sich als Sänger hörbar weiterentwickelt, sein Klargesang steht auf dem neunten Album der Band gleichberechtigt neben den Growls von Gitarrist Corey Beaulieu. Auch schön: Der Gesamt-Sound auf WHAT THE DEAD MEN SAY (erneut produziert von Josh Wilbur) klingt dynamischer und (das Schlagzeug!) natürlicher als auf seinen Vorgängern. Ausfälle? Keine. Was Trivium vor das Luxusproblem stellt, dass nur wenige Songs aus dem Album als Über-Hit herausstechen. Muss aber auch nicht sein, wenn das Gesamtpaket derart stimmig ist.

Auf Matt Heafy und seine Mannschaft ist Verlass. Die Jungs aus Florida haben einen eigenen Modern Metal-Stil kreiert, der gekonnt Härte, Melodieseligkeit und technische Finesse vereint, und dadurch an Wiedererkennbarkeit kaum zu überbieten ist. Insofern macht WHAT THE DEAD MEN SAY immens Laune – wenn die Songs stimmen. Für meinen Geschmack haben es aber einen Tacken zu viele Trivium-Standards auf das Album geschafft. Lothar Gerber (5 Punkte)

Trivium haben wieder zur Leichtigkeit gefunden. Das bezieht sich sowohl auf die teilweise atemberaubenden Hexereien am Griffbrett als auch die süchtig machenden Melodielinien. WHAT THE DEAD MEN SAY verkörpert die Liebe zum klassischen Metal, den Drang zur stilistischen Expedition, und offeriert dem Hörer über die gesamte Spielzeit von 46 Minuten großartige, abwechslungsreiche Unterhaltung. Matthias Weckmann (6 Punkte)

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