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Ankara: Türkische Truppen nehmen syrische Grenzstadt Ras al-Ain ein

Die türkische Armee hat nach eigenen Angaben die nordsyrische Grenzstadt Ras al-Ain eingenommen. Das teilte das Verteidigungsministerium in Ankara vier Tage nach dem Beginn der Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG am Samstag mit. Kurdische Kämpfer wiesen die Einnahme der Stadt zurück. Der Kampf um Ras al-Ain dauere noch an, sagte ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Türkisch unterstützte syrische Rebellen seien lediglich in ein Industrieviertel der Stadt eingedrungen. Die SDF sind ein Bündnis der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und arabischer Milizen. Mehr als 100.000 Menschen sind seit der Eskalation der Gewalt aus den Städten Ras al-Ain und Tall Abyad aus dem umkämpften syrischen Gebiet nahe der türkischen Grenze geflohen, sagte das UN-Welternährungsprogramm. Das Welternährungsprogramm und seine Partner wollen ihre Unterstützung für rund 580.000 Menschen in den kurdisch kontrollierten Gebieten trotz der verschlechterten Sicherheitslage aufrechterhalten. Arabische Liga verurteilt türkische Offensive und will Syrien wieder ins Gremium aufnehmen Die Arabische Liga berief eine Dringlichkeitssitzung ein. Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Aboul Gheit , nannte die Militäroperation der Türkei im Nordosten Syriens eine "Invasion in das Land eines arabischen Staates und eine Aggression gegen seine Souveränität". Der irakische Außenminister Mohamed Ali Alhakim , Präsident der laufenden Sitzung der Arabischen Liga, verurteilte ebenfalls die Offensive der Türkei in Syrien. Er forderte die Liga auf, die Mitgliedschaft Syriens in dem Gremium wiederherzustellen. Todesopfer: 74 kurdische Kämpfer, 49 Kämpfer der Rebellengruppen, 20 Zivilisten Seit Beginn der türkischen Offensive sollen laut syrischer Beobachtunsgstelle für Menschenrechte 74 kurdische Kämpfer getötet worden sein. Der Direktor der Beobachtunsgstelle Rami Abdulrahman gab außerdem an, dass es 49 Todesopfer auf Seiten der türkisch unterstützten syrischen Rebellengruppen gegeben hat, seit die Angriffe am Mittwoch angefangen haben. Auch 20 syrische Zivilisten sind unter den Todesopfern, die meisten von ihnen in der Stadt Tall Abyad.

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