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"Sing meinen Song": Bei Max Giesinger kullern die Tränen – das bringt den Sänger zum Weinen

stern-Logo stern 05.05.2020 Carsten Heidböhmer
Max Giesinger fällt MoTrip um den Hals, nachdem dieser bei "Sing meinen Song" den Hit "80 Millionen" performt hat. © TV Now/Markus Hertrich Max Giesinger fällt MoTrip um den Hals, nachdem dieser bei "Sing meinen Song" den Hit "80 Millionen" performt hat.

Zum Auftakt der neuen Staffel von "Sing meinen Song" sollte sich eigentlich alles um das Werk von Max Giesinger drehen. Doch ein Rapper stahl ihm die Show und rühte den Sänger zu Tränen.

Bereits zum siebten Mal lädt der Privatsender Vox eine Gruppe von Musikern nach Südafrika, damit sie sich dort unter freiem Himmel gegenseitig ihre Lieder vorspielen und eine gute Zeit verbringen. Und schon zum zweiten Mal ist Michael Patrick Kelly der Gastgeber. 

Um keine Routine aufkommen zu lassen, die schnell in Langeweile mündet, hat man das Format optisch ein wenig aufgepeppt und noch stärker geschnitten. Zu Beginn sind sogar Handyvideos der Stars eingebaut. Und es geht viel schneller los: Das in der ersten Folge übliche Kennenlernen der Stars wurde auf wenige Minuten zusammengeschnurrt.

Alle Sangen die Songs von Max Giesinger

Dafür gibt es mehr Musik. In der ersten Folge drehte sich alles um das Werk von Max Giesinger. Derzeit wohl einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler. Warum, das wurde an dem Abend schnell deutlich: Seine Lieder kennt man einfach, und wenn nicht, hat man sie sofort im Ohr. Und sie lassen sich vielseitig interpretieren: Nico Santos sang "Auf das, was da noch kommt“, als wäre er Michael Jackson. Ein starker Anfang, auch wenn dem in Busenbach geborenen Giesinger dazu nicht viel mehr einfiel als "Lecko mio".

Die holländische Sängerin Ilse DeLange kleidete "Für dich" in ein Country-Rock-Gewand im Stile von Fleetwood Mac - und sang dabei zum ersten Mal in ihrem Leben auf Deutsch. Gastgeber Michael Patrick Kelly übersetzte hingegen "Wenn sie tanzt" ins Englische. Jan Plewka verwandelte "Leerer Raum" in eine coole Rocknummer, und Lea beschloss den Abend mit "Für immer", dem Lied, mit dem Giesinger seine Konzerte beendet.

Insgesamt ein netter, abwechslungsreicher Abend, in dem man auch einiges aus Giesingers Privatleben erfuhr. Von seiner Kindheit mit einer alleinerziehenden Mutter, von seiner zweiwöchigen Banklehre und gescheiterten Beziehungen.

MoTrip ragt heraus

Doch vermutlich wird all das nicht in Erinnerung bleiben. Denn es gab einen Künstler, der mit seinem Auftritt alle übertrumpfte - und zu Recht dafür die Trophäe für die beste Interpretation des Abends bekam. MoTrip hatte sich Giesingers größten Hit "80 Millionen" vorgeknöpft. Der Rapper veränderte den Text allerdings stark und machte aus dem Liebeslied seine eigene Geschichte.

Mit einem anderen Akzent: "Es geht nicht darum, die eine Person zu finden, die man liebt. Sondern den Ort, an dem man sich zuhause fühlt." Der 32-Jährige kam nämlich im Libanon auf die Welt, als kleines Kind floh er mit seiner Familie vor dem Bürgerkrieg und landete in Aachen, wo er als Schüler seine heutige Frau kennenlernte. "Alles verloren in der Nacht als wir flohen. Und mich dann hier gefunden als einer von 80 Millionen" lautet der adaptierte Text, in dem der Rapper noch einmal an seine Flucht übers Meer erinnert und sein Bewusstsein darüber zum Ausdruck bringt, wie gut er es mit seiner neuen Heimat getroffen hat. 

Schon während der Darbietung reagierten die übrigen Musiker sichtlich gerührt. Am deutlichsten zu erkennen bei Giesinger, dem die Tränen die Wange herunterliefen. Ein bewegender Moment in einer Unterhaltungssendung, die für einen kurzen Moment den Schleier lüpfte und einen Blick auf Menschen warf, denen es weitaus schlechter geht. 

Gastgeber Michael Patrick Kelly fand die richtigen Worte, um diese außergewöhnliche Interpretation von "80 Millionen" einzuordnen: "Es sind gerade 70 Millionen auf der Flucht, und du hast diesen 70 Millionen eine Stimme gegeben."

"Sing meinen Song" läuft immer dienstags um 20.15 Uhr auf Vox. Die Folgen gibt es auch zum Streamen bei TV Now

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