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TV-Moderator: Spendenaufruf: Klaas Heufer-Umlauf will Schiffe chartern, um Flüchtlingen zu helfen

stern-Logo stern 08.07.2018
Klaas Heufer-Umlauf hat selbst schon Geld gespendet © Picture Alliance/Stephan Persch Klaas Heufer-Umlauf hat selbst schon Geld gespendet

Die Odyssee des Flüchtlingsschiffes Lifeline hat viele Menschen aufgeschreckt. Bundesweit fanden Demonstrationen statt und TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf ruft zu Spenden auf - er will weitere Schiffe chartern.

Mit einem Video auf Youtube hat sich TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf in der Flüchtlingsfrage zu Wort gemeldet. Genauer gesagt: Er ruft darin zu Spenden auf, um Flüchtlingsschiffe zu chartern: "Es lässt mich nicht los, und ich hoffe einige andere auch nicht", sagt er zu Beginn des sechsminütigen Clips.

In der Folge beschreibt er die Situation von Flüchtlingen, deren Leidensdruck so groß sei, dass sie sich auf die gefahrvolle Reise begeben: "Viele sind schon ertrunken in den letzten Jahren, in den letzten Monaten. Einige aber nicht, weil sie gerettet wurden von ehrenamtlichen Helfern von überall auf der Welt", sagt Heufer-Umlauf weiter. 

Heufer-Umlauf will Arbeit der Lifeline fortsetzen

Dann schildert er den Fall des Flüchtlingsschiffes Lifeline, das derzeit in Malta festsitzt. Zahlreiche Länder hatten sich geweigert, die Lifeline mit 200 Menschen anlegen zu lassen. Malta erlaubte es schließlich, nachdem andere Länder zugesichert hatten, die Flüchtlinge aufzunehmen.

Weil sich der Kapitän des Schiffes demnächst vor Gericht verantworten muss, kann die Lifeline ihre Rettungsarbeit nicht fortsetzen. Diesen Zustand will Heufer-Umlauf ändern: "Selbst wenn man manchmal den Eindruck hat, dass man recht alleine ist mit der Meinung, dass Ertrinkende davor gerettet werden sollten zu ertrinken, glaube ich dennoch, dass es genug Leute gibt, die das nicht so sehen. Ich persönlich habe auch schon Geld gespendet.“

Er verspricht, dass er "persönlich Sorge dafür tragen“ werde, "dass das Geld auch da ankommt, wo es hin muss. Er plädiert für eine europäische Solidarität: "Wenn Europa als solches nicht funktioniert, dann muss man Europa eben selber machen. "Ich würde mich darüber freuen, wenn wir ein bisschen Geld zusammenbekommen, um ein oder mehrere Schiffe für eine gewisse Zeit zu chartern."

Demonstrationen in mehreren deutschen Städten

Unterdessen gingen am Samstag in mehreren deutschen Städten tausende Menschen für die Seenotrettung auf die Straße. Den größten Protestzug gab es am Samstag in Berlin. Seit Jahresbeginn sollen bei der Flucht über das Mittelmeer so viele Menschen umgekommen sein wie seit Jahren nicht mehr. Laut UN-Angaben gelten mehr als 1400 Menschen als vermisst.

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