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The Rolling Stones drohen Donald Trump mit Klage

Rolling Stone-Logo Rolling Stone 29.06.2020 Kristina Baum

Donald Trump könnte sich bald großen Ärger mit den Rolling Stones einhandeln – wenn er noch einmal ignoriert, dass er die Songs der Band nicht auf seinen Wahlkampfveranstaltungen spielen darf, droht eine Lizenzklage.

The Rolling Stones © Bereitgestellt von www.rollingstone.de The Rolling Stones

Donald Trump könnte sich bald großen Ärger mit den Rolling Stones einhandeln – wenn er noch einmal ignoriert, dass er die Songs der Band nicht auf seinen Wahlkampfveranstaltungen spielen darf, droht eine Lizenzklage.

The Rolling Stones haben genug davon, dass ihre Musik auf Wahlkampfveranstaltungen von Donald Trump läuft. Der US-Präsident und sein Team haben bereits mehrere Unterlassungserklärungen ignoriert – nun droht die Band, wenn nötig auch gerichtlich gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Songs vorzugehen.

„Es könnte das letzte Mal sein, dass Trump Jagger/Richards-Songs bei seinen Kampagnen benutzt“, so ein Sprecher der Stones laut dem US-amerikanischen ROLLING STONE. In dem Statement, das am Samstag (27.06.) veröffentlicht wurde, heißt es, dass die Anwälte und die BMI (US-amerikanische Gesellschaft zur Wahrnehmung von Urheberrechten) eine weitere Warnung ausgesprochen haben – wenn der Präsident im Wahlkamp also weiter unerlaubt Lieder der Band verwendet, könnten er und sein Team sich eine Klage einhandeln.

15 Millionen Songs stünden zur Auswahl

Diesen Ärger könnte man sich sparen, indem man einfach ein anderes Lied für die öffentlichen Auftritte des Präsidenten wählt – schließlich gibt es laut „Deadline“ einen Lizenzvertrag mit der BMI, der es dem Team erlaubt, mehr als 15 Millionen musikalische Werke zu nutzen. Die BMI behält sich allerdings das Recht vor, einige Stücke auszuschließen, wenn Bands oder Plattenfirmen nicht mit der Nutzung einverstanden sind. Dies ist hier der Fall und somit ist das Spielen eines Stones-Songs nicht rechtmäßig. „Die BMI hat Trumps Wahlkampf-Team im Auftrag der Stones darüber informiert, dass der unautorisierte Gebrauch ihrer Songs einen Verstoß gegen Lizenzbestimmungen darstellt.“

Trump bekam schon einmal Ärger von The Rolling Stones

Am 20. Juni hatte Donald Trump auf seiner Rally in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma „You Can’t Always Get What You Want“ gespielt. Dabei hatte man offenbar ignoriert, dass die Stones schon im Wahlkamp 2016 einer Nutzung eben jenes Songs nicht zugestimmt hatten. „The Rolling Stones unterstützen Donald Trump nicht“, hieß es damals in einem Statement.

Auch Songs von Tom Petty sind untersagt

Auch die Familie von Tom Petty erklärte kürzlich, dass sie Trump die Nutzung des Songs „I Won’t Back Down“ nicht erlauben. „Trump war in keiner Weise berechtigt, dieses Lied für eine Kampagne zu nutzen, die zu viele Amerikaner und den gesunden Menschenverstand vernachlässigen. Sowohl der verstorbene Tom Petty als auch seine Familie machen deutlich, dass sie Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art nicht unterstützen. Tom Petty hätte nie gewollt, dass einer seiner Songs für eine Hasskampagne verwendet wird. Er wollte die Menschen zusammenbringen.“

Artikel im Original lesen auf www.rollingstone.de

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