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"Leschs Kosmos": Die zwei Gesichter der Bäume in der Klimakrise

teleschau-Logo teleschau 31.05.2020 Elisa Eberle

"Wie viel Grün braucht der Blaue Planet?" - Mit dieser Frage widmet sich Harald Lesch dem umstrittenen Ruf der Bäume als Klimaretter.

Er gilt als die "Grüne Lunge" unseres Planeten: Mit einer Fläche von mehreren Millionen Quadratkilometern trägt der Amazonas Regenwald einen beachtlichen Teil zum weltweiten CO2- und Wasserhaushalt bei. Denn kein Wald kann mehr CO2 binden als der südamerikanische Riese. Doch die natürliche Klimaanlage ist in Gefahr: Brandrodungen und anhaltende Trockenheit drohen immer mehr Teile des Waldes zu zerstören. Baumpflanz-Aktionen wirken dabei oft nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Was den grünen Riesen und dem Klima wirklich hilft, das will Harald Lesch in seiner ZDF-Reihe "Leschs Kosmos" zeigen.

Wie viel Grün braucht der Blaue Planet? Dies ist die zentrale Frage, die über der Sendung steht. Die Antwort darauf überrascht: Tatsächlich scheinen viele Maßnahmen zur Rettung der Bäume für manche Wissenschaftler sogar kontraproduktiv zu sein. Ob das Verteilen von Baumsamen mittels Drohnen dazu gehört? Hundert Millionen Setzlinge sollen bei derartigen Aktionen, an denen sich sogar US-Präsident Donald Trump beteiligt, gepflanzt werden. Doch ist das Potenzial der Bäume als Klimaretter überhaupt so groß? Fakt ist jedenfalls, dass der Amazonas Regenwald durch die Erderwärmung kurz vor dem Kollaps steht. Tiping Point nennen Wissenschaftler den Punkt, an dem das System zusammenbricht. Laut dem Astrophysiker und Naturphilosophen Harald Lesch steht dieser kurz bevor.

Bäume fällen für das Klima

Doch nicht nur in Südamerika droht den Wäldern das Ende: Auch hierzulande leiden große Flächen unter den direkten Auswirkungen des Klimawandels wie extremer Trockenheit und vermehrten Stürmen. Besonders fatal sind diese Entwicklungen für die Monokulturen. Jahrelang habe sich die Bevölkerung auf besonders gewinnbringende, das heißt schnell wachsende Baumarten konzentriert. Aus diesem Grund gibt es noch heute viele Fichtenwälder.

Diese einseitige Konzentration hat einen Nachteil: Da manche Arten nur bedingt in unseren Breiten wachsen würden, machen ihnen die gegenwärtigen Klimaschwankungen besonders stark zu schaffen. Welche Maßnahmen könnten ihnen helfen? Und lassen sich Wirtschaftlichkeit und Klimafunktion überhaupt miteinander kombinieren? Diesen Fragen versucht Harald Lesch ebenso auf den Grund zu gehen. Dafür besucht er unter anderem eine Forschergruppe aus Göttingen: In einem abgegrenzten Bereich haben sie eine gewisse Anzahl Fichten gefällt, um die Wasserversorgung der verbliebenen Bäume zu verbessern. Wird ihnen dieses Vorhaben gelingen?

Leschs Kosmos - Di. 02.06. - ZDF: 23.00 Uhr

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