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Kaiser Paul I. von Russland: Tödliches Familiengeheimnis

BUNTE.de-Logo BUNTE.de 31.10.2020 Viktoria Thissen
Kaiser Paul I. von Russland © Fine Art Images/Heritage Images/Getty Images Kaiser Paul I. von Russland

Kaiser Paul I. von Russland (†46) kam 1754 als einziger Sohn der späteren Kaiserin Katharina der Großen (†67) auf die Welt. Nach dem Tod seiner Mutter 1796 trat er ihre Nachfolge an und wurde Kaiser von Russland. Seine Regentschaft sollte nur fünf Jahre dauern, denn im Jahr 1801 wurde er ermordet. Wer hinter dem Mordkomplott steckte, konnte erst 50 Jahre später aufgeklärt werden.

Paul hatte sich während seiner Regentschaft dank unpopulärer Reformen mächtige Feinde gemacht. Unter anderem befreite er politische Gefangene, schaffte die Wehrpflicht ab und schränkte die Macht der Grundbesitzer über die Leibeigenen ein. Laut eines Berichts von "royalcentral.co.uk" galt er in der Bevölkerung als Despot und viele hatten Zweifel an seiner Fähigkeit, ein Land zu regieren.

Kaiser Paul I. von Russland fiel einer Verschwörung zum Opfer

Ausgerechnet sein ältester Sohn Alexander (†46) sah den Glanz Russlands aufgrund von Pauls Entscheidungen allmählich verfallen. Alexander schmiedete Pläne, um seinen Vater abzusetzen. Das Militär konnte er schnell auf seine Seite ziehen. Am Abend des 23. März 1801 begleiteten Paul einige Offiziere zum Abendessen in die Michaelsburg, die kaiserliche Residenz, in St. Petersburg. Die Offiziere sorgten dafür, dass Kaiser Paul reichlich Alkohol vorgesetzt bekam. Er sollte sich schließlich nicht wehren können bei dem geplanten Attentat.

Zunächst versuchte das Militär, Paul zur Unterzeichnung einer Abdankungserklärung zu zwingen. Der Kaiser weigerte sich und versuchte zu fliehen. Er schaffte es aus dem Speisesaal, wurde aber kurze Zeit später in seinem Schlafzimmer gefunden. Die Soldaten hatten Paul erstickt und ihn tot in seinem Bett liegen lassen.

Der Tod Kaiser Pauls blieb 50 Jahre lang unaufgeklärt

Der kaiserliche Arzt entdeckte die Leiche am nächsten Morgen. Er ging davon aus, dass Paul im Schlaf ein Organversagen erlitten hatte und gab dies als offizielle Todesursache an. So kamen die wahren Täter davon und Alexander bestieg am selben Tag den Thron.

Es dauerte 50 Jahre, bis die Hintergründe der Tat aufgeklärt wurden. Ein Tagebuch eines Offiziers, der in jener Nacht dabei war, wurde 1851 gefunden. Darin wurde der Mord an Kaiser Paul detailliert beschrieben. Alexander war zu diesem Zeitpunkt aber schon über 25 Jahre tot.

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